Archive for November 1st, 2016

1. November 2016

Überlegungen zur „Lügenpresse“ (RTdeutsch)

https://deutsch.rt.com/meinung/42577-uberlegungen-zur-lugenpresse/

31.10.2016

Die gnadenlose Verdummung durch die westlichen Mainstreammedien stößt an ihre Grenzen. Die Welt, die sie ihren Lesern, Hörern und Zuschauern vorgaukeln hat mit der Wirklichkeit immer weniger zu tun. Immer mehr Menschen merken das.

von Rainer Rupp

Glaubt man unserer Politikern und liest nur die Mainstreammedien, dann könnte man leicht den Eindruck bekommen, dass es die Russen sind, die nicht nur in Osteneuropa, sondern rund um den Globus mit neuen Militärbasen und Panzern und Raketen immer bedrohlicher an unsere Grenzen heranrücken. Diese werden zum Glück von der NATO heldenhaft geschützt. Unsere Mainstreammedien wissen auch ganz sicher, dass die Russen ihre Klauen nicht nur nach Westeuropa ausstrecken sondern auch in den Mittleren Osten, wo unser Öl liegt. Leute, die sich nur über die Mainstreammedien informieren, könnten auch leicht auf die Idee kommen, dass Russland seit mindestens zwei Jahrzehnten den Nahen und Mittleren Osten destabilisiert und Irak, Somalia, Sudan und Libyen mit Krieg überzogen hat. Und in Syrien sind es die Russen, die seit fünf Jahren Aleppo gnadenlos in Schutt und Asche bombardieren, genauso wie sie das im Irak mit den dortigen Millionenstädten – zum Beispiel Falludscha – getan haben.

Aber halt, werden sich die einen oder anderen doch fragen, die Russen waren ja gar nicht im Irak. Und nach Syrien sind sie erst vor einem Jahr gekommen und zwar auf Bitte der rechtmäßigen Regierung in Damaskus? Und was war mit den anderen Ländern? War das nicht das Werk der USA und ihrer NATO-Vasallen, die Tod und Verderben über die Bevölkerung vieler Länder gebracht haben? Leute, die sich nicht über alternative Medien informiert, wie zum Beispiel über RT, denen kämen solche Gedanken womöglich gar nicht erst.

Dank alternativer Nachrichtenmedien haben viele Menschen inzwischen hinter die Machenschaften der Mainstreammedien gesehen und beschimpfen diese als „Lügenpresse“. Das wiederum gibt den Vertretern des Mainstreams die Möglichkeit, sich selbstgerecht und süffisant zu verteidigen, indem sie auf die unselige Vergangenheit des Ausdrucks „Lügenpresse“ verweisen. Dieser wurde in der Weimarer Republik von den Gewalt und Krieg predigenden Nazis gegen die bürgerlichen Medien benutzt, um diese zu delegitimieren. Indem sie diese Zusammenhänge hervorheben, versuchen die Mainstream-Vertreter all jene, die „Lügenpresse“ rufen, in die Nähe von Nazis zu stellen.

Tatsächlich sind nicht nur in Deutschland, sondern im gesamten Westen, die Mainstreammedien zu reinen Propagandaorganen der US-NATO verkommen. Heute sind sie es, die Gewalt und Krieg predigen, die sich für angeblich humanitäre Bombardierungen in fernen Ländern zur Befreiung lokaler Bodenschätze einsetzen, oder zur Kontrolle von Märkten und Zugangswegen.

Nun aber hat Russland den unverzeihlichen Fehler begangen, sich in Syrien den edlen Vertretern der westlichen Unwertegemeinschaft resolut in den Weg zu stellen. Russland ist neben Syrien die einzige Macht, welche die vom Westen mit Waffen und Geld unterstützten „moderaten“ Halsabschneider wirksam bekämpft und dadurch den Sturz von Präsident Assad verhindert.

