Archive for August 11th, 2016

11. August 2016

4.Tag der Friedensfahrt nach Russland

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Am 4.Tag von Šiauliai in Litauen, weiter über Estland nach Russland zum Zielort Pskov. Dort besuchten die Mitfahrer den in diesem Ort ansässigen NATO Stützpunkt am Flughafen Šiauliai. Dann weiter nach Riga in Lettlan. Hier gab es einen Pressetermin, bei welchem Dr. Rainer Rothfuß – einer der Initiatoren der Friedensfahrt Pressevertretern Interviews gab.

 

11. August 2016

https://www.jungewelt.de/2016/08-12/074.php

Strom- und Wassermangel durch Angriffe der Islamisten. 1,5 Millionen Menschen bisher geflohen

»Hunderttausende können auf Rettung hoffen«, überschrieb das Nachrichtenportal t-online.de (7.8.2016) einen Artikel über Aleppo. »Syrische Rebellen haben die Belagerung der umkämpften Stadt Aleppo durchbrochen und damit Hunderttausenden Eingeschlossenen Hoffnung auf Rettung gebracht.« Entlang des »befreiten Korridors« werde heftig gekämpft, wird die u. a. von der Europäischen Kommission unterstützte Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in England zitiert. »Assads Truppen« seien »eingekesselt«, »Dschihadisten kämpfen verzweifelt«. Bewohner hätten nach dem erfolgreichen Durchbruch der Gotteskrieger »auf den Straßen der eingekesselten Viertel« gefeiert und »Gott ist groß« und »Unsere Rebellen werden uns retten« gerufen. Als Quellen nennt t-online.de die Nachrichtenagenturen AP und dpa. Die wiederum berufen sich auf Aussagen der Fatah-Al-Scham-Front (früher Fatah-Al-Scham-Front) und auf die syrische Nachrichtenagentur SANA.

Wenigstens einmal wird in dem Text erwähnt, dass neben den mit den bewaffneten Kämpfern eingeschlossenen rund 300.000 Menschen in Aleppo noch weitere 1,2 Millionen Menschen in der Stadt leben, in einem Gebiet, das »vom Regime gehalten« werde. Über diese Bewohner von Aleppo wird selten in deutschen Medien berichtet. Auch hier sterben täglich Menschen durch Raketen und Beschuss aus Mörsern, oder sie werden verletzt, ihre Wohnungen und Häuser zerstört.

Mindestens drei Millionen Menschen lebten einst in der nordsyrischen Metropole. Als 2012 die ersten bewaffneten Gruppen – damals nannten sie sich noch »Freie Syrische Armee« – in Aleppo einfielen, zerstörten sie nahezu alles, was die Bewohner der Stadt aufgebaut hatten: Fabriken am Stadtrand in allen Größenordnungen wurden geplündert. Ganze Einrichtungen, Werkbänke, Computer, Telefonanlagen, Firmenfahrzeuge aller Art verschwanden in Richtung Türkei, wo die Beute versilbert wurde.

1,5 Millionen Bewohner flohen seitdem aus Aleppo, die andere Hälfte blieb in der Hoffnung, der Spuk möge bald vorbei sein. Doch es kam anders. Die Nähe der Stadt zur türkischen Grenze und ihre historische Symbolik als eine der ältesten bewohnten Städte der Welt weckt regionale und internationale Begehrlichkeiten. Westliche Militärstrategen betonen die Bedeutung der Stadt für die Kontrolle der Region. Die in Istanbul ansässige oppositionelle »Nationale Koalition« träumt davon, in Aleppo eine Exilregierung anzusiedeln, um von dort aus ganz Syrien einzunehmen. Der nahegelegene Grenzübergang »Bab Al-Salam« (Tor des Friedens) ist seit 2011 das Tor für Kämpfer, Waffen und Munition.

Aleppo ist heute militärisch geteilt, die Folgen des Krieges spürt die gesamte Bevölkerung. Am 31. Juli wurde das Elektrizitätswerk angegriffen, das den Betrieb der Pumpen für die Wasserversorgung in der ganzen Stadt gewährleistet. Ingenieure der Regierung waren in der Lage, den Schaden provisorisch zu beheben, sie legten eine neue Stromversorgung zu den Pumpen, die ihre Arbeit wieder aufnahmen. Doch nur wenige Stunden später wurde auch diese Leitung zerstört. Seit dem 4. August ist ganz Aleppo ohne Wasserversorgung.

