Die USA und Donald Trump – Zurück zur „Normalität“?

Abgesehen von kleinen Aktionen unermüdlicher Antikriegsaktivisten gab es in den USA keinen nennenswerten Protest gegen den Regime-Change Terror, den Obama während seiner gesamten achtjährigen Amtszeit gegen mehrheitlich muslimische Länder führte.

Als Trump seine Einreiserestriktionen für Menschen aus einigen – mehrheitlich muslimischen – Ländern ankündigte, entdeckten plötzlich Hunderttausende ihre „Solidarität mit Muslimen“ und gingen auf die Straßen.

Nur ein paar Hundert unermüdlicher US-Friedensaktivisten protestierten gegen den von Trump angeordneten Raketenangriff auf den syrischen Flughafen. Wo sind die Hunderttausende „Anti-Trump“ Protestierer geblieben? Es zeigt sich eben: Protest gegen US-Aggressionen ist natürlich nicht im Sinne des neoliberalen Establishment, das ganz wesentlich die „Anti-Trump“ Demonstrationen organisierte und finanzierte.

Hat Trump kapituliert vor dem geballten Druck aus dem „Tiefen Staat“ mit seinem parteiübergreifenden Kriegsestablishment? Will er mit einer Terrorgeste beweisen, dass er genauso gut kann wie die Präsidenten vor ihm? Derzeit wird über diese Fragen viel spekuliert. Zunächst erntet er jedenfalls parteiübergreifendes Lob in Washington, wird aber bereits angefeuert, dass diese Geste noch lange nicht genügt. Ein US-Präsident, der etwas ausscheren wollte, muss schnell lernen, dass dies die „Normalität“ des US-Imperialismus nicht zulassen kann. Und eine Massenbewegung von Millionen US-Amerikanern, wie sie gegen die Trump-Präsidentschaft oganisiert worden war, ist gegen US-Militäraggressionen nirgendwo am Horizont.

(Doris Pumphrey, 9.4.2017)

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