Archive for Mai 25th, 2017

25. Mai 2017

Am 25. 2. 2011 warnte Gaddafi in zwei Telefongesprächen Tony Blair vor islamistischen Attacken, wenn die NATO ihn mit einem Angriffskrieg entfernt.

Am 25. Februar 2011 hat Muammar Gaddafi in zwei Telefongesprächen Tony Blair vor islamistischen Attacken gewarnt, wenn die NATO ihn mit einem Angriffskrieg entfernt. Blair war nämlich seit 2007 der Sondergesandte des Nahost-Quartetts, bestehend aus Vereinigten Staaten, Russland, der Europäischen Union und den Vereinten Nationen. Gaddafi gab eine „prophetische“ Warnung an Blair, die Dschihadisten werden Europa angreifen, wenn er sie nicht mehr bekämpft und aufhält.

Im ersten Anruf um 11:15 Uhr sagte Gaddafi zu Blair: „Die Dschihadisten wollen das ganze Mittelmeer kontrollieren und sie werden Europa angreifen.“

Der Vater des Attentäter von Manchester war ein radikaler Islamist, der deswegen in Libyen unter Gaddafi im Gefängnis sass und danach als „politischer Flüchtling“ in England Aufnahme fand. Er ging nach Libyen zurück und als „Dank“ hat der Sohn des „Schutzsuchenden“, Salman Abedi, jetzt 22 Menschen mit einer Nagelbombe bei einem Ariana-Grande-Konzert in den Tod gerissen und 120 verletzt, der aus Libyen nach England eingereist war. Vater Ramadan Abedi und jüngerer Bruder Hashem Abedi sind jetzt in Tripoli wegen terroristischer Aktivitäten verhaftet worden. Der Islamische Staat hat sich mittlerweile zu der Terrorattacke bekannt.

Im Anruf, der eine halbe Stunde dauerte, betonte Gaddafi, er verteidige Libyen nur vor den Kämpfer der Al-Kaida. Die Al-Kaida war nämlich der Vorläufer und danach drangen der Islamische Staat und die ISIS in Libyen ein. Waffen und Geld bekamen die Terroristen von Saudi-Arabien und Qatar, genau wie auch in Syrien, denn sie wollen alle Konkurrenten im Öl- und Gasgeschäft ausschalten plus ihre pervertierte Version des Islam verbreiten.

„Wir bekämpfen sie nicht, sie greifen uns an“, sagte er. „Ich möchte ihnen die Wahrheit mitteilen. Die Situation ist gar nicht schwer zu verstehen. Die Geschichte ist einfach diese: Eine Organisation hat Schläferzellen in Nordafrika installiert, genannt die Al-Kaida-Organisation in Nordafrika … diese Schläferzellen in Libyen sind ähnlich wie die schlummernden Zellen in Amerika vor 9/11.“

„Sie haben erreicht sich Waffen zu besorgen und terrorisieren die Menschen. Die Bevölkerung kann ihr Zuhause nicht mehr verlassen. Es ist eine dschihadistische Situation. Sie haben Waffen und terrorisieren die Menschen auf den Strassen.“

Im zweiten Anrufe etwa vier Stunden später sagte Gaddafi zu Blair: „Ich muss die Bevölkerung bewaffnen und für einen Kampf vorbereiten. Die Libyer werden sonst sterben. Schaden wird den Anrainerstaaten des Mittelmeer passieren, sowie Europa und der ganze Welt. Diese bewaffneten Gruppen nutzen die Situation (in Libyen) als Begründung – und wir müssen sie bekämpfen.“

Blair forderte Gaddafi auf zurückzutreten und aus Tripoli zu verschwinden. „Wenn sie einen sicheren Ort haben dann sollten sie dort hingehen, denn das wird nicht friedlich enden und es muss eine Veränderung geben dessen Prozess wir managen werden.“ Das war eine klare Drohung des Westen an Gaddafi, entweder er tritt freiwillig zurück oder er wird gewaltsam entfernt.

