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Rotlicht: BRD-Auslandseinsätze l jungewelt.de

 

 

Von Jörg Kronauer

Nach dem Sieg des Westens im Kalten Krieg hatte die Bundesrepublik Deutschland es ziemlich eilig, ihre Bereitschaft zu militärischen Auslandsinterventionen zu demonstrieren. Bereits am 16. August 1990 – die Übernahme der DDR war noch nicht vollzogen – startete ein Minenabwehrverband der Deutschen Marine mit sieben Kriegsschiffen zur »Operation Südflanke« zunächst ins Mittelmeer und dann in den Persischen Golf. Der erste Bundeswehr-Auslandseinsatz, der bis zum 13. September 1991 andauerte, sicherte den westlichen Irak-Feldzug ab. Er markierte vorsichtig, aber doch unmissverständlich den Willen Bonns, die deutschen Streitkräfte in der neu anbrechenden Ära westlicher Hegemonie nicht mehr nur zur Landesverteidigung einzusetzen.

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