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Oskar Lafontaine – Nach Afghanistan jetzt Syrien

Nach dem 11. September 2001 schickte die damalige Bundesregierung die Bundeswehr nach Afghanistan, um den Terror zu bekämpfen. Ergebnis: Zehntausende Männer, Frauen und Kinder wurden von den Taliban und den „Befreiern“ getötet, die Taliban sind stärker als je zuvor und das Land ist zerstört.

In Syrien kämpfen die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Saudi-Arabien, Bahrain, Jordanien, die Nusra-Front, die Türkei, Hisbollah, Iran, die „Freie Syrische Armee“, mehrere kurdische Gruppen, die Syrische Armee und der IS. Deutschland nicht dabei? Das geht doch nicht. Bei den Bombardements der Waffenhändler und Kriegsverbrecher darf Deutschland nicht fehlen! Deutschlands Sicherheit wird nicht nur am Hindukusch verteidigt, sondern jetzt auch in Syrien und demnächst auch in Mali. Der größte Kriegseinsatz der Bundeswehr soll im Hauruck-Verfahren durch den Bundestag gepeitscht werden. Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, André Wüstner, geht davon aus, „dass dieser Kampf mehr als zehn Jahre lang andauern wird“.

Immer mehr „Terroristen“ aus diesen Ländern werden dann ihre umgebrachten Angehörigen rächen wollen, die Zahl der Terroranschläge in Europa (und in Deutschland?) wird zunehmen und die Waffenindustrie lässt die Korken knallen.

„Wenn Ihr wüsstet, mit wie wenig Aufwand von Verstand die Welt regiert wird, so würdet Ihr Euch wundern.“ (Papst Julius III, 1487-1555)