Ankara schickt Truppenkontingent in den Nordirak. Angeblich zur Ausbildung von Kurden, tatsächlich wohl für Sicherung von Ölschmuggel
Von Rainer Rupp
Der türkische Ministerpräsident Recep »Sultan« Tayyip Erdogan weiß die NATO fest an seiner Seite. Deutschland und die EU enthalten sich jeglicher Kritik an ihm und betteln, er möge ihre drei Milliarden Euro annehmen und dafür bitte, bitte keine weiteren Flüchtlinge mehr Richtung Westeuropa durchlassen. Das ermuntert offenbar den Machthaber in Ankara, trotz der hochexplosiven Situation im Grenzgebiet zum Irak und zu Syrien weiter zu zündeln. In der Nacht von Freitag zu Samstag schickte er laut türkischer Nachrichtenagentur Anadolu 20 bis 25 Kampfpanzer und etwa 150 Soldaten in den Nordirak. Angeblich soll mit dieser Nacht- und Nebelaktion die Ausbildung von kurdisch-irakischen Peschmerga-Kämpfern besser gewährleistet werden. Bislang waren dort lediglich 50 türkische Instrukteure tätig. Allerdings passen Panzer und Artillerie nicht zur behaupteten Erweiterung des Trainingsauftrags, zu dem keine Einladung der irakischen Regierung in Bagdad vorlag.
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