Archive for Dezember, 2015

26. Dezember 2015

US-Botschafter belehrt Serben: Nicht Russland ist euer Freund, sondern die EU – sputniknews.com

25.12.2015

US-Botschafter Michael Kirby hat in einem Medieninterview versucht, die Serben darüber aufzuklären, wer für sie wirklich ein Freund ist. Der Diplomat versteht nach eigener Aussage nicht, warum die Serben immer noch an die amerikanischen Bombardements von 1999 denken, obwohl Amerika ihnen danach eine Milliarde Dollar geschenkt habe.

Die Serben lägen falsch, wenn sie zu Russland halten, sagte Kirby in einem Gespräch mit der Zeitung „Vecernje novosti“. „Viele hierzulande denken, dass nicht die EU, sondern Russland Serbiens wichtigster Wirtschaftspartner ist“, empörte sich der amerikanische Diplomat.

„Selbst eure Medien haben berichtet, dass ihr von Russland keinen Dinar ohne Rückzahlungspflicht bekommen habt. Wir haben euch eine Milliarde Dollar Hilfe gegeben, die ihr nicht zurückzahlen müsst. Aber niemand in Serbien spricht davon, dass ihr von uns etwas außer Bomben bekommen habt“, sagte Kirby. Er empfahl den Serben, „die Dinge real zu sehen, statt mit Mythen zu leben“.

Serbien hat von den USA wirklich viel mehr als nur Bomben bekommen. Von März bis Juni 1999 hatte die amerikanische Luftwaffe gemeinsam mit Verbündeten die damalige Bundesrepublik Jugoslawien bombardiert. Die Angriffe dauerten 78 Tage und kosteten bis zu 2.500 Zivilisten, darunter 89 Kindern, das Leben. Tausende weitere Menschen wurden verletzt.

Die Nato-Jets feuerten nach serbischen Angaben 1.300 Marschflugkörper und warfen 37.000 verbotene Streubomben ab. Darüber hinaus schlugen bis zu zehn Tonnen verbotene und hochgiftige Uranmunition „Depleted Uranium“ auf jugoslawischem Boden ein. In den Folgejahren nahm die Zahl der Krebskranken dramatisch zu.

Die Nato-Bomben beschädigten fast 200 Fabriken, acht Kraftwerke, 82 Brücken, sieben Bahnhöfe, sechs Flughäfen und unzählige Straßen. Über 40.000 Gebäude, darunter 422 Schulen und 48 Krankenhäuser sowie der Fernsehsender, wurden nach serbischen Regierungsanlagen komplett zerstört.

Unabhängige Experten schätzten den Gesamtschaden auf 29,6 Milliarden US-Dollar. Amerika stellte als Hilfe eine Milliarde bereit. Ein Teil davon wurde genutzt, um die explosiven Überbleibsel des Nato-Krieges in Serbien zu räumen. Ein anderer Teil floss US-nahen Nichtregierungsorganisationen zu, die die Bombardements als „Kampf gegen Diktator Milosevic“ rechtfertigten.
Auch Russland finanzierte Minenräumarbeiten in Serbien. Russische Spezialisten haben viele Jahre in dem Balkan-Staat verbracht und weite Gebiete von Nato-Minen gesäubert.

http://de.sputniknews.com/politik/20151225/306778151/usa-serbien-russland.html

26. Dezember 2015

Syrien, der „Krieg gegen den Terror“, Linke und Friedensbewegung – von Doris Pumphrey

http://www.mez-berlin.de/publikationen-reader-133/items/syrien-der-krieg-gegen-den-terror-linke-und-friedensbewegung.html

In Appellen, Stellungnahmen und Reden gegen den Bundeswehreinsatz in Syrien wird argumentiert, der Krieg gegen den Terror sei ein „Fehler“ gewesen, er habe nur mehr Terror geschaffen. Die Linksfraktion im Bundestag[1] schreibt, der Krieg gegen den Terror habe den Terror nicht eingedämmt oder gar beseitigt, alle Erfahrungen zeigten, dieser Krieg könne nicht gewonnen werden. Der Vorstand der Linkspartei[2] behauptet, insbesondere die Erfahrung des Krieges in Afghanistan lehre: Bomben bringen keinen Frieden. Ja meint denn der Vorstand der Linkspartei, die USA hätten Afghanistan angegriffen, um dort Frieden zu stiften?

Wieso wird nun bedenkenlos die Rechtfertigungs-Terminologie der USA und ihrer Verbündeten übernommen? Führen sie seit vielen Jahren einen „Krieg gegen den Terror“ oder um die Sicherung des Zugangs zu Rohstoffen und Märkten, um strategisch wichtige Positionen (gegenüber Russland, China), um die Beseitigung von Regierungen, die ihnen im Wege stehen?

Seit dem Ende der Sowjetunion – und mit ihr des Warschauer Vertrages – befinden sich die USA (mit wechselnden Gruppen von Verbündeten) in einer permanenten Aggression gegen andere Länder, direkt mit eigenen militärischen Interventionen oder indirekt mit finanzieller, geheimdienstlicher und militärischer Unterstützung von Oppositionsgruppen und mit regionalen Verbündeten, um sich die Welt ihren Interessen unterzuordnen. Regierungen schwächerer Länder, die sich dem imperialen Diktat des Westens widersetzen, wurden oder sollten beseitigt werden.

Durch Russlands Rückkehr mit neuer Stärke auf der Weltbühne sind den Hegemonieplänen des Westens und ihrer völkerrechtswidrigen Regime-Change-Politik wieder Grenzen gesetzt. Das kam für die USA unerwartet, waren sie doch betrunken von ihrem Sieg im Kalten Krieg und glaubten ihre ewige Herrschaft über den Rest der Welt sei angebrochen. Dass den Bestrebungen der USA und ihren Verbündeten wieder ein starkes „Njet“ entgegengesetzt wird, zuletzt nun auch militärisch in Syrien, damit hatten sie nicht gerechnet. Sie waren davon ausgegangen, dass sie weiterhin bestimmen können, wer in welchem Land regieren darf und wer nicht.

Das Drehbuch

Milosevic muss weg! Saddam muss weg! Gaddafi muss weg! Assad muss weg! Seit über 20 Jahren will man uns medial auf die Hetzjagd schicken gegen einen „Diktator“, „Menschenschlächter“ und „neuen Hitler“ nach dem andern. Vor diesen müssten die Bevölkerungen in den jeweiligen Ländern „beschützt“ werden.

