Archive for Oktober 9th, 2015

9. Oktober 2015

rtdeutsch l Das Glück liegt woanders -Viele Syrer suchen Wege nach Europa. Eindrücke aus Damaskus und Beirut -Von Karin Leukefeld

Siehe Bericht im Anhang
http://www.rtdeutsch.com/33902/headline/syrischer-erzbischof-gemaessigte-rebellen-gibt-es-nicht-und-wenn-assad-geht-endet-syrien-wie-libyen/

Syrischer Erzbischof: Gemäßigte Rebellen gibt es nicht und wenn Assad geht, endet Syrien wie Libyen

Erzbischof Jacques Behnan Hindo, einer der wichtigsten Vertreter der über 500.000 Christen in Syrien, hat sich gegenüber Agenzia Fides, der Nachrichtenagentur der katholischen Kirche, äußerst kritisch gegenüber der Rolle der USA und insbesondere der CIA in Syrien geäußert. Zudem hinterfragte er die Kritik der USA an den russischen Luftschlägen mit den Worten: „Die USA protestieren 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al Kaida in Syrien bombardieren. Glauben sie wirklich, dass wir so wenig Intelligenz und Erinnerungsvermögen besitzen?”

„Der US-amerikanische Senator John McCain beklagt, dass die russische Luftwaffe nicht die Stellungen des Islamischen Staates, sondern die von der CIA ausgebildeten Rebellen angreift. Dies finde ich äußerst beunruhigend”, so Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi, „denn damit gesteht er ein, dass sich hinter dem Krieg gegen Assad auch die CIA verbirgt und es sich um einen Stellvertreterkrieg von Mächten, die zusammen mit ihren Verbündeten in der Region gegen Syrien kämpfen.”

Weiter führt der syrisch-katholische Erzbischof aus:

“Die westliche Propaganda redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht. In der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, ein Ableger der Al Kaida in Syrien. Dies alles ist sehr beunruhigend. Diese Supermacht protestiert 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al Kaida in Syrien bombardieren. Was bedeutet das? Dass Al-Kaida sich nun mit den USA verbündet hat, nur weil sie in Syrien anders heißt? Glauben sie wirklich, dass wir so wenig Intelligenz und Erinnerungsvermögen besitzen?”

“Wir werden selbst darüber entscheiden, wann Assad gehen muss und nicht der IS oder der Westen“, so Erzbischof Hindo im Gespräch mit Agenzia Fides und schließt mit den Worten:

„Und eines ist gewiss: Wenn Assad jetzt geht, dann endet Syrien wie Libyen“.

Auch lesen: Half der IS? US-Senator McCain reiste illegal nach Syrien

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9. Oktober 2015

Stellvertreterkriegswirrwarr l jungewelt.de

http://www.jungewelt.de/2015/10-10/028.php

Stellvertreterkriegswirrwarr

Der Schwarze Kanal Von Arnold Schölzel

Wenn es schon, so Reuter, ohne Putin keine Lösung in Syrien gebe, dann solle aus dem westlichen Interventionskrieg ein gemeinsam mit Russland geführter werden, zumindest eine Flugverbotszone für die syrische Luftwaffe. Mit so etwas hat es 2011 in Libyen gut geklappt.

