Archive for März 7th, 2017

7. März 2017

Bürger Syriens über die Rolle der Türkei, die Genfer Gespräche und den Weg zum Frieden im Mittleren Osten – Von Karin Leukefeld, Damaskus (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/306745.eine-berg-und-talfahrt.html

Eine Berg- und Talfahrt

Bürger Syriens über die Rolle der Türkei, die Genfer Gespräche und den Weg zum Frieden im Mittleren Osten: Eindrücke aus Damaskus

Von Karin Leukefeld, Damaskus

Es ist Frühling geworden in Damaskus. Erstmals nach dem harten Winter spenden die Sonnenstrahlen fast den ganzen Tag Wärme. An den Eukalyptusbäumen sprießen neue Blätter hervor, die Menschen strömen in die Parks. Unterhalb des Gipfels vom Damaszener Hausberg Kassiun spannt sich ein hellgrüner Teppich aus frischem Gras wie ein Band zwischen den eng aneinander gebauten kleinen Häusern.

Im Winter sei es besonders schwer gewesen, erzählt der aus Afrin stammende Kurde Hanan, der in einem der obersten Wohnviertel auf dem Kassiun lebt. Sein Sohn verdient mittlerweile etwas Geld in einem Textilgeschäft, so dass er die Familie unterstützen kann. Zum Glück müsse er sich keine Sorgen machen, dass sein Sohn von der Militärpolizei festgenommen werden könnte. Weil er der einzige Sohn der Familie ist, ist er vom Militärdienst befreit, erzählt Hanan. Trotz des Krieges werde dieses Gesetz streng eingehalten.

Für Kurden in Syrien ist die Entwicklung eine Berg- und Talfahrt. »Heute geht es gut, morgen wieder bergab«, beschreibt S. aus Bulbul (bei Afrin) die Lage. Vor einer Woche war er in seinem Heimatdorf, um die Verwandten zu besuchen. Das Dorf liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt, wo es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Gefechten zwischen der türkischen Armee und Einheiten der kurdischen Volksverteidigungskräfte (YPG/YPJ) gekommen war. Gemeinsam mit anderen Dorfbewohnern fuhr S. mit seinem Onkel zu den Olivenhainen des Dorfes, die unmittelbar an die Türkei grenzen. Dort sahen sie, wie ein Bagger, der aus der Türkei herübergekommen war, quer durch die Olivenhaine eine breite Schneise schlug. S. fotografierte, verborgen hinter großen Kakteen, das Geschehen – doch die türkischen Arbeiter sahen sie und riefen, sie wollten keinen Kampf. Die Türkei wolle dort eine Mauer bauen, erklärte man ihnen. »Und oben auf die Mauer kommt Stacheldraht«, berichtet S.

Der Landraub erinnert an das israelische Vorgehen in der palästinensischen Westbank. Ebenso wie Israel behauptet die Türkei, mit der Mauer »Terror« abwehren zu müssen. 511 Kilometer lang soll der Wall werden, der streckenweise weite Teile syrischen Territoriums abschneidet. Die Bauern von Bulbul fällten die Olivenbäume, die ihnen bislang jährlich bis zu 200 US-Dollar eingebracht hatten. »So können wir das Holz noch nutzen oder verkaufen«, erklärt S. die drastische Maßnahme. »Besser, als dass wir den Türken unsere Olivenbäume überlassen.«

Die Genfer Gespräche über eine Lösung des Konflikts in Syrien werden in Damaskus unterschiedlich wahrgenommen. »Ein schlechter Film« sei das, kritisiert der Hotelfachmann Raja G. Niemand in Syrien kenne diese »Opposition«, die in Genf auftrete: »Wie wollen die überhaupt hier Politik machen, die meisten waren seit Jahren nicht mehr in Syrien.«

»Natürlich wollen und müssen wir miteinander reden«, meint dagegen Nabil B., ein pensionierter Agraringenieur. Doch auch er ist von der in Genf vertretenen Opposition nicht überzeugt. »Wenn sie hier das Land übernehmen, werden wir von der Muslimbruderschaft regiert, damit werden wir uns nie einverstanden erklären.«

Der langjährige Präsidentenberater und Vorsitzende der Syrischen Gesellschaft der Vereinten Nationen, George Jabbour bezeichnete die jüngste Gesprächsrunde in Genf als »nicht schlecht«. Die Aussicht auf weitere Gespräche sei wichtig. Fraglich sei, ob der Krieg in Syrien beendet werden könne, ohne »die kurdische Frage« zu lösen, meint der Historiker. Und könne diese Frage nicht nur von allen vier Staaten gemeinsam geklärt werden, in denen die rund 40 Millionen Kurden lebten? »Wir bräuchten eine gemeinsame Konferenz dieser vier Staaten, um die Frage zu lösen«, so Jabbour. Mit der Türkei, die ihre osmanischen Großmachtambitionen offen zur Schau stelle, sei das kaum möglich. Letztlich könne nur eine »Konferenz für Frieden und Sicherheit im Mittleren Osten« die vielfältigen Probleme lösen.

