Russland empört: USA wollen Syrien-Vereinbarungen nicht veröffentlichen

Nichts zu verheimlichen: Russland startet Live-Übertragung der Lage in Syrien:

Russlands Verteidigungsministerium hat eine Live-Übertragung der Lage in der Stadt Aleppo gestartet, um die Einhaltung der am 15. September 2016 begonnenen Waffenruhe in Syrien transparent zu machen.

Die Sendung wird von zwei Kameras auf dem Boden – in den Gebieten Al-Khalidiyah und Tel-Jobegja — geführt. Außerdem wird erstmals die Situation in den Ostgebieten von Aleppo von einer Drohne live gesendet, wie der Sprecher des russischen Ministeriums Igor Konaschenkow mitteilte. Künftig soll die Zahl der Kameras für das Online-Monitoring der Lage in Syrien vergrößert werden, hieß es.

Live-Übertragung hier: https://de.sputniknews.com/politik/20160915/312561454/live-uebertragung-lage-in-syrien-waffenruhe.html

https://de.sputniknews.com/politik/20160913/312530440/syrien-vereinbarungen-russland-usa-publizierung.html

Russland empört: USA wollen Syrien-Vereinbarungen nicht veröffentlichen

Russland will die am 9. September in Genf erzielten Vereinbarungen mit den USA zur Beilegung der Syrien-Krise publik machen, doch Washington bevorzugt, sie geheim zu halten, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow bei einer Pressekonferenz in Moskau mitteilte.

„Wir haben nichts zu verheimlichen“, sagte Lawrow. „Alles, was dort geschrieben steht, ist ein Vereinbarungsgegenstand, und wir haben uns verpflichtet, alles sorgfältig umzusetzen und auch alle anderen dazu zu bewegen, von denen die Ausführung von verschiedenen Abschnitten dieses Dokumentes abhängt“.

„Wir werden uns um die Publizierung dieses Dokumentes bemühen“, betonte Lawrow. Moskau sei erstaunt über die Rhetorik Washingtons, dass Russland den Vereinbarungen nicht nachfolgen werde. „Eine merkwürdige Erklärung, besonders in Anbetracht dessen, dass diese Vereinbarungen die von den USA erneut bestätigte Verpflichtung beinhaltet, die Terroristen von der so genannten gemäßigten Opposition abzugrenzen“. Die USA haben sich dazu Lawrow zufolge noch zu Jahresbeginn verpflichtet.

Bald werden zwölf Monate vergangen sein, nichts aber wurde getan“, empört sich Lawrow. Hingegen seien Aufforderungen zu hören, die gemäßigte Opposition von der Terrororganisation Dschebhat an-Nusra nicht abzugrenzen, sondern die an-Nusra zu legalisieren und sogar weitere Gruppierungen an sie anzuschließen, um eine effizientere Gegenwirkung der syrischen Armee zu leisten.

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