Der US-Präsident kann alleine den Befehl zum Einsatz von Atomwaffen geben (telepolis)

Die Atomwaffen sind gerade wieder in den USA-Präsidentschaftswahlkampf zum Thema geworden. Angeblich soll Donald Trump mehrmals einen außenpolitischen Berater gefragt haben, warum die USA keine Atomwaffen einsetzen sollten, wenn sie diese schon hätten.

Das Trump-Lager bestreitet die Behauptung, aber von der Hand zu weisen ist es nicht, schließlich hatte Trump im März schon mal nebenbei gemeint, dass ja auch Japan, Südkorea oder Saudi-Arabien Atomwaffenerhalten könnten. Er meinte rhetorisch, man könne auch gegen den IS nach einem Angriff mit Atomwaffen zurückschlagen. Er wolle zwar keine Atomwaffen einsetzen, aber er würde dies auf keinen Fall ausschließen, auch nicht in Europa.
Herausgestellt hat sich über die Diskussion jedoch, dass es durchaus so sein kann, dass ein Präsident alleine den Einsatz von Atomwaffen anordnen und auslösen kann. Der Präsident als oberster Kommandeur könnte sogar einen Erstschlag anordnen, ohne mit einem Veto rechnen zu müssen. Auch der Verteidigungsminister wäre außen vor. Die Einzelheiten über die Schritte, die zum Feuern von Atomwaffen ablaufen müssen, sind allerdings geheim. Franklin Miller, der als Atomwaffenspezialist über 30 Jahre im Weißen Haus und im Pentagon gearbeitet hat, sagte jedenfalls der NYT: „Es gibt kein Veto, wenn der Präsident einmal einen Schlag angeordnet hat. Der Präsident und nur der Präsident hat die Autorität, den Einsatz von Atomwaffen zu befehlen.“
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49054/1.html

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