Quelle: Schall und Rauch

Den ganzen Artikel lesen:
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2017/05/gaddafi-warnte-europa-2011-vor.html

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25. Mai 2017

Repressivere Gesetze in Japan beschlossen

Tokio. Die rechtskonservative japanische Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe hat am Dienstag einen Gesetzentwurf gegen die Planung schwerer Straftaten im Parlament gegen den Widerstand der Opposition verabschiedet. Anschließend muss die Regelung noch durchs Oberhaus, wo die Regierung ebenfalls die Mehrheit hat. Kritiker fürchten, dass das Gesetz den Weg zum Überwachungsstaat ebnet. (dpa/jW)

25. Mai 2017

Lynchmob in Caracas Venezuela: Militante Regierungsgegner setzen auf Eskalation. Hunderttausende demonstrieren statt dessen beim »Marsch für den Frieden« (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/311235.lynchmob-in-caracas.html

Das Szenario in Venezuela weckt Erinnerungen an den Maidan. Am Wochenende jagten maskierte Regierungsgegner in Caracas einen jungen Mann, den sie offenbar für einen »Chavisten« hielten, durch die Straßen, übergossen ihn mit Benzin und zündeten ihn an. Der 21jährige Orlando José Figuera, der in einem Video als lebende Fackel zu sehen ist, erlitt schwerste Verbrennungen. Präsident Nikolás Maduro zeigte sich am Sonntag in seiner wöchentlichen Fernsehsendung »Los domingos con Maduro« alarmiert. Die Regierung sei besorgt über eine zunehmende faschistische Strömung innerhalb der rechten Oppositionsparteien. Maduro forderte die Bevölkerung auf, dem »Hass und der Intoleranz« der Rechten entgegenzutreten. Am gestrigen Dienstag beteiligten sich landesweit Hunderttausende an einem »Marsch für den Frieden«, zu dem Maduro aufgerufen hatte.

Die Contras setzen allerdings weiter auf Eskalation. Nachdem auf den Protestdemonstrationen zunächst vor allem Steine und Molotowcocktails geworfen wurden, greifen rechte Aktivisten mittlerweile gezielt Hilfs- und Versorgungseinrichtungen an. Ende letzter Woche hatten militante Gruppen in der von deutschen Einwanderern gegründeten Stadt Colonia Tovar gewütet, unter anderem einen Krankenwagen in Brand gesteckt und sechs Feuerwehrleute verletzt. In der Nacht zum Montag gingen bei einem Angriff auf das Verkehrsunternehmen »Transbolívar« 51 Autobusse in Flammen auf.

Die seit gut 50 Tagen laufenden Aktionen der rechten Opposition, die mit dem Ruf nach Neuwahlen den gewählten linken Präsidenten Nikolás Maduro stürzen will, erhalten zwar keinen weiteren Zulauf mehr, werden aber zunehmend brutaler. Zum »50. Aktionstag« hatte das Oppositionsbündnis »Tisch der demokratischen Einheit« (MUD) unter dem Motto »Wir sind Millionen« am Sonnabend zu Massenprotesten aufgerufen. Gefolgt waren dem Aufruf nicht einmal ein Fünftel der erhofften Teilnehmer. Oppositionspolitiker Henrique Capriles, der für diesen Tag »mehr Schlagkraft« angekündigt hatte, versuchte daraufhin, mit einem Teil der Demonstranten auf einer nicht angemeldeten und nicht genehmigten Route zum Innenministerium im Zentrum der Hauptstadt vorzustoßen. Das Onlineportal tagesschau.de – Maidan lässt grüßen – berichtete verständnisvoll, die »Oppositionsanhänger« seien mit »Stöcken und Steinen bewaffnet« gewesen, um sich gegen die Polizei »zur Wehr zu setzen«. Einwohner der Hauptstadt berichten dagegen von »paramilitärisch organisierten Gruppen, die gezielt Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften suchen und dabei Tote in Kauf« nehmen. Die bisherige Bilanz beläuft sich auf mehr als 60 Todesopfer und über 900 Verletzte.

Mit dem gestrigen »Marsch für den Frieden« warb die Regierung erneut um Unterstützung für die Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung (Asamblea Nacional Constituyente, ANC), in der Präsident Maduro die einzige Möglichkeit sieht, Gewalt und Terror im Land zu beenden. Der Leiter der Kommission zur Vorbereitung dieser Versammlung, Venezuelas früherer Vizepräsident Elías Jaua, berichtete am Montag, dass zahlreiche Gruppen der Zivilgesellschaft in den letzten Wochen bereits den Dialog über deren Inhalte aufgenommen haben. Jaua appellierte an den MUD und andere Oppositionelle, Vorschläge für eine friedliche Lösung einzubringen. Zugleich forderte er die Generalstaatsanwaltschaft auf, Straftaten aufzuklären und weitere Gewaltaufrufe rechter Kräfte zu verfolgen.

