Financial Times: Saudi Arabien unterstützt weiterhin mit Duldung der USA Terroristen in Aleppo (RTdeutsch)

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Die arabischen Golfstaaten unterstützen einem Bericht der „Financial Times“ zufolge weiterhin die belagerten Dschihadisten in der syrischen Stadt Aleppo, die gegen die Truppen der syrischen Regierung kämpfen. Es ist von „dutzenden LKWs mit Waffen und Munition“ die Rede, die mit Duldung der USA über die Türkei nach Aleppo gebracht werden. Die Aufständischen in der Stadt bestehen größtenteils aus dschihadistischen Terrorgruppen.

Die US-amerikanische Zeitung „Financial Times“ hat unter Berufung auf einem Aktivisten, der in der Türkei und Syrien arbeitet, berichtet, dass die Aufständischen von „Dutzenden LKWs“ aus der Türkei mit Waffen und Munition versorgt werden.

Regionale Mächte wie Saudi-Arabien und Katar würden diese Lieferungen finanzieren, obwohl bekannt ist, dass viele der Rebellenkämpfer dschihadistischen Gruppen angehören. Die „Financial Times“ zitierte einen westlichen Diplomaten, der Kontakt zu der syrischen Opposition hat:

„Die Amerikaner wussten natürlich, was vor sich ging. Sie ignorierten es, um etwas Druck auf Russland und den Iran auszuüben.“

Dem Bericht zufolge seien nicht Waffen und Munition das eigentliche Problem für die Aufständischen, sondern Geld. Ein in der Türkei lebender Vertreter der syrischen Opposition habe erklärt:

„Viel Geld ist im letzten Monat dafür verwendet worden, diese ganzen Gruppen an einen Tisch zu bringen. […] Das ist der einzige Weg, diese Leute zur Zusammenarbeit zu bringen — man muss ihnen Geld geben.“

In Aleppo ist der Al-Qaida-Ableger „Eroberungsfront der Levante“, besser bekannt unter dem alten Namen „Al-Nusra-Front“, die Hauptstütze der Aufständischen.

Einigen Berichten zufolge konnte die „Eroberungsfront“ die Regierungstruppen zurückdrängen. Damaskus dementierte dies.

Syrische und russische Streitkräfte gaben bekannt, dass mindestens 2.000 Dschihadisten innerhalb von zehn Tagen getötet wurden.

Westliche Diplomaten drängen die syrische Regierung, ihre Offensive gegen die Aufständischen in Aleppo einzustellen und mit ihnen zu verhandeln. Etwa 250.000 Zivilisten sind noch in den Vierteln, die von den Rebellen kontrolliert werden, eingekesselt.

Der saudi-arabische Außenminister drohte sogar damit, die Unterstützung der syrischen Aufständischen auszudehnen, sollte es zu keiner politischen Lösung kommen.

Obwohl die syrische Regierung humanitäre Korridore geschaffen hat, um Zivilisten die Flucht zu ermöglichen, können sie diese kaum nutzen, da Fliehende von aufständischen Scharfschützen beschossen werden.

Der stellvertretende russische UN-Botschafter sagte während einer Sitzung des Weltsicherheitsrates, dass die Unfähigkeit und der Widerwille von Staaten, Terroristen in Syrien zu bekämpfen, durch „Wehklagen und Trauer“ über die humanitäre Lage in Syrien getarnt werde. Der einzige Weg, den Syrienkonflikt zu beenden, sei, gegen den Terrorismus zu kämpfen und den politischen Dialog in Syrien wiederherzustellen.

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