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7. März 2017

Tod in Aleppo als Anklage – in Mossul notwendiges Übel? Experte kritisiert Westen

„Zum ersten Mal finden sich die Europäer, allen voran die Deutschen, inmitten eines Sturms wieder, für den sie mitverantwortlich sind – weil sich ihre Politiker die Sicht Washingtons zu eigen gemacht haben: Assad muss weg.“ Das schreibt der Islamwissenschaftler Michael Lüders im März-Heft der Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik.

Hier: https://de.sputniknews.com/politik/20170307314813682-aleppo-anklage/

7. März 2017

Vault 7: WikiLeaks releases ‚Year Zero‘ largest ever publication on CIA hacking tools

7. März 2017

Congresswoman Tulsi Gabbard: Statement Against Refugee Ban

March 6, 2017
Press Release

Washington, DC—Rep. Tulsi Gabbard (HI-02) released the following statement in response to President Trump’s announcement of a newly revised travel ban:

“True to our history and values as a nation, we have served as a place of refuge to the most vulnerable in the world. We should not be putting in place a blanket ban of refugees, especially when we have actively been fueling the counterproductive regime change wars that have caused them to flee their homes. These people would much rather stay in their homes and live in peace. That’s why we must address the cause of this refugee crisis and end the destructive U.S. policy of counterproductive regime-change wars, as we’ve seen most recently in Iraq, Libya, and now in Syria.”

https://gabbard.house.gov/news/press-releases/rep-tulsi-gabbard-statement-against-refugee-ban

7. März 2017

WikiLeaks startet größte Veröffentlichung von CIA-Geheiminformationen (RTdeutsch)

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat die bisher größte Enthüllung von Geheiminformationen des US-Aufklärungsdienstes CIA unter dem Codenamen „Vault-7“ gestartet. Der erste Teil „Year Zero“ enthält 8.761 Dokumente aus dem CIA-Hauptquartier in Langley, Virginia. Die Enthüllung soll das geheime CIA-Hackingarsenal darstellen, vor allem Schadsoftwares, die gegen Produkte europäischer und US-amerikanischer Unternehmen wie Apple iPhone, Google Android, Microsoft Windows und Samsung eingesetzt werden.

WikiLeaks hat Anfang Januar angekündigt, dass man dieses Jahr noch größere Leaks als 2016 präsentieren werde. Im Vorjahr machte die Enthüllungsplattform vor allem mit Veröffentlichungen aus dem Umfeld hochrangiger Politiker wie Hillary Clinton auf sich aufmerksam. „Wenn Sie denken, 2016 war ein großes Jahr für WikiLeaks, dann wird 2017 Sie umhauen“, twitterte die Leakingplattform, ohne jedoch genaue Hinweise darauf zu geben, was genau man noch in der Hinterhand hält. Der Tweet beinhaltete ebenfalls einen Link zur Spendenseite der Organisation, damit Unterstützer der Seite helfen können, sie „bereit für das Finale“ zu machen.

https://deutsch.rt.com/newsticker/47358-wikileaks-startet-grosste-veroffentlichung-von/

7. März 2017

Wikileaks: CIA entwendet russische Malware und verwendet sie um andere Staaten wie Russland für Cyberattacken verantwortlich zu machen.

Angebliche „Russische“ Hacker sehr wahrscheinlich CIA-Hacker.

Die UMBRAGE-Gruppe der CIA’s Remote Devices Branch sammelt und unterhält eine umfangreiche Bibliothek von Angriffstechniken, von Malware, die in anderen Staaten, einschließlich der Russischen Föderation, produziert wurde und dann vom CIA gestohlen wurde.

Mit UMBRAGE und verwandten Projekten kann die CIA nicht nur die Gesamtzahl der Angriffstypen erhöhen, sondern auch die Attribution falsch verteilen, indem sie „Fingerabdrücke“ der Gruppen hinterlässt, von denen die Angriffstechniken gestohlen wurden.

