Archive for Dezember 19th, 2015

19. Dezember 2015

Verwirrspiel um Russland – junge Welt

Die mediale Darstellung der Moskauer Wirtschaftsleistung folgt hierzulande der Ideologie. Unternehmen ziehen pragmatische Betrachtung vor

Von Rainer Rupp

Bei seiner Jahrespressekonferenz am Donnerstag räumte der russische Staatspräsident Wladimir Putin ein, dass der Ölpreisverfall und die westlichen Sanktionen der heimischen Wirtschaft zu schaffen machten. Aber dann zählte er eine ganze Reihe von Statistiken auf, die signalisierten, dass die Krise – auch wenn sie noch nicht vorbei sei – zumindest ihren Tiefpunkt überschritten habe. Doch der ARD-Korrespondent in Moskau, Udo Lielischkies, schloss daraus messerscharf, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Er erklärte dem deutschen Publikum, dass Putin »beim Gesundbeten der schweren Wirtschaftskrise unglaubwürdig« sei.

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http://www.jungewelt.de/2015/12-19/042.php

19. Dezember 2015

junge Welt: Vor nächstem Einmarsch EU und USA schaffen sich »rechtliche Grundlage« für erneute Militärintervention in Libyen: Unterhändler unterschreiben »Friedensvertrag«

 

 

Von Knut Mellenthin

Großbritannien bereitet sich darauf vor, 1.000 Soldaten nach Libyen zu schicken. Darunter sollen auch Angehörige des auf Kommandoaktionen spezialisierten Special Air Service (SAS) sein. Das meldeten am Donnerstag übereinstimmend britische Medien. Den Berichten zufolge soll das Kontingent Teil einer unter italienischer Führung stehenden »Mission« mit einer Stärke von 6.000 Mann werden.

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http://www.jungewelt.de/2015/12-19/004.php

 

19. Dezember 2015

Damaskus zu US-Sondereinsatz: Obamas Entscheidung „schreit zum Himmel“ – sputniknews.com

http://de.sputniknews.com/politik/20151218/306586432/usa-verletzten-souveraenitaet-syrien.html

Seit mehr als einem Jahr fallen US-Bomben auf Syrien. Nun entsendet der amerikanische Präsident Barack Obama Spezialtrupps für Bodenoperationen in das vom Krieg zerstörte Land. Die Regierung in Damaskus wirft Washington vor, den Kampf gegen den Terrorismus nur vorzutäuschen, um unter diesem Deckmantel die territoriale Einheit Syriens zu zerstören.

Das Vorgehen des US-Militärs in Syrien sei „eine zum Himmel schreiende Verletzung  der territorialen Integrität Syriens“, sagte der syrische Vize-Außenminister Feyssal Mikdad in einem Interview der Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Wir glauben nicht, dass sie aufrichtig gegen den Terrorismus kämpfen.“ Da das US-Militär sein Vorgehen mit den syrischen Streitkräften nicht koordiniere, sei seine Präsenz völkerrechtswidrig.

US-Präsident Obama hatte befohlen, Spezialtrupps nach Syrien zu entsenden, um die  dortigen „Kräfte“ im Kampf gegen die Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) zu unterstützen. Die ersten 50 Elite-Soldaten sind laut US-Angaben bereits im Raum der Terroristenhochburg Rakka im Einsatz. Ihnen sollen weitere folgen.

In Syrien dauert seit 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der nach UN-Angaben bisher mehr als 250.000 Menschenleben gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Terrorgruppen wie die Al-Nusra-Front oder Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) sowie bewaffnete Regimegegner gegenüber.

Eine US-geführte Koalition fliegt seit August vergangenen Jahres Luftangriffe in Syrien, ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus. Nach US-Darstellung richteten sich die Angriffe gegen die Daesh-Gruppe, die jedoch seit Beginn des von den USA geführten Einsatzes sogar expandieren konnte. Die USA und ihre Verbündeten streben eine Entmachtung von Präsident Baschar al-Assad an und lehnen jede Zusammenarbeit mit dessen Armee im Kampf gegen die Dschihadisten ab.

19. Dezember 2015

„Elite zukünftigen syrischen Führungspersonals“ – ausgebildet in der BRD – German Foreign Policy

Leadership for Syria 18.12.2015

BERLIN/DAMASKUS (Eigener Bericht) – Mit groß angelegten Stipendienprogrammen sucht die Bundesregierung die künftigen Eliten eines Nachkriegs-Syriens an Deutschland zu binden. Bereits im vergangenen Jahr hat das Auswärtige Amt unter dem Titel „Leadership for Syria“ begonnen, mehr als 200 ausgewählte syrische Studierende in die Bundesrepublik zu holen und sie neben dem Studium gezielt in „Regierungsführung“, Organisationsaufbau und Ähnlichem fortzubilden. Das Programm, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) realisiert und als dessen größtes Auslandsprogramm seit je bezeichnet wird, soll erklärtermaßen „eine ausgewählte Elite zukünftigen syrischen Führungspersonals“ auf die „Mitgestaltung“ Syriens nach einem Ende des Krieges vorbereiten. Es sichert der Bundesrepublik damit breite Einflusskanäle in das Damaskus der kommenden Jahrzehnte. Zusätzlich bemüht sich Berlin, Studierende aus den nach Deutschland einreisenden Flüchtlingen auszusieben und sie in seine Einflussbestrebungen einzubinden. Damit kristallisiert sich die Bundesrepublik als künftiger Bezugspunkt Nummer eins für die syrischen Eliten in Europa heraus.

Zum Artikel: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59276

19. Dezember 2015

Jil Stein in Moscow – US-Presidential candidate for the Green Party

It’s so important to get Jil Stein’s message out about US-Russian relations and how to have a more peaceful world.. :

coop111

by Jil Stein:

After last week’s whirlwind visit to Paris for the COP21 UN Climate Summit, I headed straight to Moscow (where they’re experiencing winter temperatures about 30 degrees warmer than usual) on a mission for international diplomacy and peace.

My mission was to discuss our Green foreign policy ideas with leading peace and civil liberties advocates, as well as sitting leaders of a major power – and the outcome was very encouraging indeed!

I was invited to the 10th anniversary gala of the TV news network RT, where I spoke on a panel of politicians including Ken Livingstone, former Mayor of London, and Willy Wimmer, former Vice President of the Organization for Security and Cooperation in Europe.

I spoke about the need for a “peace offensive” as a badly needed alternative to another US military intervention, this time in Syria, as part of the catastrophic “war on terror”. We can do this by enacting an arms embargo on the Middle East, freezing funds of Saudi Arabia, Qatar, and other countries funding terrorist groups, and asking our NATO ally Turkey to close its border to jihadi militias and stop buying oil from ISIS on the black market, for starters.

I also called on both the US and Russia to stop wasting enormous sums on weapons while critical human needs go unmet. For example, the US is now embarking on a program to spend $1 trillion updating its nuclear weaponry, while slashing programs to fight hunger, address homelessness, and provide economic security for our people.

You can read more of my remarks from the RT forum here.

At dinner the evening of the gala, I sat at the same table as Russian President Vladimir Putin, who gave a short talk after dinner. While he mostly focused on commemorating RT’s 10th anniversary, one thing he said jumped right out at me:

“Something very unexpected… When I was listening to politicians from other countries, you know what I caught myself thinking? I agree with them on many issues.”

I should note that my panel was the only one with politicians from other countries – and I was the only active politician in the group!

That moment – and many others like it – perfectly illustrated why we came to Moscow, and Paris, in the first place: to demonstrate that Green foreign policy is not only realistic, but urgently needed in today’s world.

In both Paris and Moscow, it was amazing to see the international community welcoming our campaign as the voice of reason from the US on the most critical issues of the day – climate, security, peace, terrorism, refugees and more.

On that note, I’d like to quickly mention a couple more highlights from Moscow. I met with Aleksei Pushkov, head of foreign affairs for the Russian parliament, who was very receptive to our ideas for greater US-Russia collaboration to bring peace to the Middle East and to resume a nuclear disarmament process, including an end to the provocative placement of US missiles and nuclear weapons near Russia’s borders.

I also spoke with a number of ex-CIA security experts at the RT gala, including legendary ex-CIA activist Ray McGovern; they all agreed that my Green approach to the current crisis in the Middle East made far more sense than the saber-rattling coming from Washington.

Everywhere we went, it seemed that everyone agreed about the intellectual and moral bankruptcy of US politics as usual, and there was enormous support for our campaign as the change that our world truly needs.

I returned to the US this week more determined than ever to work together with you building the movement for people, planet and peace like our lives depend on it.

It’s in our hands!

19. Dezember 2015

Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrates soll Waffenstillstand bringen – rtdeutsch

https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/36049-syrien-resolution-un-sicherheitsrates-soll/

19.12.2015

Der UN-Sicherheitsrat hat einstimmig eine Resolution angenommen, in der ein Waffenstillstand und die Suche nach einer politischen Lösung in Syrien gefordert werden. Die Resolution sieht die Bildung einer Einheitsregierung vor und fordert eine sofortige Einstellung aller Angriffe auf zivile Ziele.