Auf allen Kanälen trommeln die USA/NATO-Aggressoren für unsere Zustimmung oder wenigstens unser Schweigen. Das Trommelfeuer der Kriegspropaganda ist so stark, dass es selbst auf viele Kriegsgegner einschüchternd wirkt: Bevor sie die Aggressionspolitik kritisieren, und um „glaubwürdig“ zu sein, spulen sie ein Distanzierungsritual vom designierten „Feind“ ab, als ginge es um irgendwelche Sympathien, als wäre es von irgendeiner Bedeutung, welches Staatsoberhaupt wir persönlich für ein anderes Land gut heißen oder nicht. Sie übernehmen bedenkenlos die vom transatlantischen Mainstream vorgegebene Terminologie für den designierten Feind: Wie selbstverständlich ist er ein „Diktator“ und seine Regierung ein „Regime“.

Das Feindbild wird entsprechend aufgebaut: Der Führer eines Landes, der den „westlichen Interessen“ im Weg steht, wird kriminalisiert, dämonisiert, außerhalb des Völkerrechts gestellt und schließlich ‚zum Abschuss freigegeben‘.

Die Regime-Change Politik folgt einem – jeweils angepassten – Drehbuch: Unzufriedenheiten und legitime Bestrebungen in der Bevölkerung des ins Visier genommenen Landes werden ausgenutzt, ethnische oder religiöse Spannungen provoziert oder vertieft und oppositionelle Gruppen mit finanziellen und materiellen Mitteln bis zu militärischer Ausrüstung und Ausbildung unterstützt oder auch aufgebaut. Latente Konflikte und Proteste werden von außen angeheizt bis hin zu Demonstrationen und bewaffneten Aufständen, die nur noch die Maximalforderung kennen: den Sturz des jeweiligen „Diktators“ einhergehend mit der Verweigerung jeglichen Dialogs mit dem „Regime“. [3]

Das Bild, das uns vermittelt werden soll, ist einfach: Dem „Diktator“ und seinem „Regime“ steht „die Opposition“ der „Zivilgesellschaft“ gegenüber. Diese erstrebt natürlich „Demokratie und Menschenrechte“. Wer genau die Opposition ist, wie sie sich aufteilt, welche Interessen einzelne Gruppen und Grüppchen jeweils vertreten, ob und vor allem wie viel Unterstützung sie tatsächlich jeweils im Volk haben, wird ausgeblendet. Die USA/NATO und ihre Medien unterstützen natürlich jene Teile der Opposition, von denen sie sich die Bedienung ihrer strategischen und wirtschaftlichen Interessen erhoffen können.

Dass „Nicht-Regierungsorganisationen“ (NGOs) zuweilen mit Geheimdiensten kooperieren und auch als Instrument der westlichen Einmischung fungieren können, ist hinlänglich bekannt. Die Politik des Regime-Change wird hierzulande angefeuert von Gruppen wie „Adopt a Revolution“[4], die schon in ihrem Namen neokolonialistisches Herrenmenschentum zum Ausdruck bringt.

Aber auch Organisationen und Einzelpersonen, die sich in unserem Land eher zum linken Lager und zur Friedensbewegung zählen, auch PolitikerInnen der Linkspartei, nehmen Partei für oppositionelle Gruppen in der syrischen „Zivilgesellschaft“, die jeden Dialog mit der Regierung verweigern und nur die Maximalforderung „Assad muss weg“ gelten lassen. Eigenartig ist diese Parteinahme, weil viele von ihnen in ihrem eigenen politischen Engagement hierzulande nicht gerade bekannt dafür sind, irgendwelche Maximalforderungen zu stellen oder den Dialog mit der Regierung verweigern würden.

Nicht wenige projizieren ihre eigenen Wunschvorstellungen auf eine „Revolution“ in Syrien, und machen sich unhinterfragt Einschätzungen von „Basisorganisationen“ zu eigen. Oft sind es die gleichen, die schon mit dem sympathisierten, was sie für eine „Revolution“ in Libyen hielten, obwohl die katastrophalen Folgen eines Regime-Change von Anfang an absehbar waren. Nachdem die westlichen Aggressoren für die Beseitigung Gaddafis gesorgt hatten und das Land im Chaos versank, wandten sich die „Revolutions“-Unterstützer ab und der nächsten „Revolution“ in Syrien zu.

Auch in Syrien sind die Folgen absehbar. Der US-Generalstab kam bereits im Jahr 2013 zu dem Schluss, dass der Sturz Assads „zum Chaos und potenziell zur Übernahme Syriens durch Dschihadisten führen würde, ähnlich wie in Libyen“.[5] Um es mit den Worten des Nahost-Experten Michael Lüders zu sagen: Die Vorstellung, irgendwelche »Basisgruppen« der Zivilgesellschaft würden nach einem »Regime Change« die Macht in Syrien übernehmen, ist »naives Gutmenschendenken«.[6]

Wie viele Millionen Menschen müssen noch sterben und flüchten, wie viele Länder müssen noch zerstückelt, ihre Infrastruktur zerstört und ihrer Souveränität beraubt werden? Hier, weit weg, kann man es sich ja leisten – wenn alles dem Wunschdenken am Ende doch nicht entspricht – einfach wegzuschauen, sich der nächsten „Revolution“ zuzuwenden, ohne die notwendigen Lehren aus dem Vorangegangen zu ziehen. Die Konsequenzen muss man ja nicht selbst erleiden.

Nach all den Lügen, Manipulationen und Fälschungen von Nachrichten und Bildern: Ist es nicht höchste Zeit zu erkennen, dass die „sozialen“ Netzwerke nicht immer so „sozial“ sind, und auch von Spezialabteilungen der Geheimdienste und PR-Agenturen genutzt werden, dass twitter bytes nicht automatisch mit Fakten gleichzusetzen sind? „Nach meinen persönlichen Erfahrungen in Damaskus, Daraa, Homs und Hama sind mindestens die Hälfte der Meldungen über Syrien schlicht falsch – fast wie vor dem Irakkrieg“, erklärte Jürgen Todenhöfer schon Ende 2011.[7]

Ist es nicht höchste Zeit für jene, die von einem Land zum andern unter dem Schlachtruf „Menschenrechte und Demokratie“ mitmarschieren, mal etwas zurückzutreten, um sich einen Blick auf das größere Bild der von USA/NATO verfolgten Ziele zu ermöglichen?

Der „Krieg gegen den Terror“ oder welche Terroristen sind am Werk?

Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begannen die USA ihre Aggressionen als „Krieg gegen den Terror“ zu rechtfertigen. Afghanistan wurde angegriffen, angeblich um die „Drahtzieher“ der Anschläge, Osama bin Laden und seine al-Qaida zu vernichten, Osama bin Laden, der zu keinem Zeitpunkt vom FBI mit den Anschlägen in Verbindung gebracht wurde. Die 9/11 Anschläge wurden nie transparent und schlüssig aufgeklärt. Aber allein schon Fragen zu Unstimmigkeiten der regierungsamtlichen Theorie der 9/11-Verschwörung sind ein Tabu, selbst in friedensbewegten und linken Kreisen. Diese selbstauferlegten Denk- und Sprechverbote, diese eigene Unmündigkeitsmachung sollten uns alarmieren. Viele Verschwörungen z.B. der CIA, wären nie aufgedeckt worden, hätten sich Investigativjournalisten ein Tabu der Hinterfragung auferlegt.

