Annäherung zur Konfrontation Obama beendet Staatsbesuch in Vietnam mit etlichen Abkommen zur Zusammenarbeit. Washington zielt auf Einkreisung Chinas, Hanoi auf eigene Stärkung (junge Welt)

Von Gerhard Feldbauer

Barack Obama hat am Mittwoch seinen dreitägigen Staatsbesuch in der Sozialistischen Republik Vietnam beendet. Der US-Präsident traf mit seinem Amtskollegen Tran Dai Quang, dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV), Nguyen Phu Trong, Premierminister Nguyen Xuan Phuc und der Präsidentin der gerade neugewählten Nationalversammlung, Nguyen Thi Kim Ngan, zusammen. Im Mittelpunkt standen, wie die Vietnam News Agency (VNA) berichtete, die weitere bilaterale Zusammenarbeit in Ökonomie und Handel, Wissenschaft und Technologie, Bildung, Umweltschutz, Verkehrsverbindungen und regionale Sicherheitsfragen. Das Volumen des Außenhandels, das 2015 etwa 46 Milliarden US-Dollar betrug, soll rasch ausgebaut werden. Ein großes Potenzial bestehe bei Investitionen von US-Firmen in Vietnam, die dort in diesem Bereich im internationalen Vergleich derzeit nur auf dem siebten Platz liegen. Obama gab die Aufhebung des Waffenembargos bekannt, was Vietnam als »Ausdruck der Normalisierung der bilateralen Beziehungen hoch schätze«. Er betonte, die Maßnahme habe »nichts mit den chinesischen Aktivitäten im Südchinesischen Meer zu tun«.

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http://www.jungewelt.de/2016/05-26/025.php

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