Von wegen Kehrtwende: Trump beendet Einzigartigkeits-Mythos der Vereinigten Staaten – von Rainer Rupp

 

6.02.2017

Schlampige Recherchen oder absichtliche Irreführung in unseren Mainstreammedien? Signalisiert die scharfe Verurteilung Russlands in einer Rede von Trumps UN-Botschafterin tatsächlich eine Kehrtwende in Trumps Russlandpolitik? Fakten sprechen dagegen.

von Rainer Rupp

Die Meldung passte nicht ins Bild. Und doch wurde sie von allen Mainstreammedien in Europa begierig aufgegriffen. „Amerikanische UN-Botschafterin kritisiert Russland“, hieß es in der FAZ am 3. Februar 2017. Die USA verurteilten Russlands „aggressives Verhalten“ im Ukraine-Konflikt. Nikki Haley, Trumps neue UN-Botschafterin, wolle auch alle Sanktionen gegen den Kreml aufrechterhalten, „wegen der russischen Annexion der Krim-Halbinsel“ und zwar so lange, bis die Krim wieder an die Ukraine zurückgegeben werden würde.

Ohne weitere Reflexion wurde diese Nachricht überall veröffentlicht und auch in deutschen Medien über mehrere Tage hinweg breitgewalzt. Dieses Vorgehen war zweifelsohne vom Wunsch getrieben, dies möge die Bestätigung dafür sein, dass Trump und seine neue Regierung nach den wilden Tagen seit der Amtseinführung doch noch zur Vernunft gekommen seien und auf dem Boden der anti-russischen NATO-Realitäten festen Fuß gefasst hätten. „Überraschende Kehrtwenden in Donald Trumps Außenpolitik“, titelte denn auch Die Welt. Neben der Haley-Rede hatten auch vorsichtige Mahnungen des Weißen Hauses in Sachen israelischer Siedlungspolitik noch das Interesse der Medien entdeckt.

Aber Wunschdenken hat noch immer den Blick getrübt, und so war es auch in diesem Fall. Denn im Zusammenhang mit Trumps angeblicher Kehrtwende gegenüber Russland gibt es inzwischen etliche Gegenindikatoren, die von unseren selbsternannten Qualitätsmedien in traditionellem Lückenpresse-Modus einfach ignoriert wurden. Aber der Reihe nach:

Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/meinung/46190-trump-beendet-einzigartigkeit-vereinigten-staaten/

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