Nachrichten: USA – Kiew – Offensive im Donbass?

https://de.sputniknews.com/zeitungen/20170816317045981-usa-politologen-donbass-eindruecke/16.08.2017

US-Politologen besuchen Donbass – Eindrücke aus erster Hand

Eine US-Delegation wird die Volksrepubliken Donezk und Lugansk besuchen, um einen Eindruck von der dortigen Lage aus erster Hand zu erhalten, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

Der US-Politologe und Slawist Stephen Ebert will Anfang September mit Kollegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk besuchen. Der Experte will die tatsächliche Situation in den Konfliktgebieten einschätzen und seine persönlichen Eindrücke mit denen in den westlichen Medien vergleichen.

Laut Ebert wird über den Konflikt im Südosten der Ukraine von westlichen und besonders amerikanischen Medien nicht objektiv berichtet. Um die Situation adäquat einzuschätzen, muss man die Volksrepubliken persönlich besuchen.

„Ich will die Volksrepublik Donezk vom 6. bis zum 8. September besuchen. Vielleicht reise ich auch in die Volksrepublik Lugansk. Das Ziel der Reise ist, die Situation im Konfliktbereich zu analysieren. Ich werde über alles berichten, was ich im Donbass sehen werde. Geplant sind Treffen mit lokalen Parlamentariern, Experten, Journalisten und Vertretern der Öffentlichkeit. Ich will von einfachen Bürgern ihre Hoffnungen, Wünsche und Sorgen hören“, sagte Ebert. „Mit anderen Worten: Ich will die Situation mit eigenen Augen sehen und sie im Westen vorstellen. Man braucht einen objektiven Blick auf die Situation.“

Laut den Vertretern der Behörden der Volksrepubliken sind sie bereit, die ausländische Delegation zu empfangen und ihre Sicherheit zu garantieren.

„Zu uns kamen hochrangige Vertreter der UNO, OSZE u.a. In allen Fällen gewährleisteten wir die Sicherheit. Falls jemand den Wunsch hat, die Volksrepublik Donezk zu besuchen, werden wir unsererseits alles Notwendige machen“, sagte der stellvertretende Kommandeur der Armee der Volksrepublik Donezk, Eduard Bassurin.

In der Volksrepublik Lugansk hieß es ebenfalls, dass sie nie gegen Besuche von Experten gewesen sei, die auf eine unvoreingenommene Analyse der Situation im Konfliktbereich gerichtet sind. Lugansk sei immer offen für Besuche, sagte der stellvertretende Leiter des Volksrats der Volksrepublik Lugansk, Wladislaw Dejnego. „Mag er mit uns in Kontakt treten, wir werden seine Reise in die Volksrepublik Lugansk organisieren. Er kann mit eigenen Augen sehen, was hier geschieht, und wer die Minsker Abkommen verletzt“, sagte Dejnego.

Zuvor hatten die Vertreter der Volksrepubliken die Bereitschaft geäußert, die US-Delegation mit dem US-Sonderbeauftragten für die Ukraine, Kurt Volker, zu empfangen, der Ende Juli Kiew und die von der Ukraine kontrollierten Gebiete im Osten des Landes besuchte. Der US-Diplomat reiste nach seinem Amtsantritt vor allem in die Ukraine, sah sich die Situation jedoch nur von einer Seite an. Nach diesem Besuch sagte er, dass dort nicht ein eingefrorener Konflikt, sondern ein heißer Krieg im Gange sei. Bislang reagierte er nicht auf die Einladung der Volksrepubliken.

https://de.sputniknews.com/politik/20170820317094217-kiew-offensive-donbass-bassurin/20.08.2017

Kiew bereitet offenbar Offensive im Donbass vor – Donezker Volkswehr

Die ukrainischen Kämpfer bereiten sich derzeit darauf vor, den bewaffneten Konflikt wieder aufzunehmen, und könnten eine Offensive in Richtung Gorlowka einleiten. Dies teilte der Vizechef der Volkswehr der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR), Eduard Bassurin, mit.

„In den letzten Tagen heizen die Streitkräfte der Ukraine bewusst die Situation in Richtung Gorlowka an. Wir verfügen über Informationen über größere Lieferungen von Munition und Brennstoffen durch Einheiten der ukrainischen Streitkräfte in diesem Bezirk“, sagte Bassurin.

Das Kommando der selbsterklärten Volksrepublik Donezk zeigt sich ihm zufolge besorgt über die Angaben, „die auf die informative und materielle Vorbereitung der ukrainischen Armee auf die Wiederaufnahme des bewaffneten Konflikts hinweisen“. (…)

https://de.sputniknews.com/politik/20170819317091787-kiew-hofft-auf-pentagon-chef/19.08.2017

Kiew hofft auf Pentagon-Chef, um Konflikt im Donbass zu lösen

Das Treffen von James Mattis, dem Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenkonach in Kiew könnte helfen, die Situation auf dem Donbass zu lösen, sagte der Vize-Minister für besetzte Territorien und versetzte Personen, Georgij Tuka, in einem Interview für den Sender „112 Ukraina“.

Zuvor hat die ukrainische Botschaft in den USA mitgeteilt, der Besuch des Pentagon-Chefs James Mattis in Kiew werde am 24. August stattfinden. Der Pressedienst des ukrainischen Präsidenten meldete in diesem Zusammenhang, Poroschenko werde mit Mattis Verhandlungen in Kiew führen.

Auf die Frage, ob dieser Besuch Einfluss auf die Situation im Donbass nehmen könnte, äußerte Tuka: „Ich denke, ja.“ Schließlich handele es sich bei dem Besuch „nicht um den Agrarminister, sondern um den  Verteidigungsminister der USA persönlich“, der zudem auch ein sehr erfahrener Kampfoffizier sei.

Weiterhin fügte Tuka hinzu: „Ich hoffe, es wird auf der einen Seite die Kampfstärke unserer Streitkräfte erhöhen und auf der anderen Seite auch innenpolitischen Einfluss in den USA auf die Leute nehmen, die sich nur für Geschäfte interessieren und die von Sanktionen gegen Russland negativ betroffen werden könnten.“

Tuka präzisierte auch, dass der Besuch von Mattis zweifelsohne einen politischen Charakter trage. Schnelle Entscheidungen solle man aber nicht erwarten, auch nicht in der Frage über die Lieferung sogenannter letaler Waffen an die Ukraine.

„Ich denke nicht, dass dieser Besuch morgen gleich zu konkreten Handlungen führen wird. Es werden bestimmte Vereinbarungen getroffen werden, die möglicherweise nach einer Zeit umgesetzt werden. Ich denke, es werden Fragen der generellen künftigen politischen Ausrichtung besprochen werden“, resümierte Tuka.

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