„Vernichtungskrieg: „Kein Kommentar“ – Merkel und Co stehen auf Faschismus

„Vernichtungskrieg: „Kein Kommentar“ 22.06.2016″
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59394

BERLIN (Eigener Bericht) – Selbst 75 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion will die Bundesregierung diesen nicht als Beginn eines rassistischen Vernichtungskrieges bezeichnen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach handelt es sich beim Überfall auf die UdSSR am 22. Juni 1941 nach offizieller Lesart „um einen unprovozierten Angriffskrieg des ‚Dritten Reiches’“ – andere „rechts- oder geschichtswissenschaftliche Auffassungen“ werde man „nicht kommentieren“. Die Haltung Berlins ist umso skandalöser, als zahlreiche verbrecherische Befehle der NS-Führung überliefert sind, in denen unmissverständlich die „Ausrottung“ der „jüdisch-bolschewistischen Intelligenz“ in der UdSSR angeordnet wird. Gleichzeitig weigern sich die deutschen Regierungsparteien, die von der Naziwehrmacht internierten sowjetischen Kriegsgefangenen als Opfer des NS-Regimes anzuerkennen; über einen entsprechenden Antrag der Linksfraktion im Deutschen Bundestag wurde bis heute nicht entschieden. Mehr als drei Millionen gefangene Rotarmisten kamen im deutschen Gewahrsam ums Leben – sie starben an Hunger, vermeidbaren Krankheiten oder wurden gezielt ermordet.

„Sofort mit der Waffe erledigen“
Es folgte eine ganze Reihe von verbrecherischen Befehlen, die die Wehrmachtsführung noch vor dem von ihr als „Unternehmen Barbarossa“ bezeichneten Überfall auf die UdSSR erließ. Gemäß den auch als „Kommissarbefehl“ bezeichneten „Richtlinien für die Behandlung der politischen Kommissare“ vom 6. Juni 1941 waren die politischen Instrukteure der Roten Armee im Falle ihrer Ergreifung „sofort mit der Waffe zu erledigen“. Der „für die Kriegsgefangenen völkerrechtlich geltende Schutz“ finde auf sie „keine Anwendung“, hieß es.[3] Der „Erlass über die Ausübung der Kriegsgerichtsbarkeit im Gebiet Barbarossa“ vom 13. Mai 1941 verfügte, dass von Wehrmachtsangehörigen gegen Zivilisten begangene Straftaten „nicht unter Verfolgungszwang“ gestellt werden durften, und erklärte damit die sowjetische Bevölkerung de facto für vogelfrei.[4] Die „Richtlinien für das Verhalten der Truppe in Russland“ vom 19. Mai 1941 schließlich verpflichteten die deutschen Soldaten auf den „Kampf … gegen bolschewistische Hetzer, Freischärler, Saboteure, Juden“.[5] Zusammen mit dem vorgenannten „Kriegsgerichtsbarkeitserlass“ führte der Befehl dazu, dass Hunderttausende Bürger der Sowjetunion ohne jeden Bezug zu Kampfhandlungen willkürlich ermordet wurden.

rechts-links-schlagabtausch:

https://twitter.com/RalfiCB/status/742622087496519680/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw

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