25. Mai 2017

Zur Querfrontdebatte über Medien, Friedensinitiativen und Kontaktschuld

Am vorletzten Wochenende im Juni findet in der Nähe von Berlin das Pax Terra Festival statt, ein Treffen von Friedensaktivisten. Seit Wochen findet vorwiegend in den sozialen Medien eine heftige Auseinandersetzung um das Festival, seine Organisatoren und um die Teilnehmer statt. Auch wir stimmen mit den Ansichten einiger der teilnehmenden Gruppen nicht überein.

Wir möchten aber hiermit dennoch auf das Festival aufmerksam machen und gleichzeitig Stellung nehmen zu den Auseinandersetzungen, die eng verwoben sind mit den Debatten um die Entwicklungen alternativer Medien und der Friedensbewegung, Es geht dabei die sogenannte Querfrontdebatte.

Wir haben als Coop Antikriegscafe Berlin mit einer Gruppe von Freunden bereits 2008, also vor neun Jahren ein Friedensfestival in Berlin organisiert das zeitgleich zum Beginn der Rede des damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Obama vor der Siegessäule begann. Auch damals gab es massivste Versuche das Freigeist-Festival zu sabotieren um es zu verhindern. Die Veranstalter des YAAM Clubs standen aber zu uns. Auch 2009, im Jahr danach konnten wir am selben Ort ein weiteres Friedensfestival durchführen. Freilichtkino, Diskussionen, Livebands, eine kleine politische Ausstellung, eine Graffiti-Aktion und Stände verschiedener Initiativen. Die Tageszeitungen Neues Deutschland, und die junge Welt und viele andere unterstützen die beiden Festivals. Besucher, Teilnehmer und die Gastgeber im YAAM waren durchweg positiv beeindruckt.

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Im wesentlichen machten sich schon damals, so wie auch heute die massiven Einwände gegen bestimmte Veranstaltungen, Demonstrationen, Proteste und Filmvorführungen immer wieder fest an der sogenannten Kontaktschuld, d.h. eine Teilnahme oder Unterstützung soll politisch nicht korrekt sein, oder anders formuliert „rechtsoffen“ sein, weil sich bestimmte Gruppen, Organisationen oder Personen unter den Teilnehmern befinden, die wiederum in irgendeiner Weise mit missliebigen Personen in Kontakt zu bringen sind.

Es entspricht aber inzwischen der Realität, dass es in der gesamten als alternativ zu bezeichnenden Medienlandschaft und in der Friedensbewegung des deutschsprachigen Raums, bis auf einige ganz wenige Ausnahmen, fast kaum noch ein Netzwerk gibt, das man, wenn man politisch vollkommenen „korrekten“ Maßstäben folgen wollte, als nicht zumindest leicht von „Kontaktschuld“ betroffen bezeichnen könnte. Fast alle Gruppen sind zu irgendeinem Zeitpunkt oder bei irgendeiner Begebenheit mit einer Kontaktschuld aufgefallen.

Als Konsequenz könnte man sich nun entweder dogmatisch nur auf die als völlig „sauber“ zu bezeichnenden Medien oder Veranstaltungen beziehen und ausschließlich mit Personen aus ihrem Umfeld kooperieren oder aber angesichts der zunehmenden Kriegsgefahr teilweise auch auf interessante, wichtige Interviews, Videos, Nachrichtenbeiträge, Veranstaltungen hinweisen, die teilweise aus einem weniger lupenreinem Umfeld stammen.

Tatsächlich würde dies aber nur der gesamten Antikriegsbewegung in den Arm fallen und vor allem die Meinungsvielfalt und Diskussionskultur innerhalb der Bewegungen immer weiter einschränken.

Viel naheliegender wäre es deshalb unserer Meinung nach, Diskussionsrunden zu organisieren zu denen Teilnehmer eingeladen werden könnten, die sich in wesentlichen Standpunkten im Widerspruch befinden, um diese Debatten dann öffentlich zugänglich zu machen. Formate wie beispielsweise die Nachdenkseiten, Weltnetz.TV oder Hintergrund könnten vielleicht etwas derartiges veranstalten.