UMBRAGE-Komponenten umfassen Keylogger, Passwort-Sammlungen, Webcam-Capture, Datenvernichtung, Persistenz, Anti-Virus Programme und vieles mehr.

Jeder wusste es Jetzt haben wir Beweise. „Fingerabdrücke“ sind bedeutungslos.

Quelle: http://russia-insider.com/en/wikileaks-cia-stole-russian-malware-uses-it-misdirect-attribution-cyber-attacks/ri19134

7. März 2017

Neue WikiLeaks-Enthüllungen CIA-Hacker spionieren offenbar von Frankfurt aus

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/wikileaks-enthuellung-vault-7-cia-soll-auch-von-deutschland-aus-spionieren-a-1137580.html Dienstag, 07.03.2017

Regierungshacker machen den Fernseher zur Wanze: WikiLeaks hat Dokumente über die Cyberangriffswerkzeuge des US-Geheimdienstes CIA veröffentlicht. Demnach lanciert die CIA auch von Deutschland aus verdeckte Angriffe im Internet.

7. März 2017

RELEASE: Vault 7 Part 1 „Year Zero“: Inside the CIA’s global hacking force https://wikileaks.org

z2664

7. März 2017

Auf dem Weg zum Hauptquartier (EU erhält militärische Kommandozentrale) German Foreign Policy

Die EU erhält für Operationen ihrer Truppen im Ausland eine militärische Kommandozentrale. Das haben die EU-Außen- und -Verteidigungsmininister am gestrigen Montag beschlossen. Demnach wird eine „Militärische Planungs- und Führungszentrale“ in Brüssel aufgebaut, die im ersten Schritt die Ausbildungseinsätze der EU leiten soll. Bereits jetzt ist im Gespräch, die Aktivitäten der Kommandozentrale auszuweiten. Zwar wird die Bezeichnung „Hauptquartier“ offiziell strikt vermieden, weil mehrere EU-Staaten sich dagegen verwahren, in Konkurrenz zur NATO zu geraten; doch urteilen Beobachter trocken, die Einrichtung der Zentrale laufe faktisch auf die Gründung eines militärischen Hauptquartiers hinaus. Berlin, das schon seit Jahren ein solches Hauptquartier fordert, treibt unterdessen die Verflechtung der europäischen Streitkräfte voran; zugleich fordert Österreichs Außenminister die Aufstellung einer schnellen EU-Krisenreaktionstruppe. Zudem hält die Debatte über europäische Nuklearstreitkräfte an. Erstmals warnt ein Experte, die Militarisierung der EU könne in eine Sackgasse führen: Durch Verflechtung der Streitkräfte entstünden Abhängigkeiten, die faktisch einzelnen EU-Staaten die Vetomacht über EU-Militärinterventionen gebe. Ausweg sei nur eine gewaltige Aufrüstung der Bundeswehr.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59554

7. März 2017

Der scheinheilige Dissens gegen Trump (heise.de)

https://www.heise.de/tp/features/Der-scheinheilige-Dissens-gegen-Trump-3645112.html

  1. März 2017

von Diego Fusaro

Nicht das System ist skandalös, sondern nur die Präsenz eines einzigen Mannes

Zu oft verläuft der Dissens wechselstromartig. Wir empören uns, nicht ohne Grund, über das, was in uns eine natürliche Wutreaktion verursacht, die dann in eine oppositionelle Stellungnahme gipfelt. Dann aber, wenn es ebenso viele gute Gründe für einen Widerspruch und einen energischen Widerstand gäbe, geschieht nichts: Wir nehmen die Geschehnisse einfach still und tatenlos hin.

Oft halten wir Geschehen für selbstverständlich, einfach weil sie erfolgen. Es überwiegt die Gewohnheit, die uns tödlich normal erscheinen lässt, was bei näherer Betrachtung ganz und gar nicht normal ist.

In dieser Hinsicht ist es in der Tat sehr merkwürdig, dass die Amerikaner jetzt erst, also mit Herrn Trump, feststellen, kriminelle Regierungen zu haben. Nur nach dem Aufstieg des „bösen“ Kaisers Trump beginnen die Amerikaner mit einem gewissen Nachdruck zu protestieren: Sie machen Formen des Dissenses geltend.

