Nach Vorwürfen über angebliche Krematorien: Israelischer Minister will Assad ermorden lassen (RTdeutsch)

16.05.2017

„Die Zeit ist gekommen, Assad zu töten.“ Kurz vor Trumps Besuch in Israel verschärft sich der Ton gegen Syrien. Israel erhofft sich von Trump Hilfe gegen Assad und den Iran. Die US-Regierung schockiert Israel unterdessen mit einer Aussage zur Klagemauer.

Yoav Gallant, pensionierter Generalmajor und derzeitiger Minister für Wohnungsbau, forderte eine gezielte Tötung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad als Lösung für Syrien und die Sicherheit Israels. Die Aussage folgte in Reaktion auf neue Anschuldigungen gegen Assads Regierung.

Israel und die USA machen diese für den Bau eines Krematoriums neben dem Militärgefängnis Saydnaya außerhalb von Damaskus verantwortlich, welches helfen solle, Massenmorde zu kaschieren. US-Regierungskreise hatten diesen Vorwurf nach Angaben der New York Times unter Berufung auf Satellitenaufnahmen erhoben.

Aufnahmen stammen aus 2013 – Menschenrechtsgruppen zeigen sich überrascht

Die syrische Regierung bestreitet die Anschuldigungen. Auch Menschenrechtsgruppen und UN-Untersuchungseinrichtungen zeigten sich von den Vorwürfen überrascht und warnten vor voreiligen Schlüssen. Die Aufnahmen seien bereits 2013 angefertigt worden.

Yoav Gallant zog dagegen einen Vergleich zwischen Assad und dem Hitler-Regime.

Die Aussage Gallants erfolgte während einer Militärkonferenz am Dienstag:

Die derzeitige reale Situation in Syrien, in der sie Menschen exekutieren, Chemieangriffe gegen sie ausführen und als letzte extreme Maßnahme ihre Körper verbrennen – etwas, das wir in 70 Jahren nicht gesehen haben – überschreitet eine rote Linie. Meiner Meinung nach ist es Zeit, Assad zu eliminieren.

Auf die Nachfrage, wer diese Tat verüben sollte, hatte Gallant keine Antwort.

Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/50713-israelischer-minister-will-assad-ermorden-lassen/

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