Archive for Oktober 14th, 2016

14. Oktober 2016

Friedensappell des Erzbischof von Aleppo, Joseph Tobij am 5.10.2016 im italienischen Parlament

Der Erzbischof von Aleppo Joseph Tobij lebt wie weitere 1,3 Mio. Syrer im Westteil der Stadt, der sich unter der Kontrolle der Regierung befindet. Im flächenmäßig etwa gleich großem Ostteil, den die „Rebellen“ von AlNusra und ihren Verbündeten beherrschen, halten sich noch knapp 300.000 Menschen auf. Erzbischof Tobji am 5.10.16 auf einer Pressekonferenz in der Italienischen Abgeordnetenkammer folgendes erklärt:

„Mit aller Deutlichkeit möchte ich vor allem sagen: Schluss  mit dem Krieg.“
„Ich lebe im Westteil von Aleppo. Wir sind jeden Tag mit dem Tod, mit Raketen,  Mörser- und. Kannonenschüsse sowie Scharfschützen konfrontiert. Die Terroristen schießen überall. Wenn wir solche Angriffe erleiden, können wir die Täter nicht als Rebellen bezeichnen. Allein in der letzten Woche hatten wir 75 Tote und 180 Verletzte. Gestern wurde die Universität getroffen. Es gab viele Opfer. Jeden Tag gibt es Beerdigungen. Auch wenn wir zu hause bleiben,sind wir nicht sicher: die Häuser stürzen über deinem Kopf ein. Aleppo ist die zweite Stadt in Syrien. Dort lebten 4 Millionen Menschen. Jetzt ist sie halb zerstört. Unsere beide maronitischen Kirchen gibt es nicht mehr, viele Moscheen, Krankenhäuser, Wohnhäuser, Fabriken und Geschäfte liegen in Trümmern.“

„Häufig haben wir keinen Strom und das geht so seit 5 Jahren. Ohne Strom kommt alles zum Stillstand, es kann nicht gearbeitet werden. Seit 5 Jahren ist das Stromwerk in der Hand der Terroristen. Häufig gibt es kein fließendes Wasser. Es ist deshalb normal geworden, sich vor den Brunnen anzustellen, um seine Kanister zu füllen. Die alten Menschen müssen sie hinauf in ihre  Wohnungen tragen. Das Schlangestehen macht man unter dem Beschuss von Raketen…

Als Folge des Krieges und der Sanktionen herrscht große Armut.

Man spricht viel von Belagerungen: Der Westteil stand häufig unter Belagerung.
Die einzige Straße war von bewaffneten Gruppen blockiert und dann kam nichts durch, nichts.

Es gibt zahlreiche physische und psychische Erkrankungen. In dieser Situation warten alle darauf, wann sie mit dem Sterben an der Reihe sind..

Die Medien sprechen nur von den Leiden unserer Brüder im Ostteil, nicht von unseren Leiden. Sie zeigen ein armes Kind, das aus den Trümmern gezogen wurde, aber nicht die vielen anderen getöteten oder verstümmelten Kinder im Westteil.

Ich betone:  Es handelt sich nicht um einen Religionskrieg. Die Religion wird instrumentalisiert.

Der Krieg forciert die Emigration. Wir sind mittlerweile ohne Jugend, ohne Zukunft. Wer wird unser Land wieder aufbauen? Wie wird Syrien in 30 Jahren aussehen? Wird es seine Vielfalt verloren haben?

Das sind unsere Forderungen, damit der Krieg ein Ende findet:
1. Schluss mit dem Waffenverkauf
2. Der Zufluss von Terroristen über die türkische Grenze ist zu beenden.
3. Schluss mit den Gehaltszahlungen an Terroristen
4. Die unmoralischen Wirtschaftssanktionen sind zu aufzuheben
5. Helft uns, das Leben wieder aufzubauen. Unterstützt Versöhnung und Übereinkünfte zwischen
den ethnischen und religiösen Gemeinschaften.

