Kein Kriegskirchen-Tag? – Deutsche Eintracht wie in alten Zeiten: Militärbischof als Liturge – Militärministerin als Predigerin (heise.de)

Mit gutem Beispiel voran geht die „Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden“ (EAK), deren Bundesvorsitzender Dr. Christoph Münchow ein geistlich-weltliches Kirchentagsereignis der besonderen Art kritisiert. Bei einem Soldatengottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche soll der deutsche Militärbischof Dr. Sigurd Rink am Freitag den 26. Mai 2017 um 11.30 Uhr die Liturgie leiten, während die deutsche Militärministerin Ursula von der Leyen das Amt der Predigerin übernimmt. Eine solche „nicht hinnehmbare Vermischung von geistlichem und weltlichem Amt“ könne als „Vitalisierung der Verbindung von Thron und Altar gewertet werden“ und „gebe einen zusätzlichen Auftrieb für die immer wieder kolportierte Meinung, dass die Kirche die Waffen segne“.

Der Theologe Horst Scheffler, selbst ehemaliger Militärseelsorger und heute Vorsitzender der evangelischen „Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden“ (AGDF), schließt sich der EAK-Kritik ausdrücklich an. – Berthold Keunecke, Vorsitzender des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes, hat bereits am 10. April in einer Pressemitteilung das Wiederaufleben staatskirchlicher Liturgie-Traditionen beklagt: „Gottesdienste sind dem Friedensauftrag Jesu verpflichtet und damit keine Bühne für die Verfechter der Militärpolitik.“ Nicht Unterstützung für die PR der Ministerin sei Sache der Kirche, sondern eine starke Offensive „für den Einsatz gewaltfreier Methoden“.

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