Atomwaffen Russland

https://de.sputniknews.com/politik/20170323315008943-lawrow-atom-abruestung-probleme/ 23.03.2017

Lawrow: Selbst vollständige Atomabrüstung kann Probleme nicht lösen

Die vollständige Liquidierung der Atomwaffenarsenale wird die damit verbundenen Probleme nicht aus der Welt schaffen können, die Zeit hierfür ist noch nicht gekommen. Dies erklärte Außenminister Sergej Lawrow laut Medienberichten am Donnerstag in der Militärakademie des Generalstabs der russischen Streitkräfte.

Lawrow verwies darauf, dass Russland bereit sei, eine weitere Reduzierung der Atomwaffenpotentiale zu erörtern. Allerdings müssten hierbei alle Faktoren berücksichtigt werden, die die strategische Stabilität beeinflussen.

Im September 2016 hieß es aus dem russischen Außenministerium, die Perspektiven für die Fortsetzung des Abbaus der Atomwaffenarsenale hingen „von der strategischen Lage“ ab, deren Entwicklungstendenzen „nicht sehr hoffnungsvoll“ seien.

Ex-US-Präsident Barack Obama hatte auf seiner Abschieds-Pressekonferenz am 18. Januar erklärt, dass Russland seine Atomwaffenarsenale angeblich nicht reduzieren wolle. Damit reagierte er auf die Äußerung seines Nachfolgers Donald Trump, die Russland-Sanktionen nach einer Einigung beider Länder über die Verringerung ihrer Atomwaffenarsenale eventuell aufzuheben.

Am 19. Januar erwiderte daraufhin Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, dass Moskau „stets für einen proportionalen und gerechten Prozess der atomaren Abrüstung eingetreten“ sei.

Später erläuterte Peskow in einem Interview für den TV-Sender „Rossija 1“, dass Russland und die USA unterschiedliche „Kompositionen der Atomstreitkräfte“ hätten, weshalb Gespräche von einer „symmetrischen Reduzierung fehl am Platz“ seien. Eine derartige Reduzierung könnte ihm zufolge zu einer Störung der atomaren Parität und Eindämmung führen.

 

https://de.sputniknews.com/politik/20170323315012672-putin-atom-streitkraefte-neue-bewafffnung/ 23.03.2017

Putin: Strategische Atomstreitkräfte bis 2020 mit 90 Prozent neuer Bewaffnung

Die strategischen Atomstreitkräfte Russlands werden vorrangig mit neuen Waffen ausgerüstet. Bis Ende 2020 soll ihr Anteil in diesen Truppen bis zu 90 Prozent betragen. Dies teilte Präsident Wladimir Putin am Donnerstag bei der Vorstellung von Offizieren, die künftig Führungsposten besetzen sollen, mit.

„Wir werden das Verteidigungspotential des Landes auch weiterhin entwickeln und alle Waffengattungen mit Waffen und Technik der neuen Generation ausrüsten. In erster Linie betrifft dies die strategischen Atomstreitkräfte“, versicherte der Präsident.

Wie er ferner mitteilte, „soll der Ausrüstungsstand mit modernen Waffen bis Ende 2020  ca. 60 Prozent übersteigen und nach einzelnen Parametern sogar 90 Prozent erreichen“.

Seinerseits erklärte der Chef der Operativen Hauptabteilung im Generalstab der russischen Streitkräfte, Generalleutnant Sergej Rudskoi, bei dieser Zeremonie, dass „die Umrüstung der Truppen auf neue Muster der Militärtechnik nach Plan verläuft“. „Die strategischen Atomstreitkräfte werden auf einem Stand gehalten, der es erlaubt, die Aufgaben der atomaren Eindämmung gebührend zu erfüllen“, ergänzte Rudskoi.

Ihm zufolge sind die „mit den modernsten Mitteln der Aufklärung, Vernichtung und Truppenlenkung ausgestatteten Streitkräfte fähig, nicht nur den existierenden, sondern auch den künftigen militärischen Bedrohungen zu widerstehen“.

Er teilte außerdem mit, dass sich der Generalstab der russischen Streitkräfte im Rahmen der strategischen Planung darauf konzentriere, die Truppen im Westen, Südwesten und in den Polargebieten des Landes zu verstärken.

„Seine Hauptbemühungen konzentriert der Generalstab auf die Erhöhung der Kampfmöglichkeiten, der Möglichkeiten der Streitkräfte, auf die Entfaltung und Verstärkung der Truppengruppierungen in der westlichen, südwestlichen und arktischen strategischen Richtung“, sagte Generalleutnant Rudskoi.

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