Türkei gewährte hochrangigem Al-Qaida-Mitglied Asyl (telepolis)

Die Menschen, die Freitagnacht in Istanbul Jagd auf die putschenden Soldaten machten, wurden in vielen Medien als Zivilbevölkerung bezeichnet. Aber sie entpuppten sich als islamistischer marodierender Mob, der nicht nur auf die Soldaten einschlug, sie auspeitschte und auf sie urinierte, sie enthaupteten auch – ganz in IS-Manier – einen Soldaten auf der Bosporusbrücke. Der Journalist Kemal Hür berichtet im Deutschlandfunk:

Erdoğans Gefolgschaft stürmte auf die Straßen, skandierte lauthals Allah-u Akbar, zeigte den Gruß der Islamisten und Faschisten. In Istanbul zogen sie durch Stadtteile, wo Aleviten leben und durch Viertel, wo junge Menschen in Cafés und Bars Alkohol trinken.

Dieser Teil der Bevölkerung hat die nationalistische, islamistische Gehirnwäsche, die die regierungsnahen Medien in der Türkei seit Monaten predigen, schon längst verinnerlicht. Schon längst sind die dschihadistischen Gruppen, die in die Türkei einsickerten und zum Teil auch politisches Asyl bekamen, mit dem islamistischen, radikalisierten Teil der Bevölkerung verschmolzen.

Wie die Washington Post vergangene Woche berichtete, wurde ein namhafter Al Qaida Führer durch einen US-Drohnenangriff in Nordsyrien, nahe der Stadt Idlib getötet. Der Vorfall ereignete sich schon im April dieses Jahres. Die Einzelheiten gelangten aber erst jetzt an die Öffentlichkeit.

Das Pikante: Die Türkei gewährte diesem Terroristen seit 2013 politisches Asyl. Rifai Ahmed Taha war ein enger Verbündeter Osama bin Ladens. Er galt bei den US-Beamten als gefährlicher Terrorist, der noch immer aktiv im Al-Qaida-Netzwerk war. Er unterhielt intensive Kontakte zur islamistischen Al-Nusra Front in Syrien.

http://www.heise.de/tp/artikel/48/48875/1.html

%d Bloggern gefällt das: