Archive for Mai 1st, 2016

1. Mai 2016

Vatican conference rejects just war theory, asks for encyclical on nonviolence – Participants US-Presidential Candidate Bernie Sanders, Bolivia’s President Morales, Ecuador’s President Correa, Nobel Peace Prize laureate Mairead Maguire

Vatican conference rejects just war theory, asks for encyclical on nonviolence – Participants US-Presidential Candidate Bernie Sanders, Bolivia’s President Morales, Ecuador’s President Correa, Nobel Peace Prize laureate Mairead Maguire

The participants of a first-of-its-kind Vatican conference have rejected the Catholic church’s long-held teachings on just war theory, saying they have too often been used to justify violent conflicts and the global church must reconsider Jesus‘ teachings on nonviolence.

Members of a three-day event co-hosted by the Pontifical Council for Justice and Peace and the international Catholic peace organization Pax Christi have also strongly called on Pope Francis to consider writing an encyclical letter, or some other „major teaching document,“ reorienting the church’s teachings on violence.

„There is no ‚just war,'“ the some 80 participants of the conference state in an appeal they released Thursday morning.

„Too often the ‚just war theory‘ has been used to endorse rather than prevent or limit war,“ they continue. „Suggesting that a ‚just war‘ is possible also undermines the moral imperative to develop tools and capacities for nonviolent transformation of conflict.“

„We need a new framework that is consistent with Gospel nonviolence,“ say the participants, noting that Francis and his four predecessors have all spoken out against war often. „We propose that the Catholic Church develop and consider shifting to a Just Peace approach based on Gospel nonviolence.“

The conference’s final document — An Appeal to the Catholic Church to Re-Commit to the Centrality of Gospel Nonviolence — was delivered to Pope Francis shortly after the conference concluded. Confessing that we and the Catholic Church had betrayed Jesus’ nonviolence many times, including by “participating in wars, persecution, oppression, exploitation and discrimination,” we concretely proposed that the church “promote nonviolent practices and strategies (e.g., nonviolent resistance, restorative justice, trauma healing, unarmed civilian protection, conflict transformation, and peacebuilding strategies); initiate a global conversation on nonviolence within the Church, with people of other faiths, and with the larger world to respond to the monumental crises of our time with the vision and strategies of nonviolence … continue advocating for the abolition of war and nuclear weapons; and lift up the prophetic voice of the Church to challenge unjust world powers and to support and defend those nonviolent activists whose work for peace and justice put their lives at risk.”

Statement by the participants of the Nonviolence and Just Peace – Rome, 11-13 April 2016 -co-convened by Pax Christi International, the Pontifical Council for Justice and Peace

PDF in EnglishDutch, French, and Spanish

Advertisements
1. Mai 2016

Vatikan-Konferenz lehnt Theorie des gerechten Krieges ab, empfiehlt eine Enzyklika über Gewaltlosigkeit – Teilnehmer US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders, Boliviens Präsident Morales, Ecuadors Präsident Correa, Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire.

z1235

Unter den Teilnehmern der Konferenz, die vom 11. bis zu. 13. April in Rom stattfand, waren Bischöfe aus Nigeria und Japan und religiöse Oberhäupter von Dachorganisationen aus der ganzen Welt. Prominenteste Teilnehmer waren der US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders, Boliviens Präsident Evo Morales, Rafael Correa, der Präsident Ecuadors, und die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire.

p2222

Die Teilnehmer wiesen die jahrhundertelange katholischen Lehre der Kirche über die Theorie des gerechten Krieges zurück. Sie führten vielmehr an, dass diese Theorie allzu oft verwendet wurden um gewaltsame Konflikte zu rechtfertigen. Die Schlussfolgerung war der Konferenzteilnehmer war, dass die globale Kirche die Lehren Jesu über Gewaltlosigkeit neu aufleben lassen müsse.