Stutzig machen sollte, dass laut einem BBC-Bericht vom 18.9.2001[8] die USA bereits vor „9/11“ den Angriff auf Afghanistan angekündigt hatten. Stutzig machen sollte ebenso, dass der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld noch vor dem Angriff auf Afghanistan erklärte „Wir sprechen hier von einem dauerhaften Waffengang ohne Befristung.“[9] Wollte er damit andeuten, dass, auch wenn das angebliche Ziel der Ausschaltung Osama bin Ladens und seiner Gruppe in den Höhlen Afghanistans erreicht wird, der „Krieg gegen den Terror“ weitergeht? Geht es seit 9/11 also tatsächlich um einen „Krieg gegen den Terror“?

Aufschluss dazu gibt der US-amerikanische Vier-Sterne General und ehemalige Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, Wesley Clark.[10] Zehn Tage nach den 9/11- Anschlägen besuchte er frühere Weggefährten im Pentagon. Ein Mitglied des Generalstabes teilte ihm mit, ein Angriff auf Irak sei bereits beschlossen. Auf seine Frage, ob es denn irgendeinen Zusammenhang zwischen 9/11 und Saddam Hussein gäbe, erhielt er die Antwort „Nein“. Einige Wochen später – der Krieg gegen Afghanistan hatte bereits begonnen – wollte Clark wissen, ob Irak immer noch im Visier sei. Es sei noch viel schlimmer, erklärte ihm das Mitglied des Generalstabs. Er habe gerade ein Memorandum aus dem Büro des Verteidigungsministers erhalten: Die USA planen sieben Länder anzugreifen und ihre Regierungen zu stürzen, nicht nur Irak, sondern auch Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und Iran.

Für General Wesley Clark hat mit 9/11 ein Coup in den USA stattgefunden als die Neocons die Kontrolle über die Außenpolitik der Regierung Bush Jr. an sich rissen. Er erinnert sich an seine Unterredung – kurz nach dem Ende der „Operation Wüstensturm“ gegen Irak im Jahr 1991 – mit dem berüchtigten Neocon Paul Wolfowitz, dem damaligen dritthöchsten Mann im Pentagon (und späteren stellvertretenden Verteidigungsminister). Erfreut, dass keine Sowjetunion mehr den Einsatz von US Truppen in der Region verhindern könne, meinte Wolfowitz: „Wir haben ungefähr fünf oder zehn Jahre, um die alten sowjetischen Klientelregime zu beseitigen: Syrien, Iran, Irak – bevor uns die nächste Supermacht herausfordern kann.“

Im Juni 2006 wurde das „New Middle East“-Projekt, nach mehreren Jahren Vorbereitung, von der US-Außenministerin Condoleeza Rice und dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert in Tel Aviv öffentlich vorgestellt. Eine anglo-amerikanisch-israelische Road-Map, „die einen Bogen der Instabilität, des Chaos und der Gewalt vom Libanon, Palästina und Syrien zum Irak, dem Persischen Golf, Iran bis zu den Grenzen des von NATO-Truppen besetzten Afghanistan“ spannen sollte. [11]

Inzwischen wurde auch ein detaillierter Plan zur Organisierung regierungsfeindlicher Aktivitäten bekannt, mit dem Ziel den syrischen Präsidenten Al Assad zu stürzen, den der saudische Prinz Bandar und der frühere US-Botschafter im Libanon (und heutige UN- Staatssekretär für politische Angelegenheiten) Jeffrey Feltman im Jahr 2008 ausgearbeitet hatten. Viele dort beschriebenen Details entsprechen dem, was seitdem in Syrien vor sich geht.[12]

Der Krieg in Syrien: ein Bürgerkrieg?

Zur USA/NATO-Terminologie gehört es, den Krieg in Syrien als Bürgerkrieg zu bezeichnen, um vom eigenen Wirken abzulenken. Selbst die Linksfraktion schreibt vom „Bürgerkrieg“ in Syrien. „Dies entspricht jedoch schon lange nicht mehr der Realität“, meint der Völkerrechtler Norman Paech.[13] Ob es jemals nur ein interner Konflikt war, lässt sich stark bezweifeln, denn die USA und ihre Verbündeten betreiben seit Jahren die Destabilisierung der Regierung in Damaskus.

Im April 2011 enthüllte WikiLeaks, dass das US-Außenministerium seit 2006 Millionen von Dollar an syrische oppositionelle Gruppen innerhalb und außerhalb Syriens leitete als Teil einer lang angelegten Kampagne zum Sturz des syrischen Präsidenten.[14]

Im Dezember 2011 folgte die nächste Wikileaks-Enthüllung: In einer diplomatischen Depesche aus Damaskus vom 13. Dezember 2006, betonte die US-Botschaft, dass die Regierung Assad ihre Position im Land und international stärken konnte. Um dem entgegenzuwirken, folgt eine Einschätzung der „potentiellen Schwächen“ der Assad-Regierung und Möglichkeiten „diese auszunutzen“ mit Empfehlungen für konkrete Maßnahmen: u. a. Ängste der Sunniten vor dem iranischen (schiitischen) Einfluss schüren und regionale Aufmerksamkeit auf diese Ängste lenken; Ausnutzung von Korruption einzelner Familienmitglieder und Verstärkung von Widersprüchen in der Assad-Familie; Unstimmigkeiten in Armee und Sicherheitskräften nutzen und Gerüchte über Verschwörungen fördern; Aufmerksamkeit auf Probleme der Kurden lenken. Allerdings „muss dies mit Vorsicht geschehen, denn wenn in Syrien der Kurdenfrage die falsche Art Aufmerksamkeit geschenkt wird, könnte das unseren Bemühungen schaden, die Opposition zu vereinen, angesichts der Skepsis der (meist arabischen) syrischen Zivilgesellschaft gegenüber den Zielen der Kurden.“ Die Depesche schließt mit den Worten: „Wenn wir bereit sind [die Schwächen] für uns zu nutzen, können wir seine [Assads] Entscheidungen stören, ihn aus dem Gleichgewicht bringen und einen hohen Preis für seine Fehler zahlen lassen.“[15]

