„Beschäftigungstherapie für Feinde“: Warum Krieg in Syrien Israel mehr nützt als Frieden (RTdeutsch)

Israels Luftwaffe greift in Syrien die Hisbollah und schiitische Verbündete Assads an. Russische Mahnungen werden überhört. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Solange Hisbollah, Assad und Sunnitenmilizen einander in Schach halten, hat Israel seine Ruhe.

Zum Artikel: https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/48173-warum-israel-am-syrienkrieg-interessiert-ist/

 

Auszug:

Tatsache ist, dass eine Fortdauer des Krieges in Syrien Israel zumindest indirekt zupasskommt. Daher wird Jerusalem auch gemäß seinen Möglichkeiten versuchen, den Status quo aufrechtzuerhalten. Die Handlungen Israels sind dabei nicht gegen Baschar al-Assad gerichtet, sondern abstrakt gegen eine Normalisierung der Situation in Syrien.

Im dortigen Krieg bekämpfen einander vorwiegend Kräfte, die entweder – wie die syrische Regierung – schon seit Jahrzehnten im formalen Kriegszustand mit Syrien stehen, oder Milizen, die entweder wie Hisbollah eine aktuelle oder wie die sunnitischen Terrormilizen eine künftige Gefahr für das Land darstellen. Die Überlegung lautet: Solange unsere Feinde einander gegenseitig bekämpfen, werden sie uns nicht bekämpfen.

„Israel ist sehr daran interessiert, dass sich der schiitisch-sunnitische Kampf fortsetzt und seine Feinde sich auf diese Weise gegenseitig vernichten. Solange dieser Konflikt nicht beendet ist, braucht Israel nichts zu befürchten. Die israelische Luftwaffe greift die schiitischen Truppen dort an, wo sie am Gewinnen sind. Dies gleicht die Chancen der Feinde aus und der Krieg setzt sich fort“, schlussfolgerte Balmasow.

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