Die japanische Besatzung Vietnams während des 2. Weltkrieges

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Die japanische Besatzung Vietnams waehrend des 2. Weltkrieges, die sich der franzoesischen Vichy-Verwaltung bediente, sorgte in den ersten fuenf Monaten des Jahres 1945 fuer die schrecklichste Hungersnot in der Geschichte des Landes, bei der fast 2 Millionen Menschen im Norden Vietnams ums Leben kamen. Das Kaiserreich Japan wurde zum alleinigen Abnehmer aller Reis- und Getreideueberschuesse der Kolonie und importierte jaehrlich rund 1 Million Tonnen Reis und Mais.Die Bauern wurden verpflichtetet, eine nach Anbauflaeche festgelegte Reismenge zu einem willkuerlich festgelegten Fixpreis zu verkaufen, der weit unter dem Marktpreis lag. 40.000 bis 60.000 Tonnen Reis aus dem Sueden, die eigentlich fuer den Norden gedacht waren, wurden in andere Laender der japanischen Einflusssphaere exportiert.

Nach einer Missernte im Mai/Juni 1944 und der durch Tropenstuerme beeintrachtigten zweiten Ernte des Jahres im Oktober gab es bereits Ende 1944 die ersten Hungertoten. In der Provinz Thái Bình, dem Hauptanbaugebiet von Reis in Nordvietnam, verhungerten Im Fruehjahr 1945 etwa 25% der Bevoelkerung, unter den landlosen Bauern sogar mehr als 50%. Insgesamt fielen in den betroffenen Regionen in Tonkin und Annam rund 10% der Bevoelkerung binnen fuenf Monaten dem Hunger zum Opfer.

 

 

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