Im Juni 2013 berichtete der ehemaligen Außenminister Frankreichs, Roland Dumas im Fernsehkanal der französischen Assemblée Nationale, wie ihm – noch vor dem Beginn der Feindseligkeiten in Syrien – befreundete britische Politiker berichteten, dass sich in Syrien etwas zusammenbraue. England sei dabei, eine Invasion von Rebellen in Syrien vorzubereiten: “Diese Operation hatte einen langen Vorlauf.“ Sie sei vorbereitet, entwickelt und organisiert worden „mit dem einfachen Ziel, die syrische Regierung zu stürzen“, weil das „syrische Regime anti-israelische Äußerungen macht”.[16]

Dass die USA und ihre Verbündeten direkt und indirekt Terrororganisationen als Bodentruppen benutzen, ist nicht neu. Der ehemalige Sicherheitsberater Präsident Carters erklärte voll Stolz, dass die CIA mit Hilfe der Mudschaheddin 1979 die Sowjetunion in die afghanische Falle gelockt hatte.[17] Vier Jahre zuvor, 1975, hatte Brian Jenkins, der Terrorismusexperte der Rand Corporation, des größten privaten militärischen Think-Tanks der Welt, erklärt: „Ich bin der Überzeugung, dass das, was wir als modernen konventionellen Krieg bezeichnen, der Krieg, der erklärt und offen geführt wird, aus vielerlei Gründen überholt ist. Die moderne konventionelle Kriegführung als Instrument politischen Drucks verliert an Bedeutung. Dies wird einige Staaten überzeugen, terroristische Gruppen oder terroristische Taktiken als Ersatz für Kriegführung gegen andere Staaten einzusetzen. [18]

Nachdem die USA und einige ihrer Verbündeten Libyen zerstört hatten und Gaddafi gestürzt und ermordet worden war, begann die CIA – im Auftrag der Regierung und in Kollaboration mit ihren Verbündeten in Großbritannien, Saudi Arabien und Katar – in einem geheimen Programm Waffen und andere Güter aus Libyen über die Türkei nach Syrien zu liefern. Die Obama-Administration wollte die syrische „moderate Opposition“ bewaffnen mit dem Ziel, die Regierung Assad zu stürzen. Die Türkei jedoch lieferte die Waffen und Logistik „an die gesamte Opposition einschließlich Jabhat al-Nusra und Islamischen Staat.“ Dies geht aus einem streng geheimen Bericht hervor, den der US-Militärgeheimdienst DIA gemeinsam mit dem US-Generalstab, unter Leitung von General Martin Dempsey, im Sommer 2013 erstellt hatten. Der Chef der DIA, Generalleutnant Michael Flynn, informierte die Obama-Regierung wiederholt, dass es keine „moderate Opposition“ gäbe, dass die CIA die Dschihadisten, die die Opposition kontrollieren, bewaffne und warnte vor den Konsequenzen, wenn die Terroristen Assad stürzen und die Macht übernehmen. Die Türkei bzw. Erdoğan sei ein zentrales Problem.

Dies berichtete der US-Journalist Seymour Hersh in einem langen Artikel,[19] aus dem hervorgeht, dass es offensichtlich nicht nur Widersprüche zwischen der CIA und der DIA gab, sondern auch zwischen höchstrangigen Mitgliedern des US-Generalstabs und dem Weißen Haus. Dem DIA-Chef zufolge seien die Berichte und Warnungen im Weißen Haus auf „starke Ablehnung“ gestoßen, man wollte „die Wahrheit nicht hören“. Deshalb begannen US-Militärs indirekt Damaskus mit Geheimdienstinformation zu beliefern.

Die unbequemen Chefs der DIA und des Generalstabs haben ihre Posten inzwischen verlassen: DIA-Chef Flynn wurde abberufen und General Dempsey ist im Ruhestand. „Obama hat nun ein gefügigeres Pentagon. Seine Politik der Verachtung Assads und Unterstützung Erdoğans wird seitens der Militärführung keine indirekte Herausforderung mehr erfahren“, schreibt Hersh. Für Dempsey und seine Partner bleibe es jedoch ein Rätsel, warum Obama weiterhin Erdoğan öffentlich verteidige – obwohl er privat das Problem zugäbe. Und Hersh fragt: „Der Generalstab und die DIA informierten ständig die Führung in Washington über die dschihadistische Gefahr in Syrien und die Unterstützung der Türkei. Sie hörten nie zu. Warum?“

Seymour Hersh geht in seinem Artikel auch auf die Interessen Russlands (und Chinas) ein. Beide Länder befürchten, dass mit Hilfe der Türkei in Syrien eine Dschihadistenbasis entsteht, aus der Kämpfe in ihre Länder getragen werden könnten, zumal die Türkei dabei hilft, uigurische und tschetschenische Terroristen nach Syrien einzuschleusen und viele Führer der IS vorher gegen Russland in Tschetscheniengekämpft hatten.

Für die Bundestagsfraktion und den Vorstand der Linkspartei ist das Bild viel einfacher: Sie sprechen unterschiedslos von den „externen Akteuren“. Demnach verfolge auch Russland nur „scheinbar“ das Ziel der „Bekämpfung des IS“. In Wirklichkeit gehe es aber auch Russland – wie allen anderen internationalen Akteuren in Syrien – nur darum, seine „globalstrategischen und machtpolitischen Interessen auf dem Rücken der Zivilbevölkerung“ auszutragen.

Äquidistanz zu Russland/USA – und das Völkerrecht?

Die syrische Regierung führt einen legitimen Kampf gegen die massive Einmischung der USA und ihrer Verbündeten und gegen die Eroberung seines Staatsgebietes durch terroristische Organisationen, die vor allem von den USA, der Türkei, Saudi Arabien und Katar unterstützt werden. Die Terrorgruppen haben weite Teile des Landes offensichtlich ganz im Interesse anderer Staaten eingenommen. Das zeigt sich insbesondere durch den massiven illegalen Ölhandel, den Daesh mit der Türkei betreibt. Monatelang gaben die USA und einige ihrer Verbündeten vor, in einer „Anti-Terror-Koalition“ gegen Daesh zu kämpfen. Der wurde indes immer stärker.

Das militärische Eingreifen Russlands im September und die Rückeroberung syrischen Staatsgebietes durch Regierungstruppen hatte die westliche „Anti-Terror-Koalition“ offenbar kalt erwischt. Ein von außen erzwungener Regime-Change in Syrien scheint damit vereitelt.

Der überraschenden Ankündigung der Bundesregierung, sich mit der Bundeswehr an der westlichen „Anti-Terror-Koalition“ zu beteiligen, haben Friedensbewegung und auch die Linkspartei ein kategorisches Nein entgegengehalten. Nicht wenige in der Friedensbewegung und auch offizielle Erklärungen der Linksfraktion und Partei bemühen sich allerdings nun um Gleichsetzung des russischen Eingreifens mit dem der westlichen „Anti-Terror-Koalition“. Die „russischen und US-Bomben“ werden in einem Atemzug genannt.

