Familie des „Jungen von Aleppo“ unterstützt Assad (sputniknews)

https://de.sputniknews.com/panorama/20170605316038635-junge-von-aleppo-assad-unterstuetzung/

Der Vater von Omran Daknisch, des kleinen syrischen Jungen, dessen Foto vergangenes Jahr um die Welt gegangen war und zum Symbol des „Leidens in Aleppo“ wurde, hat erstmals ein Interview gegeben. Dies berichtet die Zeitung „The Telegraph“ unter Berufung auf syrische und libanesische TV-Sender.

In dem Gespräch sagte der Familienvater, er habe nicht vor, Aleppo zu verlassen und unterstütze Präsident Baschar al-Assad.

Die Familie soll nach der Befreiung von Aleppo in die einstige Metropole zurückgekehrt sein. Lange Zeit habe die Familie Journalisten einen Kommentar verweigert. Nun habe der Vater einem Interview mit syrischen und libanesischen TV-Sendern zugestimmt.

In dem Gespräch sagte er laut „The Telegraph“, die internationalen Medien und die Rebellengruppen wollten seinen Sohn gegen das syrische Regime instrumentalisieren.

„Sie wollten sein Blut verkaufen und haben seine Fotos veröffentlicht“, zitiert ihn die Zeitung.

Die Bilder von dem dreijährigen Omran, der mit Blut und Staub bedeckt regungslos in einem Rettungswagen sitzt und mit leblosem Blick ins Leere starrt, waren zuvor um die Welt gegangen und von einigen westlichen Medien zum Symbol der „bösen“ Auswirkungen der russischen Militäroperation in Aleppo gemacht worden. Moskau und Damaskus wiesen diese Vorwürfe zurück.

Später erklärte der offizielle Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow, dass die Eigenschaften der Zerstörungen an dem Gebäude, das von den westlichen TV-Sendern bei der Rettung des Jungen Omran gezeigt wurde, darauf hinwiesen, dass dort — angesichts der heilen Fenster im Haus gegenüber — nicht eine Fliegerbombe, sondern eine Mine oder Gasbombe eingesetzt worden war, die die Terroristen immer wieder verwendeten.

https://de.sputniknews.com/politik/20170606316041548-junge-aus-aleppo-vater-spricht-ueber-medien-manipulation/

Vater des Jungen von Aleppo: „Medien haben Omrans Leid benutzt“

06.06.2017

Diese Bilder gingen 2016 um die Welt: Fünfjähriger Omran Daqneesh aus Aleppo sitzt nach einem Luftangriff staubbedeckt in einem Rettungswagen. Der Vater des Jungen hat der Videoagentur Ruptly erzählt, wie die Rebellen und ihre Medien das Leid seines Sohnes benutzt haben.

Nach dem Luftangriff an jenem Tag blieb Muhammad Daqneesh in seinem Haus, um seine Familie ins Freie zu retten. Derweil filmten die Rebellen, wie seine Kinder aus dem Haus klettern.

Sein Sohn Omran sei leicht verletzt worden, die Rebellen aber hätten seinen Zustand maßlos übertrieben: „Erst haben sie behauptet, dass mein Sohn tot ist. Dann sagten sie, dass er am Leben ist. Man kann ihnen überhaupt nicht trauen“, sagt Muhammad Daqneesh, Omrans Vater.

Erst als er es selber aus dem Haus schafft, erfährt der Vater, dass seine Kinder von einer Hilfsorganisation ins Krankenhaus gebracht wurden. „Ich habe diese Organisationen nie zuvor gesehen“, sagt Daqneesh. „Das haben sie nur gemacht, um ihn zu fotografieren. Sie wollten die Bilder für ihre Zwecke nutzen.“

Inzwischen sei die Familie in ihr Haus zurückgekehrt: „Gott sei Dank, wird die Situation immer besser. Die Armee ist in der Offensive und befreit die Gebiete. Wir sind in unsere Häuser zurückgekehrt, das Leben kommt langsam wieder in Ordnung“, sagt Omrans Vater.

2016 haben westliche Medien syrische Regierung und die russische Luftwaffe für Luftangriffe auf Wohnviertel in Aleppo verantwortlich gemacht. Russlands Verteidigungsministerium hat diese Behauptungen widerlegt und durch zahlreiche Beweisen belegt, an den Angriffen nicht beteiligt gewesen zu sein.

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