Denn Diskussionen werden bislang fast ausschließlich nur über Bande geführt, in den sozialen Netzwerken oder in Artikeln oder Videobeiträgen. Eine kontroverse öffentliche Diskussion könnte überaus hilfreich sein und die auch unserer Meinung nach notwendige Abgrenzung und Kritik gegenüber einzelnen Personen, Webseiten und Standpunkten viel glaubhafter und transparenter werden lassen.

Es muss endlich offen diskutiert werden, warum Webseiten wie beispielsweise Nuoviso, Querdenken TV, Klagemauer TV und andere neben wichtigen friedenspolitischen Fragen gleichzeitig auch überaus abstruse Inhalte verbreiten. Es kommen immer wieder sogar Personen zu Wort, die erheblich dem rechten Spektrum zuneigen. Politisch linke Positionen werden teils vehement abgelehnt und bisweilen werden linke Bewegungen pauschal als tendenziell faschistisch bezeichnet. Darüber hinaus werden in einigen Beiträgen Rechtsradikale und Neonazis als fast ausschließlich vom Verfassungsschutz gesteuerte Gruppen charakterisiert.

Mit dem Ex-Verfassungsschützer Helmut Roewer, Hagen Grell, Jürgen Elsässer, Gerhard Wisnewski, mit dem inzwischen verstorbenem Udo Ulfkotte und etlichen anderen finden oder fanden sich umstrittene Interviewpartner auf Medien-Plattformen, die so wiederum mit achtbaren Initiativen in Verbindung gebracht werden können, um dann diskreditiert zu werden.

Plattformen wie die Tageszeitung junge Welt und etliche andere traditionell linke Medien und Organisationen finden sich mit vielen Standpunkten naturgemäß nicht zurecht und stimmen so in den zunehmend lauter werdenden Chor dogmatischer Gegner einer sogenannten „Querfront“ ein. Vielleicht wären sie sogar bereit in offener und kontroverser Diskussion unliebige Standpunkte direkt anzugehen.

Wir vermuten sogar durchaus eine Strategie hinter diesen kontraproduktiven Vermengungen, die deshalb von kompetenten Analytikern kontrovers und öffentlich debattiert werden sollten.

Deshalb jedoch die gesamte alternative Medienlandschaft einschließlich der Friedensbewegung pauschal in Haftung zu nehmen, indem man Kontaktschuld als Argument vorschiebt, kommt politischem Selbstmord oder zunehmender Isolation gleich.

Ein gutes Beispiel hierfür scheint uns auch die kontroverse Debatte um die Medienplattform Russia Today zu sein. Russia Today ist eine Plattform, die in englischer, spanischer, arabischer, deutscher, französischer und russischer Sprache weltweit in mehr als 100 Ländern sendet, Korrespondentenbüros auf der ganzen Welt betreibt und von über 700 Millionen Menschen gesehen werden soll. Der YouTube-Kanal von Russia Today überschritt als erster News-Kanal die Milliardengrenze und steht mittlerweile bei weit über drei Milliarden Aufrufen. CNN erreicht vergleichsweise nur einen Bruchteil davon.

In Deutschland, Frankreich, Großbritannien und vor allen in den USA wird im Rahmen einer massiven Medienkampagne gegen Russia Today behauptet, der staatlich finanzierte Sender sei vornehmlich eine Plattform für Rechte und Verschwörungstheorien gegen die USA und die EU. Der Sender soll angeblich gefährliche Tendenzen aufweisen und es gibt Bemühungen den Betrieb einzuschränken.

Eine unumstrittene aber sehr wenig berichtete Tatsache ist jedoch, dass nicht nur Persönlichkeiten wie der WikiLeaks-Gründer Julian Assange und der legendäre US-Moderator Larry King u.a. Sendungen auf Russia Today moderieren, sondern darüber hinaus zahlreiche internationale Politiker und Persönlichkeiten sowie zahlreiche Vertreter von angesehenen Organisationen und politischen Parteien Interviews bei Russia Today gegeben haben.

