(junge Welt) Zum Tod eines islamistischen Terrorpaten – Sahran Allusch galt nicht nur Riad als gemäßigt

Von Karin Leukefeld

Am 25. Dezember wurde Sah­ran Allusch, Führer der »Islamischen Armee«, bei einem geheimen Treffen mit mindestens fünf Führungskommandanten weiterer Kampfgruppen (Ahrar Al-Scham und Failak Al-Rahman) durch einen Luftangriff getötet. Die syrische Armee gab an, den gezielten Luftschlag ausgeführt zu haben. Die Kampfverbände reagierten mit der Aussetzung einer zuvor vereinbarten Waffenstillstandslösung für die südlichen Damaszener Bezirke und Vororte Jarmuk, Hadschar Al-Aswad und Kaddam.

Der 44jährige Allusch wurde als Sohn eines heute in Saudi-Arabien lebenden salafistischen Predigers in dem Damaszener Vorort Duma geboren. Er studierte islamisches Recht in Damaskus und Medina. 2009 wurde Allusch wegen unerlaubten Waffenbesitzes in Syrien inhaftiert. Im Rahmen einer Gefangenenamnestie kam er im Sommer 2011 frei. Unmittelbar darauf schloss er sich dem bewaffneten Kampf gegen die syrische Regierung an und gründete in Duma ein »Islamisches Bataillon«. Andere religiös orientierte Gruppen schlossen sich an, 2013 wurde die »Islamische Armee« (Dschaisch Al-Islam) als Teil der »Islamischen Front« gegründet. Mit finanzieller und logistischer Unterstützung Saudi-Arabiens, Katars, der Türkei und westlicher Staaten wurde die »Islamische Armee« innerhalb kurzer Zeit zur stärksten bewaffneten Gruppe im Südosten von Damaskus.

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http://www.jungewelt.de/2015/12-31/017.php

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