Unterzeichner:

Georges Abou Khazen, Apostolischer Vikar von Aleppo

Pierbattista Pizzaballa, Kustos emeritus des Heiligen Landes

Josef Tobji, Erzbischof der Maroniten von Aleppo

Boutros Marayati, Armenischer Bischof von Aleppo

Die Schwestern der Kongregation des heiligen Josef der Erscheinung des Krankenhauses „Saint Louis“ von Aleppo

Ordensgemeinschaft der Trappistinnen in Syrien

Dr. Nabil Antaki, Arzt in Aleppo von der Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Maria

Die Schwestern der Kongregation der immerwährenden Hilfe – Zentrum für Minderjährige und Waise von Marmarita

Pater Firas Loufti, Franziskaner

Jean – Clement Jeanbart, griechisch-orthodoxer Erzbischof von Aleppo

Jacques Behnan Hindo, syrisch-katholischer Bischof von Hassake – Nisibi

Mtanios Haddad, Archimandrit der katholisch -melkitischen Kirche

Hilarion Capucci, emerit. Erzbischof der melkitischen griechisch-kath. Kirche

Ignaz Youssef III Younan, Patriarch der unierten syrisch-kath. Kirche von Antiochien

Georges Masri, Prokurator beim Heiligen Stuhl der syr.isch-kath. Kirche

Gregor III Laham, Patriarch der melkitisch griechisch-kath.

Quelle: „Antidiplomatico: „Le cinque cose che voi occidentali dovreste fare immediatamente per
porre fine alla guerra in Siria“ – Übersetzung: Bernd Duschner

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14. Oktober 2016

David Swanson (World Beyond War) Resist the growing sound of war drums in Washington, D.C.

I’ve been doing events and interviews to try to resist the growing sound of war drums in Washington, D.C.

I went to Saint Michael’s College in Vermont to debate a pro-war advocate. Based on feedback I’ve received, I helped turn a lot of people’s views against war. I’m still waiting for the video but will post it on my site the minute they get it to me. Here’s the book I wrote to allow anyone to debunk „Just War“ theory:  http://davidswanson.org/warisneverjust

I’m headed to Alaska to talk about why war is a lie. I have a column on Russia submitted to an Alaskan newspaper that I’ll share when published. Here’s War Is A Lie: http://davidswanson.org/warisalie

I’ve posted a highlight video from the #NoWar2016 conference here.

Some more recent stuff:

What Police Videos Teach Us About Wars

Renewable Revolutionary Railroad Renaissance

Talk Nation Radio: Ann Wright on the Women’s Boat to Gaza and Being Kidnapped by Israel in International Waters

Disturbing the Peace

Most Awesomest Macho Tough Talk Ever – Wow! Scary!

I Discussed the 2016 Nobel Peace Prize on Al Jazeera

Nobel Committee Gets Peace Prize Wrong Yet Again

The Nation’s Big Scoop on Clinton’s Militarism

What’s Behind Time Magazine’s Putin Demonizing?

How VP Nominee Tim Kaine Writes a Letter Without Saying Anything

Talk Nation Radio: Samantha Nutt on the Harm of Weapons Dealing and Investment

Police Brutality against Blacks Rooted in US Foreign Policy

Damned Nations, Cursed Arms Trade

That time I went to the Pentagon and told them to cease and desist

Talk Nation Radio: Benjamin Madley on the California Indian Catastrophe

Video: Protest at the Pentagon

Video: Turn the Pentagon into a Hospital

Turn the Pentagon into a Hospital

Help support DavidSwanson.org, WarIsACrime.org, and TalkNationRadio.org by clicking here: http://davidswanson.org/donate.