Mit ähnlich fadenscheinigen Argumenten von Kontaktschuld wie gegen die sogenannte „Querfront“ alternativer Medien und Antikriegs-Netzwerke hierzulande, wird also auch gegen die internationale Medienplattform Russia Today vorgegangen.

Noch besteht das Recht auf freien Meinungsäußerung und Meinungsbildung. Wir sind insofern der Überzeugung, das es der derzeitigen politischen Lage geschuldet ist sich möglichst umfassend zu informieren.

Tatsächlich muss man feststellen, dass bestimmte Themen in den westlichen Mainstream-Medien entweder nur unzureichend oder teilweise auch bewusst falsch dargestellt werden. Dies gilt vor allem mit Bezug auf die Zusammenhänge des Konflikts gegenüber Rußland, den Konfikt in der Ukraine und den Krieg in Syrien und im Yemen. Aber es trifft auch für andere Themenbereiche der Außen- und Innenpolitik zu.

Wir empfehlen deshalb, sich über die herkömmlichen Medien hinaus, umfassender zu informieren. Dazu hier ein Link zu einer Seite mit unseren Empfehlungen.

Jeweils am Freitagabend findet im COOP Anti-War Cafe eine Jam-Session unter dem Titel Soundstrike NO-WAR-ART – Frieden mit Russland statt.

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25. Mai 2017

18+ House of Cards: „Wir unterwerfen uns dem Terror nicht, wir sind die Quelle des Terrors!“ – Fiktion oder Realität?

25. Mai 2017

Historiker u. Autor Wolfgang Effenberger über die erste Auslandsreise von US-Präsident Donald Trump – Teufel und Beelzebub? Trump und der Islam

 

Laut Papst Franziskus, den Trump gerade besucht hat,  ist eine Art dritter Weltkrieg im Gang. Mit vielen Verrenkungen arbeitet Trump wahrscheinlich an der Zurückdrängung dieser fatalen, nicht zuletzt gegen Russland gerichteten Entwicklung.

http://pwlasowa.blogspot.ch/2017/05/trump-und-der-islam-teufel-und.html

25. Mai 2017

Grundrechte-Report: Wider ein „Supergrundrecht“ Sicherheit (heise.de)

Der „alternative Verfassungsschutzbericht“ liefert laut dem Journalisten „eine erschreckende Chronik der Einschränkung von Bürger- und Menschenrechten“ in Zeiten, in denen vor allem die Innenminister den Datenschutz als „schön“ bezeichnen, dem vermeintlichen „Supergrundrecht“ Sicherheit aber Vorrang einräumen, die Polizeien und Geheimdienste massiv aufrüsten und Datentöpfe überall erschließen. Restle appellierte an den Gesetzgeber, „die Werteordnung unserer Verfassung nicht aus dem Blick zu verlieren“. Der Kampf um die Grundrechte müsse in diesem Land neu aufgenommen werden.
Breiten Raum nehmen in dem Band mit 41 Beiträgen neben der Flüchtlingspolitik die zahlreichen neuen Gesetze ein, mit denen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das Fernmeldegeheimnisses sowie andere rechtsstaatliche Grundprinzipien weiter in Namen vor allem der Terrorbekämpfung eingeschränkt werden. Beleuchtet wird etwa das Kfz-Kennzeichenscanning, die neue Vorratsdatenspeicherung, die Überwachungspraxis des Bundesnachrichtendiensts (BND), „Racial Profiling“ bei der Bundespolizei oder das Verbot der Ausgabe anonymer Prepaidkarten für Mobiltelefone. In den Vorjahren stand das „Wettrüsten im Informationskrieg der Geheimdienste“ immer wieder im Vordergrund.
Da sGG ist von seiner Struktur her als Abwehrrecht des Bürgers gegen Eingriffe des Staates konzipiert. Der Freiheit des Bürgers wurde also ein großes Gewicht zugemessen.
Leider setzt sich aber der Gesetzgeber immer mehr über diesen Anspruch hinweg und ändert einen Artikel nach dem anderen.