Nur, wo bleibt das Völkerrecht, das für die Friedensbewegung immer ein wichtiger Bezugspunkt war und auf das sich doch auch die Linkspartei gerne bezieht?

Syrien hat weder die USA noch die Bundesrepublik und andere NATO-Länder um militärische Hilfe gebeten. Warum sollte es auch gerade jene Länder bitten, die ihr Ziel, den Sturz der Regierung in Damaskus, nie aufgegeben hatten. Die monatelangen Bombardierungen der USA und ihrer Partner in Syrien – nun auch der Bundesrepublik –sind ein völkerrechtswidriger Angriff auf die territoriale Integrität Syriens und gelten als Aggression. „Das syrische Staatsgebiet ist völkerrechtswidrig für ‚vogelfrei‘ erklärt worden“, wie die Linksfraktion treffend erklärt.

In seinem legitimen Kampf zur Verteidigung seines Staatsgebietes und den Fortbestand des Landes bat die syrische Regierung Russland um militärische Unterstützung. Wenn uns das Völkerrecht noch etwas gelten soll, dann müssen wir diesen Unterschied deutlich machen. Jede Äquidistanz zum völkerrechtskonformen russischen Militäreinsatz in Syrien und der völkerrechtswidrigen westlichen Aggression leistet der weiteren Aushöhlung des Völkerrechts Vorschub.

Die Aufgabe der Friedensbewegung ist es, sich gegen Militäraggressionen zu wenden, gegen den Aggressor und nicht, dem Angegriffenen das Völkerrecht auf Selbstverteidigung abzusprechen. Im Völkerrecht gibt es das Verbot eines Angriffskriegs und das Recht auf militärische Verteidigung. Auch in diesem Zusammenhang ist es völlig unerheblich, ob einzelnen in der Friedensbewegung oder der Linkspartei die Regierung eines angegriffenen Landes gefällt oder nicht.

„Bomben schaffen keinen Frieden

Diese Losung der Linkspartei, oder Losungen wie „unter Bombenteppichen wächst kein Friede“ (Linksfraktion) oder „Krieg kann nicht mit Krieg bekämpft werden“ (wie in Appellen der Friedensbewegung zu lesen), klingen recht schön und pazifistisch, aber vergessen jede historische Erfahrung, auch die Geschichte unseres Landes. Militärische Kampfhandlungen – auch jene der Anti-Hitler-Koalition, allen voran der Roten Armee – waren und sind leider oft die Voraussetzung, um Frieden zu schaffen. Derartige Losungen können kein Konsens sein in der Friedensbewegung, in der schon immer nicht nur Pazifisten engagiert sind, sondern auch Antimilitaristen, die das Recht auf militärische Verteidigung gegen Angriffskriege und auf bewaffnete Befreiungskämpfe (gegen Kolonialismus und Besatzung) anerkennen.

Auch in Syrien geht es um die Schaffung der Voraussetzung für Frieden und für die politische Lösung der Probleme im Land. Die militärischen Aktionen der syrischen Regierung und Russlands sind eine unmittelbare Notwendigkeit, um Daesh und andere Terrorgruppen vom syrischen Staatsgebiet zu verdrängen. Erst das erfolgreiche militärische Eingreifen Russlands hat seinen langen, intensiven diplomatischen Bemühungen für eine politische Lösung zum Durchbruch verholfen: All jene Länder, die seit Jahren den völkerrechtswidrigen Regime-Change in Damaskus betreiben, mussten wohl oder übel einsehen, dass ihr Kampf in eine Sackgasse führte und setzten sich in Wien mit Russland an einen Tisch. Die Wiener Verhandlungen führten schließlich zu einer einstimmig beschlossenen Resolution des UN-Sicherheitsrates.

Vom beschlossenen Waffenstillstand sind militärische Aktionen gegen Daesh, Nusra und andere Terrorgruppen (die noch festzulegen sind) ausdrücklich ausgeschlossen. Das bedeutet, dass zumindest formal die Unterstützung dieser Terrorgruppen nicht mehr zulässig ist. Dass dies von interessierten Staaten unterlaufen wird, zeigt sich zumindest deutlich durch die Aktionen der Türkei.

In Wien und New York wurde der Weg für eine tragbare langfristige politische Lösung eröffnet, ein Weg, der noch viele Hindernisse überwinden muss. Russland konnte auch durchsetzen, dass die völkerrechtswidrige Vorbedingung „Assad muss weg“ endlich aufgegeben wurde. Die UNO Resolution 2254 (2015)[20] bestätigt die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens und unterstreicht, dass es ausschließlich die Sache des syrischen Volkes ist über die Zukunft seines Landes und seiner politischen Führung zu entscheiden.

 


[1] Warum DIE LINKE Nein sagt zum Einsatz der Bundeswehr im Syrien-Krieg http://linksfraktion.de/nachrichten/warum-linke-nein-sagt-einsatz-bundeswehr-syrien-krieg/

[3] Siehe Vorgestern Jugoslawien, heute Syrien http://www.ossietzky.net/7-2012&textfile=1814)

[4] Einige ursprüngliche Unterstützer (Organisationen und Einzelpersonen) von „Adopt a Revolution“ haben inzwischen ihre Unterschrift zurückgezogen.

Zum Thema siehe z.B. auch: USA/NATO-Diktat auch in „linken“ Kreisen hoffähig machen? http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21870

Fragwürdige Solidaritätsaktionen unterstützen einseitige Meinungsmache http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17392

Warum ich den Syrien-Aufruf von medico international und adopt a revolution „Freiheit braucht Beistand“ nicht unterschreiben kann http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/adopt3.html

[7] Der syrische Knoten, FAZ, 12.12.2011

[9] Scahill, Jeremy, Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen, München: Antje Kunstmann 2013, S. 86

[10] Rede Wesley Clarks vor dem „Commonwealth Club of California“ im Jahr 2007 https://www.youtube.com/watch?v=cIAtMPt8UE4

[11] Plans for Redrawing the Middle East: The Project for a “New Middle East” http://www.globalresearch.ca/plans-for-redrawing-the-middle-east-the-project-for-a-new-middle-east/3882

[13] Analyse der völkerrechtlichen Grundlagen der bundesdeutschen Beteiligung am Syrien-Krieg: http://www.jungewelt.de/2015/12-10/071.php

[16] In der Sendung Ca vous regarde am 10. Juni 2013 Im Fernsehkanal der französischen Assemblée Nationale https://www.youtube.com/watch?v=bVfXFBLuNtM

[18] Kent, Francis B. „Governments are Groping for Solution to Rising Problem of World Terrorism,“ International Herald Tribune, Feb. 6, 1978

25. Dezember 2015

deutsch.rt – Vereinte Nationen können Amnesty-Anschuldigungen gegen Russland in Syrien nicht bestätigen

24.12.2015

Die Vereinten Nationen können die von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International im Rahmen eines kürzlich veröffentlichten Berichts getroffenen Urteile über vermeintliche russische Luftangriffe auf Zivilisten in Syrien „nicht unabhängig bestätigen“. Das russische Verteidigungsministerium wies die Anschuldigungen der NGO als „Klischees“ ab, denen es an echten und stichhaltigen Beweisen mangele.