14. Oktober 2016

„Die Sache in Chemnitz [und Leipzig] stinkt“ – Offene Fragen rund um einen Terrorverdacht (RTdeutsch)

Daschbar al-Bakr, der am Montag unter Terrorverdacht verhaftet wurde, soll sich in seiner Zelle erhängt haben. Unser Autor Rainer Rupp ist im Zusammenhang mit dem angeblich geplanten Terrorakt des Verdächtigen auf so einige Ungereimtheiten gestoßen.

weiterlesen

https://deutsch.rt.com/inland/41910–sache-in-chemnitz-stinkt/

14. Oktober 2016

Monday 17 Oct – Vigil for Julian Assange at the Ecuadorian embassy

Monday 17th of October 2016 between 9am and 12 noon

 

This special vigil outside the Ecuadorian Embassy in London is very important as this is the day the WikiLeaks founder Julian Assange will be finally questioned enabling some progress regarding the outstanding Swedish case. Please visit www.justice4assange.com website for the latest developments in this case.

 

Particularly, we remember the last time the Swedish Prosecutor was to proceed with questioning the meeting was cancelled at the last minute we also remember that JA’s legal team welcomed the progress of the investigation and has actively pursued it for years.

 

It is also the case that the United Nations Working Group of Arbitrary Detention has examined the case from the very start of Julian Assange’s detention in 2010 and through the years‘ long procrastination and inactivity by Sweden and have found that both the UK and Sweden are arbitrarily detaining him, that they should release and compensate him.

 

Since neither countries have complied with their International obligations, both UK and Sweden will be under scrutiny on the subject during their UN Universal Periodic Review for Human Rights. Already UK has been chastised.

 

Quote „Assange’s case „raises serious concerns regarding the UK’s ability to guarantee equal treatment and the right to a fair trial, protection against inhuman and degrading treatment and arbitrary deprivation of liberty, the right to privacy and family life and the right to health. In addition, Mr Assange’s case is emblematic of the trajectory of human rights protection in the UK, with the UK’s apparent efforts to cut off access to human rights appeal mechanisms, and demonstrates the importance of access to UN complaint mechanisms for UK citizens and residents.“ Unquote

 

If you are unable to attend, but still wish to show your support, please share with us a statement of support special for the occasion which we can read out during the event.

 

Julian Assange Defence Committee  JADC@protonmail.ch

14. Oktober 2016

Schwarz-Grüne Koalition in Aleppo Wer Assad stürzen will, der will das Massaker (rationalgalerie)

Autor: U. Gellerman. Datum: 13. Oktober 2016

Ob sie gut gefrühstückt hatten? Saßen sie warm und trocken? Der ewige Messdiener Norbert Röttgen (CDU) und die frömmelnde Grüne Katrin Göring-Eckardt. Als sie unisono die Russen als Kriegsverbrecher bezichtigten. Weil die in Syrien an der Seite der Regierung Assad gegen die fanatischen Truppen unter den schwarzen Fahnen des Dschihad kämpfen. Wissen sie wer sie sind, die Enkel der deutschen Kriegsverbrecher? Die Erben des Russlandfeldzuges zur Vernichtung der Völker der Sowjetunion. Und mehr noch: Wissen sie, auf wessen Seite sie kämpfen? An der Seite der USA, deren aktuelle Blutspur von Afghanistan über den Irak und Libyen eben bis nach Syrien reicht. Nicht einmal in all den Kriegsjahren mochten die beiden auch nur ein Kriegsverbrechen der USA entdecken. Doch jetzt schäumen sie, wüten, werfen mit den Verbrechen nur so um sich. Verschärfen schwätzend einen Krieg, dessen Ursache sie nicht kennen wollen und doch kennen könnten: Den ungestillten Hunger der imperialen USA nach einem weiteren ausländischen Militärstützpunkt, denn die bisherigen 761 existierenden reichen dem Imperium noch nicht. Nach einer weiteren Beherrschung von Rohstoff-Quellen, denn mit mehr als der Hälfte der Reichtümer unserer Welt ist die Gier der USA nicht gestillt. Mehr, mehr, mehr schreit die Wall Street, mehr, mehr, klingt das Echo aus Washington. Und in den Chor mischen sich die Stimmen der Röttgens und der Eckardts, wie die Töne von Aufzieh-Puppen.

