Obama zögerte Entschluss zu Kampfeinsatz hinaus: Nun erster US-Soldat im Jemen tot (sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20170130314326015-us-soldat-jemen-tot/

Ein Al-Qaida-Lager in Zentraljemen zu stürmen, ist Barack Obama viel zu gefährlich gewesen, weshalb er die Entscheidung seinem Nachfolger Donald Trump überließ. Dieser hat nicht lange gezögert und den Angriff befohlen, wie „The New York Times“ (NYT) berichtet. Ein US-Soldat ist bei der Operation getötet worden – zum ersten Mal im ganzen Konflikt.

Es war der erste Anti-Terror-Einsatz, den der neue US-Präsident Donald Trump befohlen hatte: Die Seal-Sondereinheit der US Navy stürmte im Schutze der Nacht ein Al-Qaida-Lager in Zentraljemen. 14 Terroristen wurden getötet, darunter der Bruder von Anwar al-Awlaki, einem ehemaligen Anführer jemenitischer Dschihadisten. Auf amerikansicher Seite wurde ein Soldat getötet, drei weitere wurden verletzt. Unter Zivilisten habe es keine Toten gegeben, hieß es laut Zeitung vorerst. Derzeit prüfe das US-Militär jedoch Berichte über Opfer unter Frauen und Kindern.

Ein möglicher Einsatz gegen den Al-Qaida-Ableger im Jemen wurde laut der Zeitung monatelang in der Obama-Administration diskutiert. Angesichts der enormen Risiken für die US-Spezialkräfte im Herzen eines verfeindeten Landes habe der frühere US-Präsident die Entscheidung hinausgezögert, schreibt NYT. Trump habe hingegen den Einsatz gleich nach seinem Amtsantritt als US-Staatschef befohlen, heißt es. Schließlich habe er versprochen, den islamistischen Terror weltweit zu bekämpfen.

Im Jemen herrscht seit Jahren Bürgerkrieg. Die Huthi-Organisation Ansar Allah kämpft gemeinsam mit regierungstreuen Truppen gegen jene Teile der Armee, die den vertriebenen sunnitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi unterstützen. Zudem ist die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) und die Terrororganisation Al-Qaida in den Bürgerkrieg involviert.

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