Aus dem Amnesty-Bericht geht als vermeintlich belegt hervor, dass „Russland schändlich versagt hat, zivile Tötungen anzuerkennen“, die bei sechs Angriffen in den syrischen Provinzen Homs, Idlib und Aleppo – welche die NGO Russland zu schreibt – erfolgt sein sollen. Ohne aber stichhaltige Beweise für die Anschuldigungen vorzulegen, ging der Bericht so weit, dass die Organisation Russland der Kriegsverbrechen beschuldigte. Russische Kampfjets würden für „massive Zerstörungen“ von Wohngebieten durch den Einsatz von Streumunition sorgen, die international verboten sind, hieß es.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, kommentierte knapp, die vorgestellten Informationen von Amnesty International wären alarmierend. Er bemerkte jedoch, dass die UN die Quellen und den Befund der Menschenrechtsorganisation nicht verifizieren könne.

Der stellvertretende Pressesprecher des UN-Generalsekretärs, Ferhan Haq, wiederholte:

„Der Generalsekretär nimmt den Amnesty International-Bericht über angebliche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht resultierend aus russischen Luftangriffen in Syrien mit Besorgnis auf. Die UN kann die in dem Bericht dargestellten Fälle aber nicht unabhängig bestätigen.“

Besonders pikant: Der Bericht basiert auf sogenannten Augenzeugenberichten, die über Telefoninterviews erfasst wurden, Informationen lokaler Menschenrechtler, Analysen von Videos und Bildern, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurden – eine zumindest im Ansatz versuchte konkrete Feldforschung erfolgte nicht. Nichtsdestotrotz kam Amnesty International zu dem Schluss, dass bei mindestens 25 Luftschlägen der russischen Luftwaffe in Syrien 200 Zivilisten starben.

Auch das russische Verteidigungsministerium wies die Anschuldigungen der britischen NGO als haltlos ab. Dem Bericht mangele es an konkreten Beweisen oder zumindest auf Fakten bezogenen Informationen, vielmehr basiere er auf grundlose Vermutungen und Beschuldigungen, heißt es aus Moskau.

„Wieder einmal wurde nichts Konkretes oder Neues veröffentlicht, es werden nur die gleichen Klischees und Verfälschungen bedient, die wir bereits mehrfach entlarven konnten“, führte der Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, nach Sichtung des Amnesty-Berichts an.

„Der Bericht verwendet andauernd Ausdrücke wie ‚angebliche russische Luftschläge‘ und ‚mögliche Verstöße gegen das Völkerrecht‘ – eine Menge Annahmen ohne Beweise“, bemerkte er.

Moskau zweifelt überdies die Authentizität der „Bildbeweise“, die von Amnesty International verwendet wurden, offen an. Es fordert die NGO auf, zumindest die Quellen solcher Informationen im Bericht zu benennen.

„Was die Behauptungen rund um die Streumunition angeht: russische Kampfflugzeuge verwenden diese nicht“, sagte Konaschenkow und verwies auf die dutzenden Journalisten, die die russische Luftwaffenbasis Hmeimim in Latakia kürzlich besuchen durften. „Kein Kampfjet wurde mit Streumunition bewaffnet. Es konnte nie Bildmaterial hinsichtlich solcher Bewaffnung präsentiert werden […]. Es wurden auch nie Fragen darüber gestellt, da es solche Waffen in unserer Basis nicht gibt“, sagte der Generalmajor.

Im Gegenzug fragte der General, warum die NGO nicht dschihadistische Gräueltaten im Irak und Syrien oder die illegalen Aktivitäten der von Saudi Arabien-angeführten Koalition in Jemen abdecke? Nicht zuletzt scheiterte Amnesty International daran, die Nutzung von Streumunition von Seiten Kiews in der Ostukraine zu untersuchen. Er sagte:

„Wir haben eine Frage an Amnesty International: Warum schwieg die Organisation und drückte ein Auge zu, wenn zum Einsatz von Streumunition durch ukrainische Streitkräfte gegen Städte im Osten der Ukraine kommt?“

https://deutsch.rt.com/international/36106-vereinten-nationen-konnen-amnesty-anschuldigungen/

24. Dezember 2015

USA teilten Japan bereits 1983 vertraulich mit, dass die UdSSR ein koreanisches Verkehrsflugzeug nur aus Versehen abgeschossen hatten

Die Japaner haben ein (für die Amis) peinliches Detail offengelegt. Und zwar hat die Sowjetunion 1983 ein Passagierflugzeug der Korean Air abgeschossen, das stark vom Kurs abgekommen war. Die Sowjets hatten es mit einem ebenfalls in der Gegend herumstochernden US-Überwachungsflugzeug verwechselt, und es war über militärisches Sperrgebiet geflogen. Die Amerikaner haben den Sowjets das noch viele Jahre öffentlich vorgehalten, sie hätten dieses Flugzeug absichtlich runtergeholt.

Aber die Japaner haben jetzt veröffentlicht, dass die Amis schon 1983, nur zwei Monate nach dem Abschuss, vertraulich den Japanern bestätigt hatten, dass das ein Versehen auf Seiten der Sowjets war.

Die Sowjets hatten das die ganze Zeit beteuert.

Russia Today zieht jetzt natürlich die Parallele zum Abschuss über der Ukraine, und deutet an, da solle man den Ami-Aussage auch keinen Glauben schenken.
https://blog.fefe.de/?ts=a885333b

24. Dezember 2015

More than 1 Million Refugees Enter Europe in 2015 – teleSURtv.net

Nearly 3,700 refugees have died this year attempting to make it to Europe by crossing the Mediterranean Sea.
More than 1 million migrants and refugees have crossed into Europe either by land or by sea this year, a fourfold increase from last year, according to figures released Tuesday by the International Organization for Migration.

The vast majority of those entering Europe have come from Africa and the Middle East, escaping war, poverty and persecution. More than 455,000 are from Syria and over 186,000 from Afghanistan.

