Archive for Januar 30th, 2016

30. Januar 2016

Gaddafis Tochter will Widerstand gegen die NATO und die Terroristen in Libyen anführen

Zum ersten Mal in vier Jahren, seit November 2011, machte die Tochter von Muammar al-Gaddafi Aisha einen Appell an die Libyer. Nach den veröffentlichten Briefen befindet sie sich in Eritrea, nach ihrer Gefangenschaft in Algerien und Oman. Aisha Gaddafi sprach zum ersten Mal über ihre Flucht von Algerien nach Oman. Sie äußerte ihre Bereitschaft den Widerstand in einem entscheidenden Moment für das Land zu führen  – am Vorabend einer neuen NATO-Intervention. Wie ein Generalleutnant der libyschen Armee berichtete, „bat sie die Libyer um zu „wecken“, um den Sieg zu gewinnen , und die Jamahiriya zur Macht zurückzukehren.“

Aisha Gaddafi garantierte dafür, dass sie in den kommenden Monaten eine „stabile Regierung“ mit „bekannten Libyern“, die treu zu Gaddafi sind, bilden wird. Sie analysierte die derzeitige Situation und kritisierte die ehemalige Armeeführer für „ihre verrückte Mischung mit Anarchisten“ und für ihre Wahl „für Geld zu kämpfen.“ Gaddafis Tochter warf ihnen vor, dass sie unter der grünen Flagge der Jamahiriya ein Bündnis mit den Islamisten abgeschlossen haben. Sie beschuldigte die Stämme der Tuareg und Toubou des Separatismus und der Verschwörung mit der Regierung von Tobruk.

Aisha Gaddafi forderte die libysche Soldaten dazu, einen Eid abzulegen und sie als Oberbefehlshaber anzuerkennen, um mit ihnen zusammen das Land wieder aufzubauen. „Mein Name erlegt mir die Pflicht auf, und gibt mir das Recht vor, Treue in der Schlacht zu verlangen“ – schrieb die mutige Frau, die während des Krieges ihren Mann und ihre zwei Kinder verloren hatte. Heute ist sie bereit, ein „Symbol der Nation“, ein Symbol der Mission für die „Wiedergeburt der nationalen Einheit“ zu werden.  Sie nannte die Libyer „meine Kinder“ und verglich sich mit einer „Mutter“, die für ihre Kinder kämpfen wird.

In ihrem Kommentar über die Terroristen von „Al Kaida“, die Gaddafi im Jahr 2011 gestürzt hatten, wies Aisha Gaddafi prophetisch darauf, dass ihre eigene Verrücktheit sie vernichten wird.“

„Unsere Schläge sind nichts im Vergleich zu denen, die sie selbst verursacht haben“. Sie bemerkte, dass „sie bereit für diesen tödlichen Kampf ist, in dem die Terroristen gegen eine vereinte Nation kämpfen müssen.“

Allerdings machte Aisha Gaddafi klar, dass der Krieg „mit dem Sieg nicht beendet sein wird.“ Abschließend versprach sie, eine neue Ansprache zu schreiben. Gerüchten zufolge, wurde die gedruckte Version dieses Appells heimlich sowohl in der Hauptstadt von Libyen Tripolis als auch in der neuen Hauptstadt Tobruk verbreitet. In naher Zukunft erwartet man Aishas Erscheinung im lokalen Fernsehen.

30. Januar 2016

junge Welt – Kommunismus gefällt mir – Antworten Putins auf Fragen zu Lenin, der Sowjetunion und ihren Zerfall

Bei einer Tagung der »Gesamt­russländischen Volksfront« im südrussischen Stawropol wurde der russische Präsident Wladimir Putin am Montag nach seinem Verhältnis zum Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin, zu einer möglichen Umbettung von dessen Leiche aus dem Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau und zum Sozialismus befragt. Anlass war eine Äußerung Putins auf einer Sitzung des russischen Rates für Wissenschaft und Bildung vom Donnerstag vergangener Woche, Lenin habe eine »Atombombe« unter Russland gelegt (siehe jW vom 23./24. Januar, Seite 8). Die Formulierung erregte in der russischen Öffentlichkeit Aufsehen, die Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) kritisierte sie scharf. In Stawropol erklärte Putin:

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http://www.jungewelt.de/2016/01-30/012.php

30. Januar 2016

ND – Da braut sich was zusammen Uwe-Karsten Heye über die politische Rechte

Angesichts zahlreicher rechtsradikaler Angriffe auf Flüchtlinge, Flüchtlingsheime und auf Helfer sieht Uwe-Karsten Heye den Rechtsextremismus in Deutschland »sträflich unterschätzt«. Bei über 370 Strafbefehlen, die nicht vollzogen werden können, weil die Rechtsextremisten in den Untergrund gegangen sind, »braut sich was zusammen«.

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http://www.neues-deutschland.de/artikel/999937.da-braut-sich-was-zusammen.html

30. Januar 2016

ND – Griechische Fußballer protestieren gegen Flüchtlingssterben

Stiller Protest auf dem Rasen vor Zweitliga-Begegnung: EU und Türkei der Tatenlosigkeit beschuldigt
Fußballer zweier gegnerischer Klubs der zweiten griechischen Liga haben zu Beginn einer Partie in der Stadt Larissa mit einem Sitzprotest an die vielen im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge erinnert. In einer Erklärung des AEL Larissa hieß es zu der zweiminütigen Schweigepause auf dem Fußballrasen vom Freitag, damit werde der »Hunderten von Kindern gedacht, die jeden Tag wegen der abscheulichen Tatenlosigkeit von EU und Türkei ums Leben kommen«. Beim Kentern eines Boots mit Flüchtlingen auf dem Weg von der türkischen Provinz Çanakkale zur griechischen Insel Lesbos starben am Samstag in der Ägäis mindestens 33 Menschen, unter ihnen mehrere Kinder. 75 Menschen konnten gerettet werden, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Trotz Winterwetters begeben sich immer noch jede Woche tausende Menschen auf die gefährliche Überfahrt in Richtung Europäische Union. Nach UN-Angaben kamen seit Jahresbeginn mehr als 44.000 Flüchtlinge nach Griechenland, mehr als 200 Menschen verloren auf dem Weg ihr Leben oder gelten als vermisst. Agenturen/nd

http://www.neues-deutschland.de/artikel/1000011.griechische-fussballer-protestieren-gegen-fluechtlingssterben.html