Den jüngsten Kämpfen im Südwesten der Stadt fiel ein anderes humanitäres Projekt zum Opfer. Rund 12.000 Inlandsvertriebene hatten dort in Rohbauten gelebt und waren täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgt worden. Als die islamistischen Kampftruppen am 1. August begannen, Aleppo zu stürmen, flohen die Menschen erneut. Manche fanden Zuflucht in Parks, andere in Moscheen.

11. August 2016

Flucht und humanitäre Katastrophe – Von Karin Leukefeld, Damaskus (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/2016/08-12/074.php

Strom- und Wassermangel durch Angriffe der Islamisten. 1,5 Millionen Menschen bisher geflohen

»Hunderttausende können auf Rettung hoffen«, überschrieb das Nachrichtenportal t-online.de (7.8.2016) einen Artikel über Aleppo. »Syrische Rebellen haben die Belagerung der umkämpften Stadt Aleppo durchbrochen und damit Hunderttausenden Eingeschlossenen Hoffnung auf Rettung gebracht.« Entlang des »befreiten Korridors« werde heftig gekämpft, wird die u. a. von der Europäischen Kommission unterstützte Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in England zitiert. »Assads Truppen« seien »eingekesselt«, »Dschihadisten kämpfen verzweifelt«. Bewohner hätten nach dem erfolgreichen Durchbruch der Gotteskrieger »auf den Straßen der eingekesselten Viertel« gefeiert und »Gott ist groß« und »Unsere Rebellen werden uns retten« gerufen. Als Quellen nennt t-online.de die Nachrichtenagenturen AP und dpa. Die wiederum berufen sich auf Aussagen der Fatah-Al-Scham-Front (früher Fatah-Al-Scham-Front) und auf die syrische Nachrichtenagentur SANA.

Wenigstens einmal wird in dem Text erwähnt, dass neben den mit den bewaffneten Kämpfern eingeschlossenen rund 300.000 Menschen in Aleppo noch weitere 1,2 Millionen Menschen in der Stadt leben, in einem Gebiet, das »vom Regime gehalten« werde. Über diese Bewohner von Aleppo wird selten in deutschen Medien berichtet. Auch hier sterben täglich Menschen durch Raketen und Beschuss aus Mörsern, oder sie werden verletzt, ihre Wohnungen und Häuser zerstört.

Mindestens drei Millionen Menschen lebten einst in der nordsyrischen Metropole. Als 2012 die ersten bewaffneten Gruppen – damals nannten sie sich noch »Freie Syrische Armee« – in Aleppo einfielen, zerstörten sie nahezu alles, was die Bewohner der Stadt aufgebaut hatten: Fabriken am Stadtrand in allen Größenordnungen wurden geplündert. Ganze Einrichtungen, Werkbänke, Computer, Telefonanlagen, Firmenfahrzeuge aller Art verschwanden in Richtung Türkei, wo die Beute versilbert wurde.

1,5 Millionen Bewohner flohen seitdem aus Aleppo, die andere Hälfte blieb in der Hoffnung, der Spuk möge bald vorbei sein. Doch es kam anders. Die Nähe der Stadt zur türkischen Grenze und ihre historische Symbolik als eine der ältesten bewohnten Städte der Welt weckt regionale und internationale Begehrlichkeiten. Westliche Militärstrategen betonen die Bedeutung der Stadt für die Kontrolle der Region. Die in Istanbul ansässige oppositionelle »Nationale Koalition« träumt davon, in Aleppo eine Exilregierung anzusiedeln, um von dort aus ganz Syrien einzunehmen. Der nahegelegene Grenzübergang »Bab Al-Salam« (Tor des Friedens) ist seit 2011 das Tor für Kämpfer, Waffen und Munition.

Aleppo ist heute militärisch geteilt, die Folgen des Krieges spürt die gesamte Bevölkerung. Am 31. Juli wurde das Elektrizitätswerk angegriffen, das den Betrieb der Pumpen für die Wasserversorgung in der ganzen Stadt gewährleistet. Ingenieure der Regierung waren in der Lage, den Schaden provisorisch zu beheben, sie legten eine neue Stromversorgung zu den Pumpen, die ihre Arbeit wieder aufnahmen. Doch nur wenige Stunden später wurde auch diese Leitung zerstört. Seit dem 4. August ist ganz Aleppo ohne Wasserversorgung.