Wenn die Herren der von Bush Senior geschaffenen „Neuen Weltordnung“ dem bösen Putin, diesem „neuen Hitler“ (O-Ton Hillary Clinton), das durchgehen lassen, dann wäre das der Anfang vom Ende der westlichen Weltvorherrschaft, die sich auf die dominierende militärische Supermacht USA stützt. Es wäre das Ende für die neoliberalen Raubritter, die mit Phrasen von Demokratie und Schutz der Menschenrechte marodierend und plündernd in der Welt umherziehen und ganze Regionen zum Profit der Konzerne ins Chaos stürzen.

Die Doppelbödigkeit und die Würgereiz provozierende Scheinheiligkeit unserer Politiker noch die ins Gesicht springende Korruption unserer selbst ernannten „Eliten“, die den Staat für ihren ganz persönlichen Selbstbedienungsladen halten, wird von unseren Mainstreammedien höchstens sporadisch hinterfragt und recherchiert. Das Gleiche gilt für die hochgefährliche Hetze der US-NATO Kriegsfalken, die sich jetzt auf Russland eingeschossen haben.

Um das Zündeln an den Grenzen zu Russland zu rechtfertigen wird von unseren Mainstreammedien gelogen, dass sich die Balken biegen. Ursache und Wirkung werden auf den Kopf gestellt, z.B. wird die angebliche Annexion der Krim als Beweis für russische Aggressions- und Expansionsgelüste dargestellt. Mit keinem Wort wird auf die Ursache eingegangen, dass nämlich die Krim eine Reaktion der dort wohnen Bürger auf den von den US- und dem Westen geförderten blutigen Putsch gegen den demokratisch gewählten und rechtmäßigen Präsident der Ukraine war. Die Krim war zugleich eine Reaktion darauf, dass in Kiew mit Hilfe des Westens unter Bruch der Verfassung eine von Faschisten dominierte, illegale Regierung an die Macht kam, die sofort mit äußerster Brutalität gegen alle russisch sprechenden Bürger der Ukraine vorging.

Unsere Mainstreammedien sind inzwischen Spezialisten beim Auslassen wichtiger Dinge, die nicht ins gewünschte Bild passen, sie tricksen und verdrehen, sie haben sogar reißerische Fotos von bösen Russen gebracht, die später von den Webseiten der Mainstreammedien entfernen werden mussen, weil sie nachweislich falsch waren. Welche Bezeichnung trifft dann für Presseorgane zu, die sich wie unsere Mainstreammedien verhalten?

Bringt uns nun jeder Begriff, den irgendwann auch mal Nazis gebraucht haben, automatisch in ihre Nähe, wie uns insbesondere „politisch korrekte“ linke Sektierer lautstark vorhalten? Sprechen wir nicht auch von Autobahn, obwohl die Nazis die gebaut haben? Für diese Art Straßen gibt es einfach keine bessere Bezeichnung. Und für die Art der Mainstreammedien, so wie wir sie derzeit erleben, gibt es keine treffendere Bezeichnung als „Lügenpresse“.

Darüber hinaus hatte der Begriff „Lügenpresse“ auch in Organisationen der Arbeiterbewegung zur Abwertung von als bürgerlich oder kapitalistisch wahrgenommenen Teilen der Presse sowie in der Exilpresse als Bezeichnung für die gleichgeschalteten NS-Medien Verwendung gefunden. Auch in den Medien der DDR wurde im Kalten Krieg „Lügenpresse“ gelegentlich für die westdeutschen NATO-Propagandamedien benutzt.

Eckart Spoo, der Herausgeber der alle zwei Wochen erscheinenden, sehr lesenswerten Zeitschrift  Ossietzky rückte den Begriff Anfang letzten Jahres auf weltnetz.tv in den richtigen Zusammenhang: „’Lügenpresse‘, so entschied allerdings Anfang 2015 eine fünfköpfige Jury deutscher Sprachkritiker, sei das Unwort des Jahres 2014. Damit wollten die Fünf erreichen, dass wir dieses Wort nicht mehr verwenden. Wir sollen die Lügenpresse nicht mehr beim Namen nennen. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich werde mir dieses wahre, allzu wahre Wort nicht ausreden lassen“, so Spoo.

