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1. Oktober 2015

Westen uneins über Syrien-Strategie

(trt/IRIB)- Während eine Reihe von westlichen Staaten einschießlich der USA ihre Strategie im Syrien-Konflikt  ändert, pochen Frankreich und die Türkei auf ihre alte  Vorstellung über den  Syrien-Konflikt.
Der französische Staatschef François Hollande gab bei einem Treffen mit dem türkischen Regierungschef, Ahmet Davutoğlu ,   der Idee über die Errichtung einer Sicherheitszone an der syrisch-türkischen Grenze eine Sicherheitszone  neue Nahrung. Dieses Thema müsse jedoch auch vom UN-Sicherheitsrat mandatiert  werden. Mit der Errichtung einer derartigen Zone würde für die Sicherheit der in der Region lebenden Menschen gesorgt und die nach Europa geflohenen Menschen zur Rückkehr ermutigt.
Nach Angaben des französischen Außenministers Laurent Fabius werden in den kommenden Tagen der Umfang und die Grenzen dieser Sicherheitszone besprochen.
Hollande war am Dienstag(gestern) in New York am Rander  der UN-Vollversammlung mit Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu zusammengekommen.
Die USA haben  offenbar ihre Strategie im Syrien-Konflikt geändedrt: Sie haben  die Idee  über die Errichtung einer Sicherheitszone sowie über den Sturz des syrischen Präsidenten aufgegeben und plädieren nun zunehmend dafür, dass Präsident Assad Teil einer Lösung des Syrien-Konfliktes sein könne: Statt Machthaber Baschar al-Assad grundsätzlich die Legitimation abzusprechen und seinen Rücktritt zu verlangen, scheint Washington nun doch zu Gesprächen bereit zu sein.
„Letztendlich müssen wir verhandeln“, sagte Außenminister John Kerry dem Fernsehsender CBS. Die USA seien zu Gesprächen mit Baschar al-Assad bereit, sofern dieser „seriöse Verhandlungen auf Basis der Genfer Vereinbarungen“ akzeptiere. Man dränge Assad, genau das zu tun, sagte Kerry. Möglicherweise müsse der Druck auf den Machthaber erhöht werden, um ihn zu Gesprächen über einen politischen Übergang in Syrien zu zwingen.
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