This content was originally published by teleSUR at the following address:

http://www.telesurtv.net/english/news/More-than-1-Million-Refugees-Enter-Europe-in-2015-20151222-0007.html

24. Dezember 2015

(Sputniknews) „Ölwagen fahren täglich“ – IS-Mitglied packt über türkische Deals mit Terroristen aus

Die türkische Regierung kämpft gegen die Vorwürfe, von Daesh (Islamischer Staat) illegal gestohlenes syrisches Erdöl zu kaufen. Ein gefangenes Mitglied der berüchtigten Terrormiliz hat in einem Sputnik-Interview über Details des dubiösen Schmuggelgeschäfts berichtet.
http://de.sputniknews.com/panorama/20151222/306695107/tuerkei-kauft-erdoel-von-daesh.html
24. Dezember 2015

(Sputniknews) Enthüllung: DIA warnte vor einem Sturz Assads – „Der IS ist US- Schöpfung“

Der US-Verteidigungsnachrichtendienst DIA hat bereits in einem im Sommer 2013 veröffentlichten Dossier gewarnt, dass ein Sturz von Präsident Baschar al-Assad zu Chaos und womöglich zur Machtübernahme durch extremistische Dschihadisten führen würde. Trotzdem finanzierte und bewaffnete die Obama-Administration weiter Rebellengruppen in Syrien.
weiterlesen
http://de.sputniknews.com/militar/20151223/306722313/is-us-schoepfung.html
24. Dezember 2015

Wir vertreten die Bewegung ‘World Beyond War’ in Deutschland!

Grundsatzerklärung:

“Wir verstehen, dass Kriege und Militarismus uns weniger sicher machen anstatt uns zu schützen, dass sie Erwachsene und Kinder töten, verletzen und traumatisieren, die natürliche Umwelt schwer schädigen, Bürgerrechte erodieren, unseren Volkswirtschaften schaden und Ressourcen von lebensbejahenden Aktivitäten abziehen. Wir verpflichten uns dazu, uns für gewaltfreie Bemühungen zu engagieren und diese zu unterstützen, mit dem Ziel, alle Kriege und Kriegsvorbereitungen zu beenden und einen nachhaltigen und gerechten Frieden zu schaffen.”

http://worldbeyondwar.org/deutschland/

24. Dezember 2015

DEFEND OUR MUSLIM BROTHERS AND SISTERS. NO TO RACISM AND ISLAMOPHOBIA! Statement by the United National Antiwar Coalition (UNAC) in the USA

 

http://nepajac.org/DefendMuslims.htm

12/10/15

To conduct its phony “war on terror,” the U.S. has vilified Muslims. The blowback from these wars has now come home. Millions of refugees fleeing U.S. wars have streamed into countries in the Middle East and Europe. This comes at a time of deep economic crisis in Western capitalist countries and has given fuel to right-wing nationalist forces throughout Europe that have dramatically grown during this period. In the U.S., that right-wing, anti-immigrant, anti-Muslim, racist movement has been most personified by the movement that has grown around Donald Trump.

Trump has justified the beating of Black Lives Matter activists at his campaign events. He has called for building a 2,000 mile long wall across the southern border of the U.S. and for deporting up to 11 million immigrants presently in the U.S. Most recently, in reaction to the San Bernadino shooting, he has called for preventing all Muslims from entering the country and has called for ID’s and a database to identify Muslims.

The corporate media has given non-stop wall to wall coverage of the Trump campaign, far beyond that of any other candidate. Among a certain segment of people in the U.S., these over-the-top racist statements have been applauded. This represents a real threat that must be aggressively opposed.

Many Muslims who have planned trips abroad have cancelled them, fearing that they will not be able to return to the U.S. Across the country there have been attacks on Muslims, mosques and Muslim businesses.   Muslim women wearing the hijab are frequently threatened and harassed, even while with their children. This is reminiscent of the Nazi attacks on Jews under Hitler.

The terrorist label that has been applied to Muslims is misplaced.   According to Mass Shooting Tracker, which tracks mass shootings in the U.S. (see: http://www.shootingtracker.com/wiki/Mass_Shootings_in_2015), prior to the San Bernadino shooting, there were 352 shootings in the U.S. this year alone.   Of those, only one is known to have been carried out by a Muslim. In one shooting, three Muslims students were targeted and killed because they were Muslim.

The real terrorism in the world comes from Washington. The recent U.S. wars have been responsible for the deaths of over a million people. The bombings, invasions and occupations have caused failed states that have led to destabilization and destroyed lives throughout the Middle East, Africa and South Asia. The political vacuum and resentment that has been created by these wars has proven to be fertile ground for groups like Al Qaeda and ISIS who seem to have U.S. weapons and equipment and get financial aid from U.S. allies such as Saudi Arabia, Qatar, and Turkey.

The hatred that these U.S. wars and policies have created along with statements of U.S. politicians like Donald Trump are the best recruiting tools for Al Qaeda and ISIS.

There is a way to end terrorism. We need to bring all the troops home and close the estimated 900 or more U.S. foreign military bases that exist in around 130 foreign countries. We must stop supporting reactionary regimes like those of Israel and Saudi Arabia. The U.S. needs to end sanctions and economic warfare against countries that will not comply with the dictates of Wall Street. With the money saved by closing bases and bringing the troops home, the U.S. could give reparations to the countries we have destroyed. The money could be used for education, healthcare, housing, infrastructure and other human needs. This would undercut any organization that wants to recruit for the purpose of terrorism.

Defend our Muslim brothers and sisters. No to racism and Islamophobia!

Close foreign bases and bring all U.S. troops and equipment home!

End arm sales and alliances with NATO and countries that support Al Qaeda and ISIS, including Saudi Arabia, Israel, Qatar, and Turkey!

Welcome refugees and provide reparations for people in countries devastated by U.S. wars!

24. Dezember 2015

(Sputniknews) Chef der Polizeigewerkschaft: mit Rummel um gefälschte Pässe wird falsche Spur gelegt

Die Warnung der EU-Grenzschutzagentur Frontex vor Gefahren wegen gefälschter oder gestohlener Pässe hat zwar in Deutschland für große Aufregung gesorgt, mit der Terrorgefahr hat das aber nichts zu tun, weil die Terroristen keine Pässe brauchen, so Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG).
Er äußerte die Vermutung, dass „hier falsche Spur gelegt werden sollte und die gesamte Flüchtlingsbewegung damit diskreditiert werden sollte, denn die Menschen brauchen ja eigentlich gar keinen Pass, wenn sie nach Deutschland kommen und ihr Asylbegehren äußern“, sagte er in einem Sputniknews-Gespräch mit Armin Siebert.
„Rund 90 Prozent werden erstmal unkontrolliert auf die Länder verteilt — der Pass ist verloren gegangen, die Menschen mussten fliehen und mussten ihn dann zurücklassen — da gibt es verschiedene Gründe“, fügte Wendt hinzu.
Die eigentlichen Überprüfungen beginnen nach der Verteilung: „Die Bundespolizei und auch die Länderpolizeien haben dafür Spezialisten, die anhand der Sprache und anderer Indizien feststellen können, woher die Leute stammen“, so Wendt. „Dass das im Einzelfall ausgesprochen schwer sein kann, kann man sich vorstellen, deshalb sind wir auch froh darüber, dass die Bundesregierung jetzt mit den Flüchtlingsausweisen und auch mit dem bundesweit zentralen Register in die richtige Richtung gegangen ist, damit nicht mehrfach Erfassungen erfolgen und damit wir in jeder Behörde wissen, wer wo registriert worden ist.“
„Wenn die Integration nicht gelingt — und das wird eine Herkulesaufgabe für die Bevölkerung, aber auch für die öffentliche Verwaltung sein — werden wir ganz fürchterliche Zustände bekommen“, betonte der Chef der Polizei-Gewerkschaft.