Selbstverständlich sind viele Proteste durchaus zu begrüßen. Trump – das liegt wohl klar auf der Hand – ist eine Figur, die so wenig vorzeigbar ist, dass wirklich nur Frau Clinton schlimmer gewesen wäre. Doch das ist nicht der Punkt. Der Punkt liegt woanders: Wo waren die amerikanischen Demonstranten, als es um Chile und Nicaragua ging?

Oder um Guantanamo und Abu Ghraib? Warum waren die Raketenexporte unter der Demokratie der Progressisten und Liberalen Clinton und Obama in Ordnung; im Gegensatz zum ausländerfeindlichen, homophoben und sogar populistische Trump? Warum, bitte schön, wurde kein Protest gegen die imperialistische Aggression gegen den Irak von Saddam und Gaddafis Libyen erhoben? Wie lässt sich dieser wechselstromartige Dissens erklären? Ist es Dummheit oder Bösgläubigkeit?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Die Amerikaner widersetzen sich Trump, widersetzen sich aber ganz und gar nicht der imperialistischen, militaristischen und neokolonialistischen US-Politik. Sie widersetzen sich einer einzelnen Person, Herrn Trump.

Ganz so wie zu Berlusconis Zeiten in Italien der Dissens ad personam war. Mehr noch, er diente zur vollen Akzeptanz des gesamten Systems. Nicht das System war skandalös, sondern immer nur die Präsenz eines einzigen Mannes, des Cavaliere Silvio Berlusconi (und jetzt Herrn Trumps).

Die ethischen Bombardierungen, die humanitären Interventionen, der Raketenexport von Demokratie, die Herodes-Massaker von Kindern, die im Namen des Fortschritts bombardiert werden, sind also völlig in Ordnung: Nur dürfen sie nicht vom sexistischen, homophoben und populistischen Herrn Trump durchgeführt werden und nur er darf nicht regieren!

Übersetzung Jenny Perelli  – Diego Fusaro, 1983 in Turin geboren, lehrt Philosophie an der Mailänder Universität. Als unabhängiger Freidenker, intellektueller Dissident, der politisch weder rechts noch links anzusetzen ist, verblüfft er seit geraumer Zeit ganz Italien mit seiner eigenwilligen, neoidealistischen Auslegung des Marxschen Gedanken. In seinen Büchern beschreibt er die Widersprüche des Systems und des Lebens des postmodernen Menschen. Fusaro betreibt die Website filosofico.net.

7. März 2017

Fünf vor acht / Atomwaffen: Nukleare Phantomdiskussion (Die Zeit)

Eine Kolumne von Theo Sommer

„Eine deutsche Atombombe?“, fragt mit ziemlicher Verspätung der „Economist“. Die Debatte ist längst beendet – aus mehreren guten Gründen.

Hier weiter: http://www.zeit.de/politik/2017-03/atomwaffen-deutschland-aufruestung-the-economist-5vor8/komplettansicht

7. März 2017

Europa erwägt eigenes Atomwaffen-Arsenal ohne USA (sputniknews)

07.03.2017

Für den Fall, dass der europäische Kontinent nicht mehr auf den Schutz durch die USA bauen kann, erörtern Europas Politiker einen Plan für ein eigenes Atomwaffen-Programm der Europäischen Union, wie die Zeitung „The New York Times“ (NYT) am Montag berichtet.

Weiterlesen: https://de.sputniknews.com/politik/20170307314802288-eu-atomwaffen-arsenal/

7. März 2017

Kurden / US-Soldaten in Manbidsch / Russland, USA, Türkei Treffen von Generalstabchefs

Gefahr eines kurdischen Bürgerkrieges – ausgefochten mit deutschen Waffen

Kämpfer des Kurdenführers Masud Barzani bedrohen die Jesiden in Sindschar – auch mit deutschen Waffen. Denn die Bundesregierung hatte auch seine Einheiten für den Kampf gegen den IS ausgerüstet. Nun droht ein kurdischer Bürgerkrieg.

Hier: https://deutsch.rt.com/inland/47341-droht-kurdischer-burgerkrieg-mit-deutschen-waffen/

 

Wen US-Soldaten in Manbidsch „beruhigen sollen“ – Pentagon-Sprecher klärt auf

Die US-Streitkräfte haben eine neue Rolle in Syrien übernommen, wie das Portal „Defense News“ berichtet. Nun sollen „kleine Truppen“ einen möglichen Gewaltausbruch unter den zahlreichen Oppositionellen und anderen Kräften im Norden Syriens verhindern.