Unsere Regierungspolitiker entscheiden nicht verstärkt „für die Sicherheit“, sie entscheiden vielmehr gegen Freiheit und für die Einschränkung von Grundrechten.
Würden Regierungspolitiker „für die Sicherheit“ entscheiden wollen, gäbe es jede Menge vermeidbare vorzeitige Todesarten, die viel viel mehr Leben kosten als „Terrorismus“.
Allein eine Entscheidung für die Sicherheit vor NOx Vergiftung (durch konsequent überprüfte Emissionsgrenzwerte) könnte hundert mal mehr Menschen in Deutschland vor einem vorzeitigen Tod bewahren, als das komplette Anti-Terror-Theater, dass nur als willkommener Anlass für die Einschränkung von Freiheiten dient.

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https://www.heise.de/newsticker/meldung/Grundrechte-Report-Wider-ein-Supergrundrecht-Sicherheit-3723179.html

25. Mai 2017

Anschlag in Manchester Routinen des Terrors – Leitartikel in der Frankfurter Rundschau

….schlimmste Begleiterscheinung der „Sicherheitspolitik“ besteht seit Jahren darin, dass aus dem Blick gerät, was jenseits des Drehens an der gesetzlichen Repressionsmaschine zu tun wäre gegen den Terror – womöglich mit größeren Aussichten auf Erfolg.

…..immer offensichtlicher, dass Amri seine Tat nicht wegen irgendwelcher Gesetzeslücken verüben konnte, sondern wegen eines eklatanten Behörden-, letztlich Staatsversagens. Und nicht viel anders sieht der Befund aus, der (mit einiger Verspätung) zum rechtsextremen Terror des NSU getroffen werden musste.

weiter:

http://www.fr.de/politik/meinung/leitartikel/anschlag-in-manchester-routinen-des-terrors-a-1284406

25. Mai 2017

Wie Deutschland in aller Stille eine EU-Armee unter seiner Befehlshoheit aufbaut (RTdeutsch)

Deutschland, Rumänien und Tschechien haben ohne großen medialen Widerhall einen radikalen Schritt hin zur Etablierung einer EU-Armee getätigt: Sie gaben die Integration ihrer Streitkräfte bekannt. Die skandinavischen Streitkräfte sollen folgen.

weiter:

https://deutsch.rt.com/inland/51110-wie-deutschland-in-aller-stille-eu-armee-aufbaut/#.WSSTglkIaOM.twitter

25. Mai 2017

Südamerika: Die neoliberale Reconquista – von Wolf Gauer, São Paulo* (ossietzky.net)

Die Methodik des chilenischen Militärregimes perfektionierte diejenige der Militärdiktaturen Brasiliens (1964 –1985), Uruguays (1973 –1985) und Argentiniens (1976 –1983), alle in enger Abstimmung mit den USA. Vor allem bei der Durchsetzung der gesellschaftspolitischen Ziele und der Nichtachtung der Interessen der eigenen Bevölkerung. Nach Pinochet kehrten zwar Chiles zivile Mitte-Links-Regierungen zum demokratischen Ritual zurück, nahmen aber  – und nehmen weiterhin  – sozial-regressive Strukturveränderungen vor, die später auch in den als links geltenden Staaten des Kontinents durchgesetzt werden sollten. Beispielsweise in Argentinien nach der »Erledigung« des »kirchnerismo« (August 2015) und in Brasilien nach dem parlamentarischen Putsch gegen die Präsidentin Dilma Vana Rousseff am 17. April 2016. Nur wenige Länder widerstehen noch der Sozialdemontage und ihren US-gesteuerten Strategen: Bolivien, einstweilen erfolgreich, Ecuador mit ungewisser und Venezuela ohne jede Prognose.

Es geht dabei grundsätzlich um weniger Staat und weniger Souveränität. Um den Abbau öffentlich-sozialer Verantwortlichkeit, um die Einbindung des jeweiligen nationalen Marktes, der nationalen Ressourcen, der Produktions- und Streitkräfte in die globalen Netze und neokolonialistischen Konstrukte der USA und EU. Letztere firmieren meist unter einem Etikett wie »Freihandel«, »Verteidigungsorganisation« oder nett und verlogen »Partnerschaft«. Des Weiteren werden militärische Standorte angestrebt, die Neutralisierung kultureller Eigenständigkeit und die Angleichung der jeweiligen Verbrauchergewohnheiten an diejenigen der imperialistischen Zentren.

den kompletten Artikel lesen

http://www.ossietzky.net/9-2017&textfile=3929

 

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