Den jüngsten Kämpfen im Südwesten der Stadt fiel ein anderes humanitäres Projekt zum Opfer. Rund 12.000 Inlandsvertriebene hatten dort in Rohbauten gelebt und waren täglich mit einer warmen Mahlzeit versorgt worden. Als die islamistischen Kampftruppen am 1. August begannen, Aleppo zu stürmen, flohen die Menschen erneut. Manche fanden Zuflucht in Parks, andere in Moscheen.

11. August 2016

Die Verantwortung des Westens für das Elend im Mittleren Osten (Nachdenkseiten)

Bereits 1916 als die Staatsgrenzen Syriens und seiner Nachbarstaaten gezogen wurden war die Region ein Spielball der Großmächte. Hundert Jahre später liegt das Land in Trümmern. Jens Wernicke sprach mit der Journalistin und Autorin Karin Leukefeld zur Frage, warum. Und erfährt von einem gezielt betriebenen Wirtschafts- und Stellvertreterkrieg des Westens, der zunehmend zum Exitus des syrischen Staates führe, die Bevölkerung in den Hungertod treibe und bereits 11 Millionen Syrer auf die Flucht getrieben hat.

Zum Interview: http://www.nachdenkseiten.de/?p=34568

11. August 2016

„Normandie-Verhandlungen mit Kiew sinnlos“ ???

Putin: Nach Tötung zweier Russen und Beschuss der Krim – „Normandie-Verhandlungen mit Kiew sinnlos“

Hier: https://deutsch.rt.com/kurzclips/39933-putin-nach-totung-zweier-russen/

 

Medien: Ziel der vereitelten Anschläge auf der Krim – „Tötung des Tourismus“

Das Ziel der auf der Krim festgenommenen Saboteure sind nicht Angriffe auf Industrieobjekte oder Attentate auf die Führung der Halbinsel, sondern eine Reihe von Anschlägen in den Kurorten gewesen, um die Touristen zu verschrecken und diese Branche „zu töten“, wie die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag mit Verweis auf eigene Quellen schreibt.

Hier: http://de.sputniknews.com/politik/20160811/312059128/ziel-anschlaege-krim-toetung-tourismus.html

11. August 2016

Deutscher Regierungs-Think Tank SWP blickt in die Zukunft: Auch 2017 ist Russland an allem schuld (RTdeutsch)

 

Die Stiftung Wissenschaft und Politik, kurz SWP, gehört zu den einflussreicheren ihrer Art. Sowohl die Bundesregierung als auch den Bundestag berät der Think Tank in außen- und sicherheitspolitischen Fragen. In einer immer komplexeren Welt gäbe es eigentlich viel zu tun für eine solche Einrichtung. Leichter ist es da jedoch, für alle denkbaren Probleme stets Russland verantwortlich zu machen, wie nun in einer neuen „Studie“ der Stiftung geschehen.

Hier weiter: https://deutsch.rt.com/inland/39921-deutscher-regierungs-think-tank-blickt/

11. August 2016

Kissinger und die Folterer: Neue Geheimdokumente zur Verbindung mit argentinischer Militärdiktatur (RTdeutsch)

 

Anfang dieser Woche hat die US-amerikanische Regierung bisher geheime Dokumente über die argentinische Militärdiktatur von 1976 bis 1983 veröffentlicht. Die Dokumente enthüllen brisante Details über die Verbindungen des ehemaligen nationalen US-Sicherheitsberaters und US-Außenministers Henry Kissinger zur blutigsten Militärjunta Lateinamerikas.

Hier weiter: https://deutsch.rt.com/amerika/39930-kissinger-und-folterer-neue-geheimdokumente/

11. August 2016

Aleppo: Lastwagen voller Waffen für die syrische al-Qaida-Allianz (telepolis)

Kein Ende der Kämpfe in Sicht. Die Anti-Assad-Koalition versorgt die Dschihadisten

Die UN warnt immer dringender vor einer Versorgungskatastrophe in Aleppo. Der Strom würde „in weiten Bereichen“ ausfallen, die Trinkwasservorräte knapp. Eine humanitäre Pause der Kämpfe wäre dringend geboten.

„Wir suchen ununterbrochen nach Wegen, die Kriegsparteien zu Verhandlungen zu bewegen“, sagte der deutsche Außenminister Steinmeier. Eine andere Lösung sei nicht in Sicht. Man könne das Ende der Kämpfe nicht anordnen.

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http://www.heise.de/tp/artikel/49/49077/1.html

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