Hier:https://de.sputniknews.com/panorama/20170307314800536-manbidsch-us-soldaten/

 

Russland, USA, Türkei: Generalstabchefs treffen sich in Antalya

Hier:https://de.sputniknews.com/politik/20170307314800900-russland-usa-und-tuerkei-besprechen-syrien-und-irak-in-antalya/

7. März 2017

USA: Irrationale Russophobie und Emotionaler Extremismus

Der Fall Jeff Sessions: Irrationale Russophobie greift weiter um sich

7.03.2017

Hier: https://deutsch.rt.com/nordamerika/47338-jeff-sessions-russophobie-usa-russland/

 

„Emotionaler Extremismus“: Kreml bedauert US-Hysterie

Die Hysterie, die vom offiziellen Washington und den US-Medien geschürt wird, schadet laut Kremlsprecher Dmitri Peskow den Beziehungen zwischen Russland und den USA.

Hier: https://de.sputniknews.com/politik/20170307314800135-kreml-bedauert-us-hysterie/

 

Donald und der Regime Change von innen

(Fortsetzung von Mathias Bröckers Real Game of Thrones)

Hier: https://www.heise.de/tp/features/Donald-und-der-Regime-Change-von-innen-3644478.html

7. März 2017

Presse-Briefing der Sprecherin des Außenministeriums Russlands, Maria Sacharowa: Zur Entwicklung der Situation in Syrien

Vom 15. bis 16. Februar fand in Astana das zweite Internationale Treffen zu Syrien statt. Eines der wichtigsten Ergebnisse war die Unterzeichnung des Dokuments über eine Gemeinsame Gruppe unter Teilnahme Russlands, der Türkei und Irans auf Expertenebene als Teil eines dreiseitigen Mechanismus zur Kontrolle und Gewährleistung einer vollständigen Aufrechterhaltung des Waffenstillstandes, der am 30. Dezember 2016 ausgerufen wurde.

Wir stellen mit Zufriedenheit fest, dass ein weiteres Treffen in Astana Fortschritte bei der Bestimmung der Bedingungen des Waffenstillstandes ermöglichte, darunter Trennung der Terrororganisationen ISIL, Dschebhat an-Nusra und Gruppierungen der bewaffneten Opposition sowie die Festigung der Vertrauensmaßnahmen und Lösung anderer Aufgaben, die die Aufnahme zwischensyrischer Verhandlungen auf Grundlage der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrats fördern.

Wir schätzen hoch, dass der Astana-Prozess bereits den Anschluss der Vertreter der oppositionellen bewaffneten Gruppierungen, die eine Waffenstillstandsvereinbarung unterzeichneten und bei zwei Treffen in Astana anwesend waren, zu zwischensyrischen Verhandlungen in Genf unter der UN-Schirmherrschaft gewährleistete.

Wir rechnen damit, dass der in dieser Woche bevorstehende Start der Verhandlungen in Genf unter der UN-Schirmherrschaft das Bringen des zwischensyrischen Dialogs aus der gefährlichen sich in die Länge gezogenen Pause ermöglichen wird. Die Bedingung solches Erfolgs ist die Gewährleistung der umfassenden Repräsentanz der syrischen Opposition, wie dies die Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrats eindeutig erfordert. Jede Versuche, sich auf die Interessen jener zu richten, die nicht den Frieden und Einheit Syriens wollen, werden negativ die Stabilität und Ergebnisse des politischen Prozesses beeinflussen.

Die Situation in Syrien, wenn man über die Kampfhandlungen spricht, hat sich nicht bedeutend geändert. Eins schwierige militärpolitische Lage entsteht in den Provinzen Aleppo, Homs, Deraa.

Am 20. Februar, bei der Explosion eines ferngesteuerten Sprengkopfes unter einem Auto in einer Militärtechnikkolonne, die aus der Gegend nahe Flughafen Tijas in Richtung Homs fuhr, kamen vier russische Militärs ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Wir drücken tiefes Beileid an die Familien und Angehörigen der Verstorbenen, wünschen schnellste Genesung den Verletzten.

Die Streitkräfte der Russischen Föderation werden weiter Hilfe an die Regierungsarmee Syriens beim Kampf gegen Terroristen des ISIL und Dschebhat an-Nusra leisten. Russische Militäringenieure schlossen die Entschärfung der Sprengköpfe in Aleppo ab. Zudem wurde die erste Gruppe der syrischen Minenräumer zum Minenräumen in entsprechenden Regionen ausgebildet.