Die Mitglieder der dreitägigen Veranstaltung, die gemeinsam veranstaltet vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden und der internationalen katholischen Friedensorganisation Pax Christi haben an Papst Franziskus appelliert eine Enzyklika zu verfassen, um eine Umorientierung der Lehren der Kirche über die Gewalt in die Wege zu leiten.

„Es gibt keinen“ gerechten Krieg ‚ „, diese These wurde von rund 80 Teilnehmern der Konferenz in einem Appell veröffentlicht.

„Alles was darauf hindeutet, dass ein“ gerechter Krieg „möglich ist, untergräbt auch die moralische Verpflichtung, Instrumente und Kapazitäten für gewaltlosen Konflikttransformation zu entwickeln.“

„Wir brauchen einen neuen Rahmen, der mit der Gospel über Gewaltlosigkeit im Einklang steht“, sagten die Teilnehmer.

Das Abschlussdokument der Konferenz, ein Appell an die katholische Kirche mit Bezug auf die Zentralität des Evangeliums über Gewaltlosigkeit wurde an Franziskus übergeben.

Die folgende Erklärung der Teilnehmer der Konferenz über Gewaltlosigkeit und gerechten Frieden wurde veröffentlicht.

PDF in EnglishDutch, French, and Spanish

http://www.paxchristi.net/news/appeal-catholic-church-recommit-centrality-gospel-nonviolence/5855#sthash.gBLNmWLZ.vQJgJymT.dpbs

 

 

1. Mai 2016

Deutsches Militär übernimmt Führungsrolle beim Aufmarsch gegen Russland

Quelle wsws.org

75 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, in dessen Folge bis zu 40 Millionen Sowjetbürger ums Leben kamen, plant die Bundesregierung die Stationierung permanenter Führungsstrukturen und weiterer Bundeswehrsoldaten an der Grenze zu Russland.

Am Donnerstag berichtete die Süddeutsche Zeitung von Plänen der Bundesregierung, Truppen der deutschen Armee nach Litauen zu verlegen. In dem Land könnte dem Bericht zufolge ein ganzes Bataillon der Nato unter deutscher Führung stationiert werden. Ähnliche Initiativen des Militärbündnisses seien in anderen osteuropäischen Mitgliedsländern geplant.

Ein Regierungssprecher sagte der Zeitung, dass mehrere Alliierte derzeit „eine Verstärkung des Engagements im Rahmen der Rückversicherung der östlichen Bündnispartner und der Bündnisverteidigung“ prüften. Diese Prüfung nehme „entsprechend der veränderten europäischen Sicherheitslage insbesondere die Sicherheitsbedürfnisse Polens und der baltischen Staaten auf“.

Spiegel Online zufolge hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel schon auf dem G5-Gipfel am Montag eine deutsche Beteiligung an den Nato-Plänen zugesagt. US-Präsident Barack Obama hatte Deutschland und Großbritannien zuvor zu einem größeren militärischen Engagement gegen Russland aufgefordert.

Die Website berichtet weiter, dass in den baltischen Staaten sowie Polen und Rumänien Nato-Bataillone mit jeweils bis zu 1.000 Soldaten stationiert werden sollen. Die Bundeswehr könnte sich daran mit einer Kompanie von 100 bis 250 Mann beteiligen.

Sollten diese Pläne in die Tat umgesetzt werden, würden erstmalig permanente Führungsstrukturen der westlichen Nato-Staaten an der Grenze zu Russland installiert. Bisher hatten sich die imperialistischen Mächte darauf beschränkt, Truppen zeitweilig in den osteuropäischen Länder zu stationieren und dort Manöver durchzuführen.

Das Vorhaben verstößt damit gegen die Nato-Russland-Grundakte von 1997, in der die Nato weitgehend ausschließt, „zusätzlich substantielle Kampftruppen dauerhaft“ in den ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten zu stationieren. Daran ändert sich auch nichts, wenn die einzelnen Truppen der konzertierten Aktion rotieren. Das ist offenbar geplant, um die Grundakte nicht offiziell aufkündigen zu müssen.

