Elite-Soldat im Informationskrieg: Wie der Historiker Schlögel vom Aufklärer zum Hass-Prediger wurde (RTdeutsch)

Der Konflikt mit Russland wurde für manchen deutschen Historiker zur persönlichen Obsession, die medienwirksam ausgetragen wird. Dadurch soll die anti-russische Propaganda an zusätzlicher intellektueller Legitimation gewinnen. Eine einst respektable Zunft stellt sich in den Dienst eines aggressiven Konfrontationskurses.

Es musste geschehen: der berühmte Historiker Karl Schlögel meldete sich unverzüglich. Nach anfänglicher journalistischer Kanonade der ganzen deutschen Mainstream-Presse war nun besonders schweres Geschütz an der Reihe. Für ihn war es Ehrensache: Das Putin-Russland „erdreiste sich“ (sein Wortlaut) und tappte mit seiner Initiative zum Berliner Institut „Dialog der Zivilisationen“ in das bis jetzt vom russischen Einfluss gut beschützte deutsche Intellektuellen-Metier.

Der passionierte Anti-Putinist ist seit Ausbruch der Ukraine-Krise in den deutschen Medien gefragter denn je. Anerkannter Forscher, professioneller Osteuropa-Reisender und fesselnder Vielschreiber, ist er nach eigenem Bekenntnis seit Beginn der Ukraine-Krise in „den Strudel der Informationen“ hineingezogen worden und profilierte sich als wortreicher Unterstützer des Maidans. In der Russland-Frage stellte sich Schlögel kompromisslos auf die Seite der Verfechter eines harten Konfrontationskurses.

Der Liebling deutscher Medien

Seine „Leistung“ bestand darin, dass er das ukrainische maidanistische und deutsche Leitmedien-Narrativ in seiner radikalsten Form kritiklos übernahm und aus einer Ukraine-Krise eine Russland-Krise machte, als der Historiker anstatt Aufklärung über die Geschehnisse in der Ukraine nur eine putinfixierte Geißelung Russlands zu betreiben suchte.

Sein Name und politische Präferenz sicherte Karl Schlögel ständige Medienpräsenz. Mit seinem Renommee adelte er die eintönige Floskel antirussischer Propaganda. Für die dröge Russland-Journalistik war es ein Geschenk, denn sie musste bereits damals die Wut der zweifelnden und nörgelnden Leser- und Zuschauerschaft über sich ergehen lassen: Die Bestätigung für ihr Recht bekam sie nun aus den Höhen des deutschen Intellektuellen-Himmels. „Annexion“, „Aggression“, „Destabilisierung“, „Eskalation“ – das volle Diffamierungsprogramm des deutschen Politikums bekam eine feine wissenschaftliche Note: Es redete ein ausgewiesener „Russland-Experte“, diesmal ein echter – und ehemaliger, denn mit seiner Parteinahme in solch plumper propagandistischer Manier hat er sich disqualifiziert:

weiterlesen: https://deutsch.rt.com/meinung/39727-elite-soldat-im-informationskrieg-wie/

%d Bloggern gefällt das: