ICBUW auf dem Internationalen Uranium Film Festival Berlin 2015 – Bericht

http://www.uranmunition.org/icbuw-auf-dem-internationalen-uranium-film-festival-berlin-2015/

Zum vierten Mal fand dieses Jahr das International Uranium Film Festival in Berlin statt. Vom 24. bis 30. September wurden über 30 Filme zu verschiedenen Themen rund um Radioaktivität und die atomare Brennstoffkette in der Berliner Brotfabrik gezeigt. Kooperationspartner waren wie in vorigen Jahren die Koalition zur Ächtung von Uranwaffen ICBUW und die Juristenvereinigung gegen Kernwaffen IALANA.

Festivaldirektor Norbert Suchanek gestaltete ein umfassendes und ansprechendes Programm, das jeden Tag neue brenzlige Themen aufgriff. Von Bergbau bis Atommüll, über die Atombombe oder auch Nuklearmedizin wurde informiert und diskutiert. Den Auftakt bildete der ergreifende Film „The Man Who Saved The World“ über den russischen Offizier Stanislav Petrov, der 1983 den atomaren Weltkrieg verhinderte.

ICBUW Deutschland und IALANA waren an der Gestaltung eines Themenabends zu Umweltvergiftung durch Krieg beteiligt und erzielten dabei den Besucherrekord des Festivals. Die Veranstaltung, die am Sonntag stattfand, thematisierte den Einsatz von Agent Orange in Vietnam, dokumentiert im Film „Lighter than Orange“ von Matthias Leupold und die Folgen des Einsatzes von Uranmunition während der Golfkriege im Irak, dokumentiert von Karin Leukefeld und Markus Matzel in ihrem Film „Leiser Tod im Garten Eden – Die Folgen der Golfkriege“. Im Anschluss gab es eine angeregte Diskussion zwischen Friedensaktivisten, Filmemachern und interessierten Zuschauern. Der spätere Abend fokussierte sich auf den Einsatz von Uranmunition im Balkankrieg und zeigte die Filme „Friendly Fire – back to the Balkans“ und „Balkan Cancer“, die eindringlich die Folgen von Uranmunition für die betroffene Bevölkerung darstellen.

Den Festivalpreis „Yellow Oscar“ erhielt der Regisseur Marcus Schwenzel für „Seven Years of Winter“, einen Spiel-Kurzfilm über den Umgang mit dem verlassenen Tschernobyl.

Die Übergabe des Yellow Oscars mit (v.l.) Hauptdarsteller Roman Knizka, Regisseur Marcus Schwenzel, Castingdirektor Uwe Bünkel und Festivaldirektor Norbert Suchanek.

Das Festival ist eine einmalige Möglichkeit, der Öffentlichkeit diese wichtigen Themen näherzubringen und dabei die Filmkunst zu nutzen, um die Uranproblematik von neuen Seiten zu beleuchten. Wir danken den Organisatoren Norbert Suchanek und Jutta Wunderlich ganz herzlich für ein tolles Festival und ihre wichtige Arbeit und freuen uns schon auf nächstes Jahr.