Der offensive Einsatz soll dem deutschen Verteidigungsministerium zufolge auf dem nächsten Nato-Gipfel am 8. und 9. Juli in Warschau beschlossen werden. Dort soll diskutiert werden, wie die Nato-Truppen noch effektiver gegen Russland in Stellung gebracht werden können.

Der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Karl-Heinz Kamp, schreibt in einem Arbeitspapier zu dem Gipfel, dass dieser die „immer wieder definierten Fähigkeitslücken der Nato“ in Osteuropa schließen müsse. Insbesondere müsse die Reaktionszeit der Truppen erhöht werden. Die „weniger als 5.000 Mann umfassende schnelle Eingreiftruppe“ sei den russischen Truppen „im Ernstfall nicht gewachsen“.

Angesichts der Konfrontation mit Russland empfiehlt Kamp auch einen „neuen nuklearstrategischen Konsens“ im Bündnis. Weil Russland in Bezug auf konventionelle Waffen unterlegen sei, werde es schwieriger, das Land durch Atomwaffen abzuschrecken, „wobei die Gefahr einer nuklearen Kurzschlussreaktion der russischen Führung stets gegeben ist“. Von einer atomwaffenfreien Welt müsse man sich verabschieden, so Kamp, und stattdessen in kürzere Reaktionszeiten amerikanischer Atombomben investieren sowie die „Übungstätigkeit im Nuklearbereich“ verstärken.

Die Bundesakademie untersteht direkt dem Bundessicherheitsrat. Wenn Kamp als deren Präsident eine atomare Aufrüstung fordert, reflektiert das Diskussionen in den obersten Führungsgremien des Landes. Die Pläne der Bundesregierung stehen in direktem Zusammenhang mit solchen Debatten und stellen eine enorme Eskalation der Konfrontation mit Russland dar, die unkalkulierbare Folgen hat.

Die Vorhaben liegen auf der Linie, die der designierte Nato-Oberkommandierende für Europa, Curtis Scaparrotti, in den letzten Wochen vorgegeben hat. Dieser hatte ein hartes Vorgehen gegen Russland und die Stationierung einer Panzerbrigade mit ca. 4.500 Soldaten an der Grenze Russlands gefordert. „Wir sollten uns ihnen entgegenstellen und klar machen, was akzeptabel ist und was nicht“, sagte der General. „Wenn wir das klargemacht haben, müssen wir es auch durchsetzen.“

Diese Pläne sind der vorläufige Gipfel einer Strategie, die die Nato seit einigen Jahren verfolgt. Deutschland und die Vereinigten Staaten spielten von Anfang an die zentrale Rolle dabei. Zunächst haben sie Anfang 2014 den rechten Putsch in der Ukraine unterstützt, der den Einfluss Russlands auf das Land brechen und es unter westliche Kontrolle bringen sollte.

Im gleichen Jahr beschloss die Nato auf dem Gipfel von Wales die Schaffung einer Einsatzgruppe mit sehr hoher Einsatzbereitschaft (VJTF) von 5.000 Mann, die in kürzester Zeit gegen Russland einsatzbereit sein soll. Deutschland will über die Hälfte der Soldaten dieser Einheit stellen. Zusammen mit den geplanten Stationierungen stünden also 10.000 hochgerüstete Soldaten bereit, um in kürzester Zeit gegen Russland eingesetzt werden zu können, davon etwa 3.000 aus Deutschland.

Die westliche Aggression hat die Welt nahe an einen Dritten Weltkrieg gebracht. Es kommt schon jetzt immer wieder zu ernsten Zwischenfällen zwischen Nato-Truppen und russischem Militär, die in einen umfassenden Konflikt münden können. Zuletzt schickte Russland am 12. April einen Kampfjet und einen Helikopter gegen einen Zerstörer der US-Marine, der Militärübungen in der Ostsee nahe Kaliningrad durchgeführt hatte.

