Bericht von der Friedensfahrt aus Leningrad

Am 7. August 2016 startete die von Dr. Rainer Rothfuß initiierte Friedensfahrt von Berlin nach Moskau.

Bericht aus Leningrad:

Juri Andrejewitsch Minin, Vorsitzender des Komitees für auswärtige Beziehungen, des Bundeslandes  Leningrader Gebiet, begrüßt die Angereisten: „Viele Menschen die heute hier sind, sind ungeachtet des politischen Klimas, das um unser Land herum geschaffen wird, über viele Kilometer hier her gefahren, und sind somit ein Symbol für unsere Freundschaft, zwischen unseren Staaten. Sie sollen wissen, dass die Einwohner Russlands Ihre Friedensfahrt aufmerksam verfolgen.“ Das russische Staatsfernsehen habe den Beginn der Tour in Berlin sogar Live übertragen.

Eine Einwohnerin St. Petersburgs spricht: „Das deutsche und das russische Volk haben im Laufe ihrer Geschichte sehr viele schmerzliche Erfahrungen machen müssen, und gerade unsere Völker wissen, wie wichtig der Frieden ist.“

Oleg Michailowitsch Malaschenko, Bürgermeister des Landkreises Luga: „Wir wollen alle nur Eines: Einen friedlichen Himmel über unseren Köpfen, wir wollen, dass in unseren Häusern Kinderlachen erklingt, und wir wollen für unsere Kinder eine friedliche Zukunft.“

Wir haben gesagt: Wir lassen uns nicht mehr länger manipulieren! Wir können die Ungerechtigkeiten nicht mehr hören, mit Olympia, mit Eurovision und mit NATO-Manövern. Es ist überwältigend, welche Liebe, welche Gastfreundschaft uns hier entgegen kommt. Wir haben das noch nie erlebt, in keinem anderen europäischen Land.“

In der Kapelle berichtet eine alte Russin den versammelten Friedensfahrern von Ihrem erlebten Kriegsleid, sie bricht dabei in Tränen aus. Auch Owe Schattauer weint, er sinkt auf die Knie und ergreift bittend ihre Hände: „Bitte verzeihen Sie uns, Großmutter!“ Professor Rothfuß stimmt einen Ruf im Chor mit den Deutschen an: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Krieg!“ Die versammelten Russen wiederholen die Rufe in ihrer Sprache.
Russen und Deutsche begegnen sich anschließend bei einem Imbiss, es gibt Brötchen und Gurken, der Wodka fließt dabei in Strömen. Zeit für kurze Gespräche mit den Mitreisenden. Alle sagen, dass sie sehr ergriffen seien von der Würde und Trauer bei der Gedenkveranstaltung.

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