Neues Papst-Interview mit Eugenio Scalfari – Krieg, Flüchtlingskrise, Christen, Sozialisten

Papst Franziskus wiederholte seine Forderung, die Mauern niederzureißen die spalten und stattdessen Brücken zu bauen, die Ungleichheiten zu verringern und die Freiheit und Rechte zu stärken. Die Ungleichheiten – so der Papst – seien ‪„das größte Übel, das es auf der Welt gibt“. Sie seien an der Wurzel der Migrationsflüsse und deswegen sei es notwendig, sie zu bekämpfen. Es sei das Geld, dass die Ungleichheiten schaffe und die Maßnahmen verhindere, die die Gleichheit zu fördern versuchten.

Dies klinge vielleicht nach marxistischem Sozialismus, aber wenn überhaupt, seien es die Kommunisten, die wie die Christen denken, sagte Franziskus. ‪„Christus hat von einer Gesellschaft gesprochen, in der die Armen, die Schwachen, die Ausgeschlossenen, diejenigen sind, die entscheiden. Nicht die Demagogen, nicht Barabas, sondern das Volk, die Armen, ob sie an den transzendenten Gott glauben oder nicht, sie sind es, denen wir helfen müssen, um die Gleichheit und Freiheit zu erreichen”.

Im Laufe des Gesprächs wiederholte Franziskus seine Bewunderung für Martin Luther King und prangerte den Krieg an. ‪„Ich habe nie an Krieg und Waffen gedacht“, sagte er. ‪„Das Blut schon, das vergossen werden kann, aber es werden gegebenenfalls die Christen sein, die gemartert werden, wie dies fast in der ganzen Welt durch Fundamentalisten und Terroristen der IS geschieht“.

das komplette Interview hier:

Neues Papst-Interview mit Eugenio Scalfari

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