Mitten in den Friedensgesprächen über eine Pause im syrischen Krieg, haben angeblich ganz versehentlich amerikanischen Verbände syrische Regierungstruppen angegriffen. Die hoch technisierte, die wahrscheinlich modernste Armee der Welt, griff zu einem Zeitpunkt einen Partner der Friedensverhandlungen an, als es möglich erschien, aus einer Pause im Krieg, zu einem langsamen Ende zu kommen. Das war Absicht. Die USA wollen keinen Frieden. Sie wollen Assad ablösen, sie wollen ihre Kriegsziele durchsetzen. Da taugt kein Frieden. Konnte man das Kriegsverbrechensgeschrei der schwarz-grünen Koalition hören? Und um nur ja keinen weiteren Verhandlungsschritt zu riskieren, wurde dann ein Hilfskonvoi der Vereinten Nationen in Syrien angriffen. Man braucht keine Untersuchung, um festzustellen, wem dieser Angriff nutzte: Den „Rebellen“ genannten Mörderbanden der Al-Nusra-Front, der syrischen Ausgabe der Al Quaida. Weder für Moskau noch für Damaskus gab der Überfall einen Sinn. Nur für jene, die Assad die Schuld an diesem Kriegsverbrechen und damit am Scheitern der Waffenruhe geben wollen. Für jene, die auf der Verliererstraße im Syrienkrieg sind und wenigsten die Propagandaschlacht in den westlichen Medien gewinnen wollen. Hat jemand Herrn Röttgen oder Frau Göring-Eckardt gehört?

Erst jüngst war von einem Kommandeur der Al-Nusra-Front in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ zu lesen, dass Washington dem harten Terror-Kern fanatisch-brutaler Gruppen Waffen und Militärberater liefern will. Aber die Göring-Röttgens und mit ihnen die Mehrheit der deutschen Medien, tun so als gäbe es in diesem Krieg nur eine Seite. Als kämen die Bomben und Granaten ausschließlich aus Damaskus oder aus Moskau. Als hätten sie die Namen von Katar und Saudi Arabien, den Hauptgeldgebern der syrischen Terror-Organisationen, noch nie gehört. Und im Chor der Nicht-Wissen-Woller klingt auch das dünne Blech der Steinmeiers: Flugverbotszone, rufen sie. Als könne man im Krieg mal eben eine Auszeit nehmen, als handle es sich um ein zivilisiertes Tennismatch und verleugnen so die Wahrheit: Solche Auszeiten würden nur von denen genutzt, die Städte wie Aleppo als Geiseln genommen haben. Die mit der dort lebenden Zivilbevölkerung menschliches Schutzschild spielen, die ihre Geiseln auch dann nicht gehen lassen, wenn Regierung und Russen Korridore für die Flucht ermöglichen, die eine Flugverbotszone nur zum Aufmunitonieren nutzen würden. Und die demnächst selbst eine Flugverbotsszone herstellen können, wenn die USA ihnen die versprochenen Luftabwehr-Raketen zur Verfügung stellt, um syrische und russische Flugzeuge vom Himmel zu holen. Dass mit diesem Schritt eine direkte Konfrontation zwischen den USA und Russland möglich wird? Das interessiert die Nicht-Wissen-Woller nicht. Denn nach ihrem Denkschema sind die „Rebellen“ gut und Assad ist böse. Und ihr selbstbeschränktes Denken will auch nicht wahrnehmen, dass die Regierung Assad immer noch mehr als zwei Drittel Syriens hält. Und dass vor allem die syrischen Minderheiten, Christen, Alewiten und andere, nach wie vor mit Assad verbündet sind. Denn die wissen aus dem Irak, die wissen von den Jesiden, was ihnen geschähe, wenn die Nusra-Front, in ihrem Hass auf alle Andersdenkenden dem IS zum Verwechseln ähnlich, ihre Terror-Herrschaft auf ganz Syrien ausdehnen könnte.