Rund läuft es in den deutschen Kriegsmedien nicht. Noch kürzlich waren die Zeiten rosig. Die ständige Wiederholung von »Putin ist Aggressor« und »Assad muss weg« galt als Journalismus. Ein Faktenrechercheur war, wer am häufigsten »Fassbomben« schrieb. Nun aber bringt die russische Luftwaffe seit Beginn ihres Einsatzes am 30. September alles durcheinander. Jedenfalls formulierte z. B. die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 2. Oktober in der Unterzeile eines umfangreichen Beitrags mehrerer Autoren: »Moskau entfacht in Syrien einen globalen Stellvertreterkrieg«. Das ist gelinde gesagt verwirrend. Moskau fängt also einen dritten Weltkrieg an, aber mit Stellvertretern? Im selben Artikel berichtet die FAZ, das russische Militär gehe höchstselbst vor. Allerdings gegen diejenigen, die für den Westen und dessen arabische Regierungsbrüder in den Milliardärs- und Feudaldiktaturen am Golf in Syrien seit 2011 einen Stellvertreterkrieg führen. Der Wirrwarr bei den Frankfurtern ist so groß, dass sie hemmungslos aufzählen, wer da so im Auftrag der westlichen Wertegemeinschaft »moderat« und »zivilgesellschaftlich« das Kopfabschneiden, Händeabhacken, die Frauenunterdrückung usw. im säkularen Syrien einführte. Die russische Luftwaffe, so die FAZ, habe am zweiten Tag ihrer Bombardierungen »offenbar vor allem die von Saudi-Arabien unterstützte islamistische Rebellenallianz ›Dschaisch Al-Fatah‹« getroffen. Zu dieser gehörten »die Nusra-Front, der syrische Al-Qaida-Ableger sowie die von der Türkei unterstützte Dschihadistenmiliz Ahrar Al-Scham, die sich um eine moderatere Außendarstellung bemüht«. Dann verfallen die Frankfurter geradezu in Galopp: Von den Russen sei offenbar »auch die Rebellengruppe Tadschamu Al-Izza angegriffen worden, die von den Vereinigten Staaten unterstützt werde«. Was bildet sich der Russe ein, US-Verbündete anzugreifen? Egal, einige Zeilen weiter gehen die »antiamerikanischen« FAZ-Gäule endgültig durch: »Wie viele Syrer die CIA in jordanischen Trainingslagern ausgebildet hat, ist unklar. Von 3.000 bis 5.000 Mann schreibt am Donnerstag die Zeitung New York Times, die Washington Post wollte kürzlich von 10.000 Kämpfern wissen. Aus ihrem Geheimbudget soll die CIA jährlich fast eine Milliarde Dollar für das Programm bereitgestellt haben.«

Solch Enttarnung ist ein starkes Stück, was soll der FAZ-Leser, der die kriegführenden Freunde des Westens in Syrien nicht kannte, davon halten? Eine Antwort bietet – ebenfalls am 2. Oktober – Christoph Reuter im Spiegel an. Er verlangt unter dem Titel »Gemeinsam gegen Fassbomben« eine Zusammenarbeit Russlands und des Westens, »aber nicht zu Putins Bedingungen«. Da ließe sich sagen: Es würde ja reichen, wenn Der Spiegel Tatsachen als Grundlage für eine Kooperation akzeptierte, etwa, dass der Westen in Syrien seit 2011 bewaffnet interveniert. In Reuters Lesart hat aber in der Wertegemeinschaft ein Ringen zwischen »Interventionisten« und deren Gegnern stattgefunden, bei dem letztere sich durchgesetzt hätten. Das ist zwar – siehe FAZ – eine Lüge, aber ein Spiegel-Mann lässt sich von Tatsachen, die er selbst jahrelang ignoriert hat, nicht beirren. Wenn es schon, so Reuter, ohne Putin keine Lösung in Syrien gebe, dann solle aus dem westlichen Interventionskrieg ein gemeinsam mit Russland geführter werden, zumindest eine Flugverbotszone für die syrische Luftwaffe. Mit so etwas hat es 2011 in Libyen – damals ohne Einspruch Russlands und Chinas im UN-Sicherheitsrat – gut geklappt. Der Regime–Change war im Handumdrehen da. Einziges Problem: Das russische Militär hat gerade eine Flugzone in Syrien eingerichtet, keine Verbotszone. Und es führt auch keinen Interventionskrieg, nicht einmal mit Stellvertretern. Für deutsche Kriegspropagandisten ist so etwas ein einziges Chaos und Frieden ohnehin eine globale Katastrophe.

9. Oktober 2015

BRICS-Staaten einigen sich in Moskau auf gemeinsame Informationsstrategie gegen „aggressive westliche Berichterstattung“ l rtdeutsch

http://www.rtdeutsch.com/33928/headline/brics-staaten-einigen-sich-in-moskau-auf-gemeinsamen-informationsstrategie-gegen-aggressive-westliche-berichterstattung/

Die BRICS-Staaten haben sich in Moskau auf eine gemeinsame Entwicklung ihres Informationsraumes verständigt. Damit soll der aggressiven Berichterstattung, die von westlichen Medien ausgeht, entgegenwirkt werden und die engere Zusammenarbeit der BRICS-Staaten ermöglicht werden.

Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, haben sich am gestrigen Donnerstag beim BRICS-Medienforum in Moskau auf eine künftig stärkere Zusammenarbeit geeinigt. Auf dem Treffen anwesend waren die südafrikanische Broadcasting Corporation, die Africa News Agency, die chinesische Shanghai United Media Group, die Zeitung China Daily sowie die Nachrichtenagentur Xinhua. Aus Brasilien anwesend war die Empresa Brasil de Comunicacao. Auch die indische Sahara Samay und die russische Medienholding Rossija Segodnya nahmen an dem Forum teil.

Der Leiter von Rossija Segodnya, Dmitri Kisseljow, strich die große Bedeutung der Massenmedien in Bezug auf die geopolitische Lage heraus und sprach sich für einen stärkeren Informationsaustausch und mehr Zusammenarbeit zwischen den Medien der BRICS-Staaten aus.

Besonders im Hinblick auf die oft aggressive westliche Medienlandschaft unterzeichneten die Teilnehmer des Forums die Erklärung „Wege der Bildung eines gemeinsamen Informationsraums der BRICS“. Geplant sind strategische Partnerschaften und gegenseitige journalistische Unterstützung.

Mit dem gemeinsamen Medienraum soll auch das BRICS-Bündnis als solches gestärkt werden. Ziel ist eine „objektive, gerechte und rechtzeitige Berichterstattung“ über die Ereignisse in den beteiligten Staaten um das gegenseitige Verständnis zwischen den Völkern zu fördern. Auch soll so weiteren politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kooperationen eine Basis gegeben werden.

9. Oktober 2015

Syrischer Erzbischof: Gemäßigte Rebellen gibt es nicht und wenn Assad geht, endet Syrien wie Libyen

Erzbischof Jacques Behnan Hindo, einer der wichtigsten Vertreter der über 500.000 Christen in Syrien, hat sich gegenüber Agenzia Fides, der Nachrichtenagentur der katholischen Kirche, äußerst kritisch gegenüber der Rolle der USA und insbesondere der CIA in Syrien geäußert. Zudem hinterfragte er die Kritik der USA an den russischen Luftschlägen mit den Worten: „Die USA protestieren 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al Kaida in Syrien bombardieren. Glauben sie wirklich, dass wir so wenig Intelligenz und Erinnerungsvermögen besitzen?”

http://www.rtdeutsch.com/33902/headline/syrischer-erzbischof-gemaessigte-rebellen-gibt-es-nicht-und-wenn-assad-geht-endet-syrien-wie-libyen/

9. Oktober 2015

Relations with Russia / Syria – EU Commission head Junker / Former German Chancellor Schroeder

Former German Chancellor Gerhard Schroeder:
„Now we need to reach out to Russia and to stop the sanctions“.
Gerhard Schroeder recommends to start direct talks with Assad
„President Assad needs to stay in power at least for a transitional period
for several years“.
http://www.n-tv.de/politik/Schroeder-Russland-Sanktionen-lockern-article16085396.html

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EU Commission head Junker: Relations with Russia ‘must be improved,’ US ‘can’t dictate’

9. Oktober 2015

Schröder: Russland-Sanktionen lockern – Im Fall Syrien rät er zu direkten Gesprächen mit Assad l n-tv.de

Im Ringen um eine Lösung im Syrien-Konflikt sprach sich Schröder für Gespräche auch mit Baschar al-Assad aus. Am syrischen Machthaber müsse zumindest für eine Übergangszeit von mehreren Jahren festgehalten werden.

http://www.n-tv.de/politik/Schroeder-Russland-Sanktionen-lockern-article16085396.html

9. Oktober 2015

Saubere Propaganda-Analyse zu Assad l Freitag

Ich selbst kann weder Assad, noch die Lage in Syrien und schon gar nicht den mehrheitswillen der Syrer einschätzen.

Aber ich stelle dazu auch keine haltlosen Behauptungen auf, wie unsere Leitmedien in den letzten Wochen.

Dass diese sich nun auf eine mehr als dubiose Studie stürzten, um ihren Behauptungen eine scheinbare Basis zu geben, und ohne jede seriöse Information  eine riesige Propaganda-Lawine lostraten, ist sachlich wie journalistisch mehr als peinlich.

https://www.freitag.de/autoren/berlino1010/eine-lawine-aus-dem-nichts

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