1. November 2016

War Clinton vor TV-Debatten über Fragen informiert? (D-Radio)

 

Auf den letzten Metern wird es noch mal laut im US-Wahlkampf: Nach der E-Mail-Affäre wird Hillary Clinton nun vorgeworfen, vor TV-Debatten über die zu erwartenden Fragen informiert gewesen zu sein. Das legen Enthüllungen von Wikileaks nahe.

Hier: http://www.deutschlandfunk.de/enthuellungen-von-wikileaks-war-clinton-vor-tv-debatten.1818.de.html?dram:article_id=370132

1. November 2016

WikiLeaks: Google-Chef bereitete Wahlkampagne für Clinton vor (RTdeutsch)

https://deutsch.rt.com/newsticker/42631-wikileaks-google-chef-bereitete-wahlkampagne/

1.11.2016

Der Ex-Vorstandsvorsitzende von Google, Eric Schmidt, hat zu seinen Dienstzeiten einen ausführlichen Plan für die Präsidentschaftskampagne der US-Demokratin Hillary Clinton entwickelt, geht es aus seiner E-Mail an die Ex-Kampagnenleiterin, Cheryl Mills, hervor. Unter anderem gibt Schmidt einige Hinweise dafür, wie man günstige Wahlergebnisse erzielen könnte. Außerdem empfiehlt er, das Kampagnenbüro der Demokraten nach Chicago oder New York zu verlegen, wo die Arbeitskräfte am billigsten sind.

Am Montag hat die Whistleblower-Internetplattform WikiLeaks die 24. Tranche der E-Briefe aus dem Privatkonto vom Kampagnenleiter der US-Demokraten, John Podesta, veröffentlicht. Aus derem Inhalt geht hervor, dass die US-Demokratin Hillary Clinton zusammen mit ihrem Team sich bereits im Januar 2015 auf Hackerangriffe vorbereitet und die Reaktion darauf erarbeitet hat. Es sei im Voraus geplant worden, die Schuldigen auch ohne entsprechende Beweise zu nennen.

1. November 2016

Appell kirchlicher Würdenträger aus Syrien – Die Sanktionen der Europäischen Union gegen Syrien und die Syrer sind unverzüglich aufzuheben

2011 hat die Europäische Union beschlossen, Wirtschaftssanktionen gegen Syrien zu verhängen. Die EU stellte sie als „Sanktionen gegen Persönlichkeiten des Regimes“ dar. Tatsächlich verhängte sie gegen das ganze Land ein Öl-Embargo, eine Blockade jeglicher Finanztransaktionen und ein Handelsverbot für sehr viele Güter und Produkte. Diese Maßnahmen sind immer noch in Kraft.

Dagegen wurde 2012 aufgrund einer schwer verständlichen Entscheidung das Öl-Embargo für die Regionen aufgehoben, die die bewaffnete und dschihadistische Opposition kontrolliert. Dadurch soll offenkundig den sogenannten „revolutionären Kräften und der Opposition“ wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

In diesen 5 Jahren haben die Sanktionen gegen Syrien dazu beigetragen, die syrische Gesellschaft zu zerstören: Sie lieferten sie dem Hunger, Epidemien und Elend aus und arbeiten somit den Milizen von Integralisten und Terroristen, die heute auch in Europa zuschlagen, in die Hand. Die Sanktionen vergrößern die Schäden durch den Krieg, der bereits zu 250.000 Toten, 6 Millionen intern Vertriebenen und 4 Millionen Flüchtlingen geführt hat.

Die Situation in Syrien ist verzweifelt: Es fehlt an Lebensmitteln, es herrscht eine allgemeine Arbeitslosigkeit, medizinische Behandlungen sind unmöglich geworden, Trinkwasser und Strom sind rationiert. Dazu kommt, dass das Embargo die Syrer, die sich bereits vor dem Krieg im Ausland niedergelassen haben, daran hindert, ihren Verwandten und Familienangehörigen im Heimatland Geld zu überweisen. Selbst Nichtregierungsorganisationen, die Hilfsprogramme durchführen möchten, können ihren Mitarbeitern in Syrien kein Geld schicken. Firmen, Stromwerke, Wasserwerke, und Krankenhäuser sind gezwungen, zu schließen, weil sie keine Ersatzteile und kein Benzin bekommen können.

