Altkanzler Gerhard Schröder im Spiegel- Interview: Merkels Russland Hetze und die Kriegstreiber-Politik gehen zu weit

In einem Interview mit dem SPIEGEL verurteilte Altkanzler Gerhard Schröder den Russlandkurs der amtierenden Bundeskanzlerin im Zuge der Ukraine-Krise aufs Schärfste und sagte, dass er für Russlands außenpolitische Sorgen Verständnis habe und dass es absolut keinen Grund dafür gäbe sich vor einer möglichen Bedrohung Russlands in Osteuropa zu fürchten.

Schröder sagte weiter, er kenne „niemanden, auch nicht in Russland, der so verrückt wäre, es auch nur in Erwägung zu ziehen, die territoriale Integrität Polens oder der baltischen Staaten infrage zu stellen.” Er betonte: „Mit dem Ende der Sowjetunion hat der Warschauer Pakt aufgehört zu existieren, während die NATO nicht nur weiterbestand, sondern sich erheblich nach Osten ausgedehnt hat.”

Den Ausschluss Russlands aus der G8 Gruppe verurteilte Schröder ebenfalls scharf, denn „gerade in der Krise sind Gespräche zwingend erforderlich.”

Den Krim-Beitritt zu Russland nannte er zwar „einen Verstoß gegen das Völkerrecht“, aber Befürchtungen vor weiteren „Anschlüssen“ wären unangebracht, denn Wladimir Putin erkenne die Ukraine als „selbstständigen Staat“ an.

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