Nach wie vor wollen die Göring-Röttgens den syrischen Regierungschef stürzen. Und wer das will, der will das Massaker. Nicht nur an den vielen Minderheiten, die in Syrien leben. Auch an der Mehrheit der Syrer, die im laizistischen Assad-Staat keinem staatlichen Glaubenszwang unterlagen und deren Art zu leben am Tag der Al-Nusra-Al-Quaida-Herrschaft zum todeswürdigen Verbrechen verkäme. Alle Rhetorik der Göring-Röttgens über die Rechte der Frauen, die man doch angeblich so erfolgreich in Afghanistan verteidige, sind ekliges Geschwätz, denkt man an die 50 Prozent Frauen, die an syrischen Universitäten vor dem Krieg eingeschrieben waren. Eine Frauen-Quote, die kein anderes arabisches Land erreicht. Die Göring-Röttgens würden sicher für die Opfer der Massaker-Herrschaft beten, wenn es der Regierung und den russischen Truppen nicht gelänge die Terror-Milizen zurückzudrängen. Und mit frommem Augenaufschlag ihre Verantwortung für das Massaker leugnen. Ein Morden, an dem sie nicht nur verbal Schuld tragen, sondern auch deshalb weil sie im Bundestag für die deutsche Beteiligung an den AWACS-Aufklärungsflügen über Syrien stimmen werden und so ganz praktisch zur NATO-Kriegspartei im geschundenen Land werden. So geht ganz große Kriegs-Koalition. So wird man zur Partei von Kriegsverbrechen, während man andere lauthals beschuldigt.

http://www.rationalgalerie.de/home/schwarz-gruene-koalition-in-aleppo.html

 

 

14. Oktober 2016

Unabhängige US-Delegation kehrt von Syrien-Reise zurück: „Der Westen betreibt massive Propaganda!“

 

14.10.2016

Eine Delegation des US-Friedensrates ist nach Damaskus gereist, um sich ein unverfälschtes Bild von den Hintergründen des Syrien-Kriegs zu machen. Nach ihrer Rückkehr haben die Teilnehmer ihre Ergebnisse im UN-Hauptquartier zu New York vorgetragen.

Während ihrer Reise besuchten die Mitglieder der Delegation Staatsbeamte und Vertragsangestellte im Staatsdienst, Vertreter der Handelskammern und der nationalen Studentenorganisation, NGOs, die sich um die Kriegsopfer kümmern, Vertreter der unbewaffneten politischen Opposition, des Gesundheitsministeriums sowie Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften, vor allen Dingen aber auch spontan ausgewählte Zivilisten. Die Mitglieder des Friedensrates sprachen auch mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Rückblickend stellen sie fest, dass der Westen eine massive Propaganda und Verfälschung gemessen an der tatsächlichen Situation in Syrien betreibt.

Es wurde in den letzten Jahren ziemlich offensichtlich, dass das, was wir von der Presse gelesen und gehört haben, nicht schlüssig sein konnte. Wir sehen hier dieselben Muster wie bei anderen Invasionen, wo jeweils die Führung eines Landes dämonisiert und dies als Rechtfertigung dafür herangezogen wird, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen“, erklärt Alfred Marder, der Präsident des US-Friedensrates.

Delegationsleiter Henry Lowendorf fügte hinzu:

Wir kämpfen gegen eine riesige Propagandamaschinerie, die die syrische Regierung dämonisiert. Ein Muster, das wir hinsichtlich vieler Länder über Jahrzehnte erleben konnten, und das die USA immer wieder benutzen, um die Menschen davon zu überzeugen, dass es aus humanitären Gründen notwendig sei, eine Regierung zu stürzen.“

Er fuhr mit Vorwürfen an die Regierung in Washington fort, wonach die Vereinigten Staaten versuchen, die Syrer auf der Grundlage ihrer unterschiedlichen Religionen gegeneinander aufzubringen. Unter all den Menschen, mit denen man gesprochen habe, hätte es nicht einen einzigen Syrer gegeben, der dies akzeptieren wollte. Ein maßgebendes Instrument des Krieges seien die vom Westen dirigierten Sanktionen gegen Syrien, über die in der westlichen Presse allenfalls in verfälschter Form, aber zumeist gar nicht berichtet wird.