Heute sehen die Syrer nur eine Möglichkeit für das Überleben ihrer Familien: die Flucht aus ihrem Land. Aber auch diese Lösung stößt auf nicht wenige Schwierigkeiten und führt zu hitzigen Auseinandersetzungen innerhalb der Europäischen Union. Es kann nicht sein, dass die Flucht die einzige Lösung ist, die die internationale Gemeinschaft diesen Menschen in ihrer Not noch lässt.

Wir unterstützen deshalb alle Initiativen humanitären Charakters und alle Initiativen für den Frieden von Seiten der internationalen Gemeinschaft, insbesondere die schwierigen Verhandlungen in Genf. In der Erwartung und der Hoffnung, dass sie nach so vielen bitteren Enttäuschungen ein konkretes Ergebnis bringen, fordern wir, dass die Sanktionen, die im tagtäglichen Leben jedes Syrers zu spüren sind, unverzüglich aufgehoben werden. Ohne konkrete Anstrengungen für die Menschen, die heute unter den Folgen des Embargos leiden, kann es nicht zu dem ersehnten Frieden kommen. Die Auswirkungen des Embargo lasten auf dem ganzen Volk.

Das Gerede über die Kriegsflüchtlinge aus Syrien sieht nach purer Heuchelei aus, solange man gleichzeitig diejenigen, die in Syrien bleiben, weiter aushungert, ihnen die medizinische Versorgung, Trinkwasser, Arbeit, Sicherheit und die elementarsten Rechte verweigert.

Wir wenden uns deshalb an die Abgeordneten und Bürgermeister jedes Landes, damit die Bürger der Europäischen Union (bis heute absolut unwissend) über die Ungerechtigkeit der Sanktionen gegen Syrien informiert werden und die Sanktionen endlich Gegenstand einer ernsthaften Debatte und entsprechender Beschlüsse werden.

Unterzeichner:

Georges Abou Khazen, Apostolischer Vikar von Aleppo

Pierbattista Pizzaballa, Kustos emeritus des Heiligen Landes

Josef Tobji, Erzbischof der Maroniten von Aleppo

Boutros Marayati, Armenischer Bischof von Aleppo

Die Schwestern der Kongregation des heiligen Josef der Erscheinung des Krankenhauses „Saint Louis“ von Aleppo

Ordensgemeinschaft der Trappistinnen in Syrien

Dr. Nabil Antaki, Arzt in Aleppo von der Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Maria

Die Schwestern der Kongregation der immerwährenden Hilfe – Zentrum für Minderjährige und Waise von Marmarita

Pater Firas Loufti, Franziskaner

Jean – Clement Jeanbart, griechisch-orthodoxer Erzbischof von Aleppo

Jacques Behnan Hindo, syrisch-katholischer Bischof von Hassake – Nisibi

Mtanios Haddad, Archimandrit der katholisch – melkitischen Kirche

Hilarion Capucci, emerit. Erzbischof der melkitischen griechisch-kath. Kirche

Ignaz Youssef III Younan, Patriarch der unierten syrisch-kath. Kirche von Antiochien

Georges Masri, Prokurator beim Heiligen Stuhl der syr.isch-kath. Kirche

Gregor III Laham, Patriarch der melkitisch griechisch-kath. Kirche

Orginaltext: „Basta sanzioni alla Siria e ai Siriani“

Übersetzung aus dem Italienischen: Bernd Duschner

erschienen am 29. Mai 2016 auf > Freundschaft mit Valjevo e.V.

1. November 2016

Hände weg von Syrien – Eine dringende Botschaft für den Frieden angesichts der Gefahr eines größeren Krieges.

z2317

https://linksunten.indymedia.org/de/node/195481

https://de.indymedia.org/node/11001

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