Trump und Putin arbeiten diskret an Neuordnung im Nahen Osten

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/03/12/trump-und-putin-arbeiten-diskret-an-neuordnung-im-nahen-osten/

12.03.17

Russland und die USA verändern die Gleichgewichte im Nahen Osten. Sie machen das geschickt über Bande und nehmen sich die Türkei und Israel zur Brust – zwei Schlüsselstaaten im Hinblick auf Sicherheit und Energiepolitik.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat in der vergangenen Woche den israelischen Premier Benjamin Netanjahu und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Moskau empfangen. Die Gespräche drehten sich um die bilateralen Handels- und Energiebeziehungen. Doch das Hauptthema war die Syrien-Krise. Seit Russland seine Truppen im Jahr 2015 nach Syrien entsandt hat, ist das russische Profil im Nahen Osten sichtbar gestiegen. Jenseits des syrischen Schlachtfeldes spielt Moskau effektiv in einer Reihe von Streitigkeiten in der Region eine Rolle, analysiert der US-Informationsdienst Stratfor in einer Analyse.

Russland ist in Libyen und im israelisch-palästinensischen Konflikt ein Faktor geworden – nicht nur mit dem Ziel, eine Lösung zu erreichen, sondern sicher auch in der Absicht, seinen Einfluss auf die politischen Führer der Region zu stärken. Ägypten möchte russische Investitionen anziehen und russische Touristen gewinnen. Syrien und Iran sind ebenfalls Verbündete. Wenn Russland nicht eingegriffen hätte, wäre Syrien heute von den internationalen und islamistischen Söldnern zerstört

Es sind nun Israel und die Türkei, die in der Syrien-Krise um Russlands Unterstützung buhlen.(…)

(…)

Bisher hatte Israel immer auf die USA gesetzt. Das schien auch mit dem Amtsantritt von Donald Trump so zu werden. Doch Trump hatte bereits während des Wahlkampfes Signale auch an die Palästinenser gesandt, dass er einen Frieden im Nahen Osten erreichen will. Die sprunghaft erscheinende Nahost-Politik von US-Präsident Donald Trump hat den israelischen Premier Benjamin Netanjahu nach seiner Rückkehr aus Moskau erneut verunsichert.

Trump hatte nämlich völlig überraschend Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas nach Washington eingeladen. Der Besuch im Weißen Haus sei „sehr bald“ vorgesehen, sagte ein Abbas-Sprecher nach einem Telefonat der beiden Politiker am Freitag. Trump habe bei der Einladung betont, dass er hinter dem Nahost-Friedensprozess stehe. (…)

(…)

Die Russen wiederum haben Netanjahu auch eine Mahnung mit auf den Weg gegeben: Als Netanjahu in Moskau dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aus Anlass des Purim-Festes in Anspielung an den Iran die Geschichte erzählte, dass die Perser die Juden schon vor 2500 Jahren auslöschen wollten, sagte Putin laut Times of Israel lediglich kühl, Netanjahu möge sich der Gegenwart zuwenden, die Zeiten hätten sich geändert.

ganze Artikel hier: http://bit.ly/2nwORqt

 

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: