Zum 100. Geburtstag des berühmten Donetsk-Fotografen Yevgeny Khaldei – „Fotograf des Sieges über den Faschismus“

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Yevgeny Khaldei wurde im März 1917 in Donezk geboren – inmitten der revolutionären Umwälzungen. Sehr bald wurde seine Familie zum Opfer des antisemitischen Pogroms.

Im März 1918 eroberten deutsche Kaisertruppen und die Truppen der Marionettenregierung der ukrainischen Nationalisten die stadt Donezk: Yevgenys Mutter und Großvater wurden während des Pogroms ermordet. Aber seine Mutter schaffte es, ihr ein Jahr altes Kind mit ihrem Körper zu schützen. Die Kugel, welche seine Mutter umbrachte – verwundete auch das Kind. Die Kugel steckte in seiner Brust.

Der Junge wurde von einem örtlichen Arzt gerettet, der zwei Monate lang um sein Leben kämpfte. Seit seiner Kindheit war Yevgeny Khaldei von der Fotografie besessen Seine erste Kamera hat Yevgeny im Alter von 11 Jahren aus der Brille seiner Grossmutter und einer Papierkiste zusammengebaut.

Seit er 17 Jahre alt war arbeitete er als Eisenbahnarbeiter in Donezk und fotografierte bereits für die örtliche Gewerkschaftspresse. Seine Bilderserie von Donezk-Bergleuten und Eisenbahnern brachte die sowjetische Nachrichtenagentur TASS dazu, den 19-jährigen als Fotoreporter zu engagieren.

1941 wurden sein Vater und drei Schwestern von Nazis während des Holocaust ermordet. Yevgeny Khaldei durchlebte den 2. Weltkrieg zusammen mit seiner Leika-Kamera, mit der er viele ikonenhafte Bilder machte – und den Höhepunkt seiner Karriere erreichte er mit dem berühmten Foto der roten Fahne über den Reichstag im Jahr 1945.

Donezk-Rebellen haben heute eine Ausstellung zu seinen Ehren eröffnet, einen Poststempel eingeführt und eine Reihe von Veranstaltungen eröffnet, um den 100. Geburtstag von Yevgeny Khaldei zu feiern – der „Fotograf des Sieges über den Faschismus“.

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