US-Aussenminister Tillerson nach schwierigen Gesprächen in der Türkei: Zukunft des syrischen Präsidenten Assad liegt in der Hand des syrischen Volkes.

Die Türkei ist der Schlüsselpartner der USA bei den Stabilisierungsbemühungen im Kampf gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“. Das erklärte der US-amerikanische Außenminister Rex Tillerson in der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Çavuşoğlu. Tillerson betonte, dass Washington und Ankara eine Reihe von „schwierigen Entscheidungen“ bei der Terrorbekämpfung in Syrien treffen werden müssen, meldet AP.

Es wurden mögliche gemeinsame Schritte im Kampf gegen die Kämpfer des „Islamischen Staates“ und anderer Terrormilizen besprochen. Die Unterredung dauerte zwei Stunden. Der Schwerpunkt war u.a das Problem der Auslieferung Fethullah Gülens.

Der türkische Aussenminister Çavuşoğlu kritisierte die Zusammenarbeit der USA mit den syrischen Kurden und „Rassismus“ der USA hinsichtlich der Türkei.

Am Mittwoch hatte der Nationale Sicherheitsrat in Ankara die türkische Militärintervention in Syrien offiziell für beendet erklärt.

Der türkische Aussenminister betonte, er habe geäussert, dass die Kooperation der USA mit den Kurden „nicht richtig“ sei. Die Haltung der USA ärgere die Regierung, belaste die Beziehungen und verschlechtere das Ansehen der USA in der türkischen Bevölkerung.

Tillerson betonte, die Zukunft des syrischen Präsidenten Assad liege in der Hand des syrischen Volkes. Die Forderung der Obama-Regierung nach einem Rücktritt Assads wiederholte er nicht. Die Türkei unterstützt aber seit Jahren auf den Sturz des syrischen Staatschefs und unterstützte lange Zeit Djihadisten, die über die Türkei zum Kampf nach Syrien über die Grenze gingen.

Der US-amerikanische Chefdiplomat sprach von „schwierigen Optionen“ für die beiden Länder. Cavusoglu erklärte: Nur „konkrete Schritte“ könnten das bilaterale Verhältnis wieder in die Spur bringen.

Ausserdem hatte die US-Botschafterin bei der UN, Nikki Haley gegenüber Journalisten erklärt: „Unsere Priorität ist es nicht länger, hier zu sitzen und uns darauf zu konzentrieren, den syrischen Präsidenten Assad des Amtes zu entheben. Unsere Priorität ist es, zu sehen, wie wir etwas erreichen können, mit wem wir arbeiten können, um eine Änderung, um Veränderungen in Syrien herbeizuführen.“

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