Äußerst schwer bleibt die Situation in Daraa im Süden Syriens. Die unter der Schirmherrschaft der so genannten „Organisation für Befreiung von Levante“ handelnden Gruppierungen mit der ehemaligen al-Nusra-Front an der Spitze versuchen nach wie vor, die syrischen Regierungstruppen aus dem Wohnviertel Manschiya zu verdrängen. Die Kämpfer der Gruppierung Dschabhat Fath asch-Scham (der neue Name der al-Nusra-Front) haben mehrere Wohnviertel Daraas einem Raketenbeschuss ausgesetzt. Dabei wurden mehrere Menschen getötet und verletzt. Ein in dieser Gegend liegendes Krankenhaus wurde schwer beschädigt.

Beunruhigend sind die Berichte über die Pläne der „Organisation für Befreiung Levantes“, in einem Monat die Bildung eines neuen, schon zweiten IS-Kalifats im Süden der Provinz Idlib und im Norden der Provinz Hama zu verkünden. (Das erste IS-„Kalifat“ liegt in Rakka.) Eine solche territoriale Einheit wird mit der „Islam-Lehre“ gedeckt. Wir alle verstehen aber sehr gut, dass diese Versuche mit dem wahren Islam nichts zu tun haben, doch leider gehen ausgerechnet unter diesem Vorwand äußerst beunruhigende Prozesse vor. Wie gesagt, diese territoriale Einheit wäre in Wahrheit eine weitere Stütze der Kräfte, die unter dem Vorwand der Islam-Lehre den Terror und die Gewalt propagieren.
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Zu Massengräbern und zu Fakten der Verminung von Wohnhäusern und Infrastrukturobjekten durch Terroristen in Ost-Aleppo
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Wir verwiesen öfter unseren westlichen Partnern – offen und bei bilateralen Kontakten – darauf, dass die Kräfte, die erst vor kurzem Ost-Aleppo kontrolliert hatten, in Wahrheit keine „gemäßigten“ Oppositionellen, sondern größtenteils Terroristen sind. Leider wurden aber unsere Hinweise übersehen bzw. ignoriert.

Inzwischen gibt es immer neue Beweise dafür, dass wir in dieser Hinsicht Recht hatten.

Nach der Befreiung Ost-Aleppos von terroristischen Formationen wurden in vielen Orten Massengräber von syrischen Soldaten, Volksheerkämpfern und Zivilisten entdeckt. Die meisten Opfer (insgesamt 60 Leichname) wurden am 23. Dezember 2016 im Keller der Muhaddasa-Schule (Bezirk Suhari) aufgefunden. Auf 21 Leichnamen gab es Spuren von Folgerungen. Einige von ihnen waren enthauptet. Einige andere wurden mit Kopfschüssen getötet.

Am 17. Januar entdeckten Spezialisten des russischen Internationalen Entminungszentrums im Hof eines verminten Schulhauses im Bezirk Al-Kilyasa, wo zuvor ein Stützpunkt der Terroristen gelegen hatte, mehrere gefesselte Leichname von Männern in ziviler Kleidung.

Bei der Minenräumung in Ost-Aleppo stellten russische Militärs fest, dass Terroristen die Umgebung von vielen Wohnhäusern und Infrastrukturobjekten vermint hatten. In einigen Fällen waren Sprengsätze als Kinderspielzeuge getarnt.

Darüber hinaus lagen viele Munitionslager und Werkstätten, wo Sprengsätze und Giftstoffe hergestellt wurden, in Kellern von Schulen und Wohnhäusern. Wie Sie verstehen, hätte das zu zahlreichen Menschenopfern führen können, falls die Sprengsätze, die die Terroristen dort gelassen hatten, explodiert hätten.

Bis zum 7. Februar 2017 haben die Experten des russischen Internationalen Entminungszentrums in Aleppo ein Territorium von 2780 Hektar überprüft und insgesamt 4253 Häuser, darunter 248 soziale Objekte (Schulen, Krankenhäuser, Moscheen, Stromstationen usw.) von Minen befreit. Es wurden 35 412 explosionsgefährliche Gegenstände, 20 174 selbstgebastelte Sprengsätze unschädlich gemacht.

Demnächst werden alle diese Informationen der UN-Verwaltung für Menschenrechte und der Ermittlungskommission in Syrien bereitgestellt.

Quelle: http://www.mid.ru/…/asset_p…/cKNonkJE02Bw/content/id/2656004

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