Jeff Halper, Israeli Commitee Against House Demolitions – Anhörung vor dem Bundestags-Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe

Jeff Halper, Israeli Commitee Against House Demolitions (ICAHD), hingegen sagte, dass die Zwei-Staaten-Lösung längst „vom Tisch“ sei. Es gebe heute de facto ein Land zwischen Mittelmeer und Jordan mit einer Armee, einer Währung und einer Regierung. 800.000 Israelis lebten heute in „besetzten Gebieten“. Offiziell nenne Israel diese Siedlungen im Westjordanland „umstrittene“ oder „verwaltete Territorien“ und leugne damit, „dass es eine Besatzungsmacht“ sei.

Halper kritisierte, dass Israel mit der faktischen Verabschiedung der Zwei-Staaten-Lösung auf dem Weg in die „Apartheid“ sei. Er forderte, dass die internationale Gemeinschaft Israel auf einem Weg zu einem „multikulturellen Staat“ unterstützen solle: „Einen jüdischen Staat kann man nicht haben, wenn man keine Zwei-Staaten-Lösung will.“

Quelle des Videomaterials: Deutscher Bundestag

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw25-pa-menschenrechte/509862

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