Diese Sanktionen bedeuten, dass die syrische Bevölkerung keine Medizin bekommt, dass sie keine Ersatzteile und Industrieteile bekommt, die Studenten können nicht ausreisen und sogar die Rechtsanwälte sind vom internationalen Gerichtssystem abgeschnitten.“

Madelyn Hoffman, die Direktorin der Friedensaktion New Jersey, die seit 16 Jahren als Friedensaktivistin in Erscheinung tritt, erklärte:

Es ist kein Bürgerkrieg, der in Syrien stattfindet, und auch kein Krieg Assads gegen seine Bevölkerung. Es ist Präsident Assad, der gemeinsam mit seiner Bevölkerung als eine Einheit gegen ausländische Truppen und Terrororganisationen kämpft, die aus dem Ausland finanziert werden, gegen das syrische Volk! Diese Terrorgruppen wechseln ihre Namen beinahe täglich, um ihre Identität und ihre Geldgeber zu schützen. Hinter diesen Terrororganisationen stehen Saudi-Arabien, Katar, die Türkei, die USA und teilweise sogar Israel. Die gesamte Idee des Regimechanges ist nach internationalem Recht illegal. Die Amerikaner haben nicht das Recht, zu bestimmen, wer in Syrien die Führung innehat.“

Sie fügte hinzu, dass Assad bis heute nicht gestürzt werden konnte, da das syrische Volk hinter ihm stehe, der für jeden kostenlose Gesundheitsversorgung ermögliche sowie kostenfreie Ausbildung von der Grundschule bis zur Universität. Das sind Dinge, die die Menschen in den Vereinigten Staaten auch gern hätten, so Hoffman. Die Sanktionen treffen zudem nicht die Regierung, sondern die Bevölkerung. So sollte kein Land mit einem anderen umgehen dürfen.

Den gesamten Vortrag der Delegation des US-Friedensrates im UN-Hauptsitz in New York können Sie sich in den folgenden zwei Videos auf Deutsch ansehen:

https://deutsch.rt.com/kurzclips/41936-unabhangige-us-delegation-kehrt-von/

14. Oktober 2016

Die Militarisierung Westafrikas (german-foreign-policy)

Berlin nutzt den heutigen Besuch des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari zum weiteren Ausbau seines rasch wachsenden militärpolitischen Einflusses in Westafrika. Bereits die Afrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wochenbeginn hat die zunehmende militärische Bedeutung der Bundesrepublik auf dem afrikanischen Kontinent offengelegt; so hieß es in Berichten, insbesondere in Mali lasse sich ein „Wandel“ erkennen: Habe das Land traditionell zur exklusiven Einflusszone Frankreichs gehört, so bestimme immer mehr die EU die Entwicklung – und diese unterstehe „maßgeblichem deutschen Gewicht“. Auch in Niger und im Tschad weitet die Bundesregierung die Tätigkeit der Bundeswehr und die Lieferung militärischer Ausrüstungsgegenstände aus – unter anderem mit dem Bau eines Militärstützpunkts in der nigrischen Hauptstadt Niamey. Zudem bemüht sich Berlin, Einfluss auf den Krieg gegen Boko Haram in Nigeria zu gewinnen; dazu hat es bereits im vergangenen Jahr mit Nigeria erste Unterstützungsmaßnahmen vereinbart. In wachsendem Maß zeichnet sich im Westen des afrikanischen Kontinents ein Netz aus deutschen Einsatztruppen, Stützpunkten und Empfängern deutscher Militärhilfe ab, das geeignet erscheint, das in seinen ehemaligen Kolonien traditionell dominierende Frankreich militärpolitisch zurückzudrängen.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59461

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