Archive for Juli 8th, 2017

8. Juli 2017

Pressemitteilung: Rio de Janeiros Uranium Film Festival zum sechsten Mal in Berlin – Erinnerung an Brasiliens Tschernobyl – 11. bis 15. Oktober 2017

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Das Internationale Uranium Film Festival steht in diesem Jahr im Zeichen des radioaktiven Unfalls von Goiânia, der genau vor dreißig Jahren im September 1987 geschah. Vom 11. bis 15. Oktober 2017 wird das Festival dazu in Berlin zwei brasilianische Filme sowie eine Fotoausstellung über den Goiânia-Unfall im Kino in der Kulturbrauerei Prenzlauer Berg zeigen. Geplant ist u. a. die deutsche Erstaufführung des Kurzspielfilms „Algo do que Fica“ des Nachwuchsregisseur aus Goiânia, Benedito Ferreira. Der Spielfilm, der sensibel über die radioaktive Katastrophe und ihre Folgen in Goiânia reflektiert, war vergangenen Juni einer der Hauptgewinner des renommierten Umweltfilmfestivals FICA in Goiás, an dem auch das ursprünglich in Rio de Janeiro gegründete Internationale Uranium Film Festival beteiligt war.

Für das Filmfest in Berlin nun kommenden Oktober hat die Festivalleitung nicht nur Regisseur Ferreira eingeladen, sondern auch als Ehrengast Odesson Alves Ferreira, Sprecher und bis vor kurzem langjähriger Präsident der Vereinigung der Cäsium-Opfer von Goiânia (AVCésio). Odesson selbst wurde durch das hochradioaktive Cäsium-137 stark verstrahlt und lebt mit den Folgen.

Das Internationale Uranium Filmfest wird in Berlin vom 11. bis 15. Oktober rund 20 Filme aus sieben Ländern im Kino in der Kulturbrauerei sowie im Zeiss Großplanterarium zeigen.

Das in der Welt einmalige Festival des atomaren Films dankt seinen Schirmherren MdB Klaus Mindrup, Jörg Sommer (Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung), Uwe Bünker (Bünker Casting) sowie seinen Festivalpartnern und Unterstützern: die Elektrizitätswerke Schönau (EWS), die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Sayonara Nukes Berlin, die Koalition zur Ächtung von Uranwaffen (ICBUW), COOP Anti-War Kunstbar Café, die Juristenvereinigung gegen Kernwaffen (IALANA), die Friedensglockengesellschaft Berlin, Cinestar Berlin sowie das Zeiss-Großplanetarium.

International Uranium Film Festival
Rua Monte Alegre 356 / 301
Santa Teresa / Rio de Janeiro / RJ
CEP 20240-195 / Brasilien

WWW.URANIUMFILMFESTIVAL.ORG
Email: info@uraniumfilmfestival.org

Weitere Informationen und Kontakt in Berlin:

Festivalproduktion Berlin
Jutta Wunderlich
Tel. 0172-8927879
Email: uraniumfilmfestivalberlin@gmx.de

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8. Juli 2017

G20 Proteste: Auch Sahra Wagenknecht liegt völlig falsch – Rolle Russland, Chinas als deeskalierende Parteien in einer von Aggression geprägten geopolitischen Gesamtsituation muss klar herausgestellt werden

Zitat von Sahra Wagenknecht: „Beim G20-Gipfel sitzen nicht die Problemlöser am Tisch, sondern diejenigen die durch ihre Kriege, ihre Waffenexporte und ihre unfaire Handelspolitik maßgeblich für die Armut und Not auf dieser Welt verantwortlich sind.“

Entgegnung von Heinrich Bücker, Coop Antikriegscafe Berlin:

Auch Sahra Wagenknecht liegt hier leider völlig falsch. Staaten wie Russland, China, Südafrika u.a. werden bei den Protesten gegen G20 generell und völlig undifferenziert mitverantwortlich gemacht für Kriege, Gewalt, Hunger und Armut in der Welt. Das ist grundsätzlich falsch!

Die Proteste müssen sich eindeutig auch gegen die völkerrechtswidrigen Angriffskriege, Rohstoffkriege und die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder richten. Die Regimechange-Politik im Irak, Libyen, Venezuela, Ukraine, Syrien und Jemen muss hier beispielhaft hervorgehoben werden. Diese Politik wird ausdrücklich nicht von China und Russland mitgetragen. Diese Staaten sind zwar kapitalistisch, aber sie führen keine kapitalistische Interventionskriege. Vielmehr treten sie ein für eine multipolare und gerechte Weltordnung.

Insbesondere die Partei die LINKE sollte sich hier viel deutlicher positionieren. Friedliche Proteste gegen NATO-Politik müssen unterstützt werden, aber die Rolle Russland, Chinas als wichtige, deeskalierende Parteien in einer von Aggression geprägten geopolitischen Gesamtsituation muss gleichzeitig klar und eindeutig herausgestellt werden.

Reiner Braun, einer der Vertreter der deutschen Friedensbewegung spricht in einem Video sogar von einem angeblich illegitimen G20 Gipfel. Das erscheint mir grundsätzlich falsch zu sein und nur einen sinnlosen und völlig undifferenzierten Protest zu befeuern. G20 Treffen finden statt und sind legitim. Allein die deutsche Bundesregierung unter Frau Merkel ist für die Auswahl des Tagungsortes verantwortlich und wird vor dem Hintergrund der gewalttätigen Entwicklungen leider auch in der Bundestagswahl punkten.

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