Assange: Clinton schürt Hass auf Russland und diffamiert Gegner als Agenten Moskaus (RTdeutsch)

https://deutsch.rt.com/international/40414-assange-clinton-schurt-hass-auf/

7.09.2016 • 10:25 Uhr

WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat die Meinung geäußert, dass die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gezielt den Hass gegen Russland schürt, um ihre Chancen im Wahlkampf zu verbessern.

Wir möchten alle darauf aufmerksam machen, dass die Partei, die Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin aufgestellt hatte, völlig umgekrempelt wurde. Auf einmal ist diese Partei zur Hüterin der nationalen Sicherheit geworden und Hillary Clinton zu einer Präsidentschaftskandidatin, die um diese nationale Sicherheit kämpft, indem sie McCarthy-artige Hysterie gegen Russland schürt“, teilte Assange in einem Interview mit The New York Times mit.

Assange wies auch darauf hin, dass Clinton und ihr Wahlkampfteam den Eindruck erwecken wollen, als würden Organisationen, die in die Aufdeckung zweifelhafter Machenschaften des DNC zu Gunsten von Hillary Clinton während der Vorwahlen involviert waren, damit Russland zuarbeiten.

Zudem verwies der WikiLeaks-Gründer auch darauf, dass Clinton ihren Hauptgegner im Wahlkampf in aller Öffentlichkeit zu einem „russischen Agenten“ erklärt hatte.

Das ist eine neue Welle von McCarthy-artiger Hysterie. Was erwartet die Medien nach den Wahlen? Liberale amerikanische Medien treiben sich selber in eine Sackgasse. Koste es, was es wolle. Hauptsache, Clinton wird gerettet“, sagt Assange.

McCarthyismus ist eine politische US-amerikanische Bewegung, deren Name auf den ehemaligen republikanischen Senator von Wisconsin, Joseph McCarthy, zurückgeht. Dieser war verantwortlich für eine vor allem in den vier Jahren zwischen 1950 und 1954 geführte, intensive Kampagne gegen eine vermeintlich groß angelegte kommunistische Verschwörung in den Vereinigten Staaten.

Der von McCarthy geleitete „Ständige Unterausschuss für Untersuchungen“ lud auf Initiative des Senators insgesamt 653 Personen aus Politik, Medien, Kunst und Kultur zu Anhörungen vor, in denen diese sich verhörartigen Befragungen über angebliche Kontakte zur in den USA stets bedeutungslosen Kommunistischen Partei (CPUSA) und in die UdSSR unterziehen lassen mussten.

Als McCarthys Verschwörungstheorien so paranoid wurden, dass er selbst den gewählten US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower in die Nähe des Kommunismus rückte, wurde er von seiner eigenen Partei entmachtet.

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