Die Resolution ruft alle Konfliktparteien dazu auf, „unverzügliche jedwede Angriffe auf Zivilisten zu beenden“. Innerhalb eines Monats soll ein Mechanismus geschaffen werden, der den Waffenstillstand überwachen, kontrollieren und in Berichten dokumentieren soll.

Die einzigen Gruppen, die nicht von dem Waffenstillstand umfasst sind, sind der „Islamische Staat“ (IS, ehemals ISIS) und der syrische Al-Qaida-Ableger Al-Nusra.

In der Resolution werden auch die UN dazu aufgerufen, formelle Gespräche über die Bildung einer Übergangsregierung zu initiieren. Diese Gespräche zwischen Regierung und Opposition sollen bereits Anfang Januar beginnen. Im Text der Resolution wird dabei Unterstützung für einen von Syrern selbst geleiteten politischen Prozess signalisiert, der eine „inklusive und nicht konfessionelle Regierung“ innerhalb von sechs Monaten vorsieht. In weiterer Folge soll eine neue Verfassung ausgearbeitet werden. Diese soll den Weg hin zu freien und fairen Wahlen innerhalb von weiteren 18 Monaten bahnen.

„Ausschließlich das syrische Volk soll über seine Zukunft entscheiden, auch über das Schicksal des Präsidenten Assad – das ist auch die in den Text der Resolution gegossene Antwort auf Versuche, den Syrern von außen ihren Willen aufzuzwingen“, erklärte der Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow.

„Der Kampf gegen den Terrorismus muss seiner Natur nach stimmig und nicht opportunistisch sein, sei es in Syrien, sei es anderswo“, fügte Lawrow hinzu. „Versuche, Terroristen in gute und böse zu unterteilen, sind inakzeptabel.“

Lawrow zufolge betone die Resolution „die Notwendigkeit der Leistung humanitärer Hilfe für das syrische Volk… Dies muss in strenger Übereinstimmung mit den Richtlinien der Vereinten Nationen einhergehen, wie sie in den Resolutionen der Generalversammlung und den Entscheidungen des UN-Sicherheitsrates festgeschrieben wurden; dazu zählt auch der Konsens der Regierung des betroffenen Staates.“

Während der Konferenz im Vorfeld des Treffens des UN-Sicherheitsrats wurden neuerlich Forderungen laut, die nach einem Rücktritt des Präsidenten Bashar al-Assad verlangten, wobei argumentiert wurde, dass ein solcher die Bekämpfung des Terrorismus erleichtern würde, erklärte Lawrow.

„Wir haben unsere Position erneut unterstrichen, dass es – wie auch der Sicherheitsrat wiederholt verdeutlich hatte – keinerlei Vorbedingungen für die Bekämpfung des Terrorismus geben kann“, machte Lawrow weiter deutlich. Entsprechend seien Passagen dieser Art auch nicht in den Resolutionsentwurf aufgenommen worden. Es sei, betonte Lawrow erneut, einzig Sache des syrischen Volkes, die Zukunft ihres Landes und ihres derzeitigen politischen Führers zu bestimmen.

Im Zuge des seit mehr als vier Jahren tobenden bewaffneten Konflikts in Syrien sind bereits mehr als 300 000 Menschen ums Leben gekommen.

Ein weiteres Ziel der Gespräche war es, einen Mechanismus zu entwickeln, um zu entscheiden, welche Rebellengruppen in Syrien zu den Verhandlungen im Rahmen des Friedensprozesses zugelassen werden sollen. RIA Novosti berichtete unter Berufung auf Quellen aus dem russischen Außenministerium, dass Jordanien, das mit der Sammlung der Namen in Syrien tätiger Terrororganisationen betraut worden war, ein Dokument präsentiert hätte, in dem 160 extremistische Gruppen aufgeführt worden wären.

„Die Liste zählt Positionen von jeder Seite auf“, erklärte TASS zufolge der jordanische Außenminister Nasser Judah, der das Dokument während der Gespräche der Syrien-Kontaktgruppe in New York präsentiert hatte.

Bereits am Donnerstag hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig eine gemeinsam von Russland und den USA eingebrachte Resolution verabschiedet, die eine Strafverfolgung von Einzelpersonen und Firmen verlangt, die in Handel mit dem IS und anderen Terrorgruppen involviert sind. Diese Resolution war nach den Gesprächen zwischen US-Außenminister John Kerry und Außenminister Lawrow sowie dem russischen Präsidenten Vladimir Putin in Moskau verfasst worden.

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