In vielen Großstädten seien bereits „ganze Straßenzüge oder Stadtteile“ entstanden, „die sich von unserer Kultur, unserer Gesellschaft, aber auch von unserer Rechtsordnung abkoppeln“, stellte Wendt fest.
„Es muss große Anstrengungen geben, damit diese Integration der vielen Menschen auch gelingt“, sagte er abschließend. „Der Staat muss hier mit eigenen Beschäftigten, mit eigenen Strukturen tätig werden, damit man auch eine vernünftige staatliche Kontrolle über die Gelder hat, denn diese gewaltige Integrationsaufgabe wird nicht nur viel Mühe und Kraft kosten, sondern auch viel Geld. Man muss dazu bereit sein, dieses Geld auch in die Hand zu nehmen.“

Weiterlesen: http://de.sputniknews.com/gesellschaft/20151222/306688858/gefaelschte-paesse-eu.html#ixzz3vEueLUFm

24. Dezember 2015

(Sputniknews) Donezk: Trotz Waffenruhe zum Jahreswechsel – 300 ausländische Söldner im Konfliktraum

Der Aufklärungsdienst der selbsternannten Volksrepublik Donezk (VRD) im Osten der Ukraine berichtet von der Ankunft ausländischer Söldner in den von Kiew kontrollierten Städten Artjomowsk und Mariupol. Das teilte das Verteidigungsministerium der Republik gegenüber Journalisten mit.
„Nach Mariupol ist eine Gruppe türkischer Vertragssoldaten mit einer zahlenmäßigen Stärke von bis zu 100 Mann gekommen. Ihr Ziel sind Diversionen und Provokationen auf Militär- und Zivilobjekte im Küstengebiet der VRD und Russlands“, so die Militärbehörde.
200 weitere ausländische Söldner mit dem Abzeichen der ukrainischen Streitkräfte halten sich laut der Behörde in Artjomowsk auf. Unter ihnen gebe es sowohl englischsprachige als auch polnisch-, slowakisch- und türkischsprachige Männer.
„Der Aufklärungsdienst der VRD registriert auch eine Verlegung von Militärtechnik und Soldaten der ukrainischen Armee entlang der gesamten Trennlinie“, hieß es weiter.

„So wurden im Raum von Nowosselowka vier Panzer, zwei Mehrfachraketenwerfer des Typs Grad, sechs Schützenpanzer, zwei Schützenpanzerwagen und 100 Soldaten gesichtet“, berichtet das Ministerium.
Außerdem seien im Raum der Ortschaften Mirnoje und Wolnowacha 14 Panzer, zwölf Selbstfahrlafetten Akazija, zwölf Mehrfachraketenwerfer Grad, sechs Schützenpanzer und 120 Militärangehörige zu beobachten.
Im April 2014 hatte die ukrainische Staatsführung eine militärische Operation gegen die Bewohner des Donezbeckens im Osten der Ukraine begonnen, die mit dem Februar-Staatsstreich nicht einverstanden gewesen waren. UN-Angaben zufolge sind im Laufe des Konfliktes mehr als 9.000 Menschen ums Leben gekommen.

Die Regelung der Situation im Donbass wird unter anderem bei Treffen der Kontaktgruppe in Minsk besprochen, die seit September des vorigen Jahres bereits drei Dokumente zur Beilegung des Konflikts angenommen hat.
Die Kontaktgruppe hat sich bei ihrer gestrigen Sitzung in Minsk auf die vollständige Feuereinstellung im Donbass während der Neujahrs- und Weihnachtsfeiertage geeinigt und zwar ab Mitternacht am 23. Dezember.
Es wurde unter anderem der Stopp jeglicher Verlegung von bewaffneten Formationen in diesem Zeitraum in dieser Region vereinbart.

Weiterlesen: http://de.sputniknews.com/militar/20151223/306717299/donezk-waffenruhe-soeldner.html#ixzz3vErP1cZw

24. Dezember 2015

(Sputniknews) Turkish Mercenaries Arrive in Ukraine, Plot Subversions Against DPR, Russia

The intelligence service of the self-proclaimed Donetsk People`s Republic (DPR) detected the presence of foreign mercenaries in the eastern Ukrainian cities of Artemovsk and Mariupol, a spokesperson of DPR`s Defense Ministry said Wednesday.
http://sputniknews.com/europe/20151223/1032212019/donetsk-russia-ukraine-turkish-mercenaries.html
24. Dezember 2015

(RT Deutsch) Dr. Rainer Rothfuss: Komplexe Gemengelage in Syrien

In den Konflikt um Syrien, der Anfang 2011 begann, sind mittlerweile zahlreiche Länder involviert. Jasmin Kosubek sprach mit dem geopolitischen Analysten und ehemaligen Juniorprofessor der Uni Tübingen, Dr. Rainer Rothfuss darüber, welche individuellen Ziele die einzelnen Länder verfolgen und wie der Konflikt gelöst werden kann.
https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/36086-dr-rainer-rothfuss-komplexe-gemengelage/
24. Dezember 2015

(Lebenshaus-Alb) Leonardo Boff: Der Westen hat sich für die schlechteste Antwort entschieden: Krieg

Die Terroranschläge in Paris vom 13. November, verübt durch islamistische Terroristen, waren zweifellos abscheulich und sind voll und ganz zu verurteilen. Solch schändliche Taten fallen jedoch nicht vom Himmel. Sie haben eine Vorgeschichte, gezeichnet von Wut, Demütigung und Rachsucht. Von Leonardo Boff.
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009565.html
24. Dezember 2015

(Sputnik) „Strom von Lügen“: Russisches Militär antwortet Аmnesty International

Das Verteidigungsministerium in Moskau hat den Vorwurf der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, russische Kampfflugzeuge setzten in Syrien international geächtete Streumunition ein und griffen Zivilisten an, zurückgewiesen.

http://de.sputniknews.com/politik/20151223/306721942/russland-dementiert-einsatz-von-streumunition-in-syrien.html