Am Mittwoch begannen gemeinsame Manöver der estländischen Streitkräfte mit den US-amerikanischen Truppen, die im Land stationiert sind. Unter anderem wurde dabei die „überraschende Mobilmachung“ geübt. Auch in Georgien sind Militärexperten der USA und der Nato eingetroffen, um gemeinsame Manöver vorzubereiten. Insgesamt sind in diesem Jahr 21 Manöver mit 5.500 Soldaten geplant oder haben schon stattgefunden. Im letzten Jahr waren es noch 16 Manöver mit 5.000 Soldaten.

Auch die Kämpfe in der Ostukraine, wo prorussische Separatisten gegen Regierungstruppen kämpfen, flammen erneut auf. Am Donnerstag meldete der Leiter der OSZE-Beobachtermission, Ertugrul Apakan, „die höchste Zahl an Verstößen seit Monaten“. Dabei kämen auch schwere Waffen zum Einsatz. Scaparrotti hatte bereits gefordert, der ukrainischen Regierung Waffen zu liefern, um sie im Kampf gegen die Rebellen zu unterstützen.

1. Mai 2016

This is a statement from the family of Father Daniel Berrigan, SJ. May 9, 1921 – April 30, 2016

berrigan

Daniel Berrigan, Uncle, Brother, Friend,

A statement from the Family of Father Dan Berrigan, SJ

This afternoon around 2:30, a great soul left this earth. Close family missed the “time of death” by half an hour, but Dan was not alone, held and prayed out of this plane of existence by his friends. We – Liz McAlister, Kate, Jerry and Frida Berrigan, Carla and Marc Berrigan-Pittarelli—were blessed to be among friends—Patrick Walsh, Joe Cosgrove, Father Joe Towle and Maureen McCafferty—able to surround Daniel Berrigan’s body for the afternoon into the evening.

We were able to be with our memories of our Uncle, Friend and Brother in Law—birthdays and baptisms, weddings and wakes, funerals and Christmas dinners, long meals and longer walks, arrests and marches and court appearances.

It was a sacrament to be with Dan and feel his spirit move out of his body and into each of us and into the world. We see our fathers in him—Jerry Berrigan who died in July 2015 and Phil Berrigan who died in December 2002. We see our children in him—we think that little Madeline Vida Berrigan Sheehan-Gaumer (born February 2014) is his pre-incarnation with her dark skin, bright eyes and big ears.

We see the future in him – his commitment to making the world a little more human, a little more truthful.

We are bereft. We are so sad. We are aching and wrung out. Our bodies are tired as Dan’s was—after a hip fracture, repeated infections, prolonged frailty. And we are so grateful: for the excellent and conscientious care Dan received at Murray Weigel, for his long life and considerable gifts, for his grace in each of our lives, for his courage and witness and prodigious vocabulary. Dan taught us that every person is a miracle, every person has a story, every person is worthy of respect.

And we are so aware of all he did and all he was and all he created in almost 95 years of life lived with enthusiasm, commitment, seriousness, and almost holy humor.

We talked this afternoon of Dan Berrigan’s uncanny sense of ceremony and ritual, his deep appreciation of the feminine, and his ability to be in the right place at the right time. He was not strategic, he was not opportunistic, but he understood solidarity—the power of showing up for people and struggles and communities. We reflect back on his long life and we are in awe of the depth and breadth of his commitment to peace and justice—from the Palestinians’ struggle for land and recognition and justice; to the gay community’s fight for health care, equal rights and humanity; to the fractured and polluted earth that is crying out for nuclear disarmament; to a deep commitment to the imprisoned, the poor, the homeless, the ill and infirm.

We are aware that no one person can pick up this heavy burden, but that there is enough work for each and every one of us. We can all move forward Dan Berrigan’s work for humanity. Dan told an interviewer: “Peacemaking is tough, unfinished, blood-ridden. Everything is worse now than when I started, but I’m at peace. We walk our hope and that’s the only way of keeping it going. We’ve got faith, we’ve got one another, we’ve got religious discipline…“ We do have it, all of it, thanks to Dan.

Dan was at peace. He was ready to relinquish his body. His spirit is free, it is alive in the world and it is waiting for you.

%d Bloggern gefällt das: