Archive for September 6th, 2015

6. September 2015

[Griechenland-Blog] Wahlen in Griechenland: Varoufakis wird Tsipras nicht unterstützen

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis erklärte gegenüber dem CNBC, bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im September 2015 nicht kandidieren und Alexis Tsipras und die SYRIZA nicht unterstützen zu werden.
http://www.griechenland-blog.gr/2015/09/wahlen-in-griechenland-varoufakis-wird-tsipras-nicht-unterstuetzen/2135865/
Advertisements
6. September 2015

[RT] Putin: People flee from Syria because of ISIS, not Assad regime

Russian President Vladimir Putin has said the fight against terrorism should be a coordinated international effort, and Russia is taking steps to form such a coalition. He added that in Syria it should go hand in hand with an internal political process.
http://www.rt.com/news/314435-putin-isis-syria-refugees/
6. September 2015

Linke benennen Fluchtursachen l jungewelt.de

Destabilisierung durch westliche Staaten treibt Millionen Menschen aus ihrer Heimat. USA sollen sich an Kosten der Folgen beteiligen

Von Rüdiger Göbel

http://www.jungewelt.de/2015/09-07/058.php

6. September 2015

Rückschlag für Berlin (Deutsche Abschottungspolitik gegen Flüchtlinge) German Foreign Policy

Ungeachtet einer überbordenden Welle ziviler Hilfsbereitschaft verschärfen die deutschen Behörden ihre rigorosen Abschottungsmaßnahmen gegen das Flüchtlingselend an der EU-Peripherie. Die anhaltende Fluchtbewegung, die jetzt Deutschland erreicht hat, war Ende August durch eine unbedachte „Sprachregelung“ des Bundesamtes für Migration (BAMF) ausgelöst worden. Demnach sollten Flüchtlinge aus Syrien ihre Anträge auch dann in Deutschland stellen dürfen, wenn sie die EU über eine nicht-deutsche Außengrenze erreichten. Weil die Maßnahme als ein Asylversprechen missverstanden und mit den Behörden in Griechenland, Italien, Bulgarien, Ungarn und Österreich nicht rechtzeitig abgesprochen wurde, kommt es zu einer Fluchtpanik, die fortwirkt. Die teils hilflosen, teils brutalen Abwehrmethoden an den Außengrenzen wecken „Erinnerungen an die schwärzesten Stunden Europas“, heißt es in der internationalen Presse, die sich auf Bilder deutscher Okkupationsverbrechen der NS-Zeit bezieht. Um den Weg nach Deutschland zukünftig abzuschneiden, plant der deutsche Innenminister sogenannte EU-Aufnahmestellen in Griechenland und in Italien. Dabei soll es sich um militärbewachte Massenlager handeln. Der deutsche Außenminister ruft zu verstärkten Abschiebungen der Asylbewerber auf, die zukünftig direkt aus den Massenlagern und ohne deutschen Boden zu betreten „zurückgeführt“ werden können. Zeitgleich beginnt die EU mit mehreren deutschen Marinezerstörern die „Jagd“ auf Flüchtlingsboote im Mittelmeer, die angegriffen und zerstört werden, angeblich um sogenannte Schlepper zu bekämpfen (bitte lesen Sie dazu Krieg gegen Flüchtlinge (III)).

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59192

6. September 2015

Russian Marines Arrive in Syria to Train and Protect Their Regional Assets

On Friday morning, a Russian Marine contingent of about 40 soldiers arrived at their naval repair facility in Tartous City in order to train the civilian-led “National Defense Forces” (NDF) inside a number of provinces, including the Homs, Latakia, and Tartous Governorates of western Syria.

Despite the propaganda surfacing from their arrival in Tartous, the Russian Marines have no direct involvement in the ground warfare; however, they are assisting the Syrian Arab Army (SAA) with both intel and satellite imagery, while the Syrian Opposition media reports the direct use of these Russian soldiers at checkpoints in rural Latakia and Homs.

According to a military source inside the Latakia Governorate, the Russian Marines have not manned any checkpoints nor engaged the Syrian Opposition forces in direct combat; this was reportedly fabricated by social media activists from the Syrian Opposition.

The source confirmed that the Russian Marines have all arrived in Tartous; they are currently stationed inside the strategic cities of Slunfeh (Jabal Al-Akrad), Jableh (coastal city in Latakia) and Homs.

As of Saturday night, the Syrian Armed Forces are in full control of their own checkpoints inside the aforementioned areas and they have not conceded control to any of the Russian soldiers that have arrived in Syria.

6. September 2015

Krieg gegen Flüchtlinge – German Foreign Policy

Die Bundesregierung bereitet die Anwendung militärischer Gewalt gegen Fluchthelfer im Mittelmeer vor. Dies berichten deutsche Medien. Demnach arbeiten Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium an einer parlamentarischen Beschlussvorlage, die die deutsche Kriegsmarine zu bewaffneten Aktionen gegen Schleuserboote im Rahmen der EU-Militäroperation EUNAVFOR MED ermächtigen soll. Das deutsche Vorgehen ist eng mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini abgestimmt, die in dieser Frage einen „breiten Konsens“ zwischen den an EUNAVFOR MED beteiligten Staaten konstatiert; die notwendigen Beschlüsse sind in den vergangenen Tagen auf EU-Ebene gefällt worden. Entsprechend äußerte sich auch der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten im Europäischen Parlament, der Deutsche Manfred Weber (CSU). Weber fordert, „mit aller Härte“ gegen „mafiöse Schlepperbanden“ vor der libyschen Küste vorzugehen – unter Einsatz „militärischer Mittel“. Bisher beschränkte sich die Bundesmarine auf die Zerstörung verlassener Flüchtlingsboote und die geheimdienstliche Vernehmung der Geflüchteten, die eingehend über Schleuseraktivitäten und Migrationsrouten befragt wurden. Dies soll sich nun ändern.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59191

6. September 2015

Rufmord und abstruse Logik – August-Ausgabe der Zeitschrift “Das Parlament” zum Thema Russland

Anja Böttcher hat die August-Ausgabe der Zeitschrift “Das Parlament” zum Thema Russland gelesen und war entsetzt. Sie hat daraufhin einen Brief an die russische Botschaft geschrieben und uns erlaubt, ihn hier zu veröffentlichen.

“Das Parlament” ist zwar keine Zeitschrift in Millionenauflage, aber Herausgeber dieses Blattes ist der deutsche Bundestag. Somit gewissermaßen ein hochoffizielles Organ. Von dem man erwarten sollte, dass es sich einem Thema mit Bedacht nähert.

Aber Bedacht ist aus der Mode, und in den Köpfen der Parlamentarier dürfte auch nichts anderes sein als in den Köpfen der Journalisten. Was sich darin befindet, demonstrierte jüngst wieder einmal Rebecca Harms, die wie ein gut abgerichteter Maidan-Jünger die Swoboda-Handgranate in Kiew auf Twitter gleich “Putins Destabilisierungsstrategie” zuschrieb.

Wir müssen allen, die solche Briefe schreiben, für den Beitrag danken, den sie dazu leisten, dass die Welt sich nicht ganz Deutschland vorstellt wie eine vervielfältigte Version von Merkel oder Harms.

Wenn das so sprachgewandt geschieht wie in diesem Schreiben, dürfte es für die Empfänger eine doppelte Freude sein.

Sehr geehrte Vertreterinnen & Vertreter der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin,

seit Beginn der Ukraine-Krise haben die deutschen Leser von führenden Printorganen und die Zuschauer/Hörer der audiovisuellen Medien, darunter vor allem des zwangsweise von der gesamten Bevölkerung finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks & – Fernsehens, in einem bislang ungekannten Maße gegen die offensichtlich russophobe Ausrichtung ihres öffentlichen Diskurses heftig & nachhaltig protestiert. Zu einsichtig war es, dass die mediale Darstellung Ihres Landes & unseres großen Nachbarlandes von Beginn an darauf ausgerichtet war, in der Bevölkerung eine feindselige und aggressive Einstellung gegenüber Russland zu verbreiten und tief zu verankern.

Dies ist bislang nicht gelungen; stattdessen hat die Befremdung der Bevölkerung gegenüber ihrer medialen & politischen Repräsentation in einem Maße zugenommen, das den Zusammenhalt der deutschen Gesellschaft auf Dauer ernsthaft gefährden könnte.

Denn als einzige Reaktion auf die argumentativ gut begründeten & mit zahlreichen empirischen Belegen (per Links) bespickten Publikumsproteste erfolgte, nachdem zensorische Eingriffe in die Foren das Bild der Leserreaktionen in der Öffentlichkeit nicht entscheidend verschleiern konnten (viele wichen dann einfach auf alternative Foren aus; Medienwatchblogs erhielten regen Zulauf), eine konzertierte Publikumsbeschimpfung. Im glimpflichsten Fall wurden die Leser, denen offensichtlich ein eigenständiges Denkvermögen nicht zugetraut wird, als “Opfer russischer Propaganda” dargestellt (als seien US- & transatlantische Netzwerke sowie Nato-PR in Deutschland nicht tausendfach präsenter als Stimmen & Portale der Russischen Föderation). Bösartiger noch war die Unterstellung, es handle sich bei kritischen Foristen um bezahlte “Trolle” der russischen Geheimdienste oder um therapiebedürftige Neurotiker, die aufgrund des russischen Siegs im Zweiten Weltkrieg oder der Jahrzehnte dauernden Kulisse auf Westdeutschland gerichteter russischer Atomwaffen im Kalten Krieg ein „Stockholm-Syndrom“ entwickelt hätten, im vulgärfreudianischen Jargon die Bezeichnung für eine masochistische Identifikation mit einem gewalttätigen Entführer. Die gleichen Leute, die es offensichtlich für pathologisch halten, dass die deutsche Bevölkerung als Konsequenz aus der Erfahrung zweier  blutiger Weltkriege eine aggressive Konfrontationspolitik gegenüber Russland in der überwältigen Mehrheit entschieden ablehnt, empfinden es anscheinend als völlig natürliche Konsequenz der Katastrophe des Naziregimes, von da an blind jeder militaristischen Hegemonialpolitik der Vereinigten Staaten zu folgen, auch wenn diese in einen Krieg mit Russland führen könnte. Verstehe das, wer mag! Ich jedenfalls halte die Tatsache, dass die übergroße Mehrheit der Deutschen die obige Logik als abstrus erachtet, für den Beweis, dass die Bevölkerung geistig & psychisch in deutlich besserer Verfassung ist als ihre Vertreter, die offensichtlich nicht nur „in einer anderen Welt“ leben als der russische Präsident (O-Ton Frau Merkel), sondern auch als die Mehrheit des eigenen Volks.

Wer einen Eindruck davon erhalten will, in welchem Maße auch politische Repräsentationsorgane dazu neigen, die obstinate Bevölkerung demagogisch anzugehen & geachtete Politiker, die sich für eine neue Kooperation mit Russland stark gemacht haben, zu diffamieren, nur um eine antirussische Meinungshoheit durchzusetzen & zu sichern, der schaue sich den Eingangsartikel der aktuellen Ausgabe des Publikationsorgans des Deutschen Bundestags „Das Parlament“ an.

Der schrill aufgemachte & von dem Historiker Gert Koenen verfasste Artikel „Der Putin-Komplex“ gleich auf der Titelseite kündigt schon in der Überschrift die Absicht an, nicht nur den russischen Präsidenten, sondern auch alle jenen Deutschen, die sich für die friedliche Kooperation Deutschlands & Russlands auf Augenhöhe & der Basis eines selbstverständlichen gegenseitigen Grundrespekts einsetzen, zu diskreditieren. Zu klar benennt nämlich das Wort „Komplex“, dass Koenen jede andere als die offiziell feindselige Haltung gegenüber einer demokratisch legitimierten russischen Regierung, die derzeit laut Umfragen in diesem geopolitischen Konflikt von 81% der Russinnen & Russen unterstützt wird, als krankhaft zu charakterisieren gedenkt. Doch Koenens Diffamierungsarsenal beschränkt sich nicht nur auf die (ziemlich miese) Taktik des Pathologisierens politscher Gegner, sondern greift auch bereitwillig zum Mittel des politischen Rufmords.

Ein Beispiel: Koenen stellt das Engagement unterschiedlicher Altpolitiker aller etablierten Parteien, den friedenspolitischen Konsens der 70er und 80er Jahre & den Rechtsstatus des Grundgesetzes zu erhalten, als die derzeit größte demokratische Binnengefährdung der Bundesrepublik Deutschland dar, indem er deren aktuelle Friedensinitiative (u.a. den Aufruf “Nicht in unserem Namen!“ ) als “eine weit ausgefächerte Querfront von Egon Bahr über den Strauß-Intimus Winfried Scharnagl bis zur Grünen Antje Vollmer” bezeichnet. Die gewünschte Konnotation ist hier: Wer die bilateralen Beziehungen zu Russland immer noch an den Maximen der Brandtschen Ostpolitik & der friedenspolitischen Ausrichtung unserer Verfassung orientieren will, bereitet einem russischen Putin=Hitler ebenso den Weg wie der antirepublikanische Coup des Kabinetts Schleicher 1932 einst Adolf Hitler. Dass die hierin unterschwellig implizierte Gleichstellung des russischen Präsidenten mit dem schrecklichsten Diktator der Menschheitsgeschichte, der zudem noch am Tod von 27 Millionen Sowjetbürgern schuld ist, für russische Ohren (aber nicht minder für unsere!) unerträglich ist, versteht sich von selbst. Aber es wird auch deutlich, in welch absurder Weise alle Gegner der aggressiven Hegemonialpolitik der Nato nicht nur (den Feindbildern des Kalten Krieges entsprechend) etwa als „Altstalinisten“ ausgerufen, sondern sogar in die pro-nazistische Ecke gestellt werden: Die Vokabel “Querfront” geistert schon seit geraumer Zeit als Beschimpfung aller sich explizit für den Frieden einsetzender Menschen durch den offiziellen Mediendiskurs. (Denn bekanntlich waren die Nazis ja so friedensliebend!) Ein wirklicher Begriff ist da aber schon lange nicht mehr beim Worte; die Kombattanten an der Diffamierungsfront scheinen vielmehr jede Bezeichnung als legitim zu befinden, die den politischen Gegner, hier jegliche Friedensfreunde, unterhalb der Gürtellinie trifft. Dies bezeugt die Übertragung dieser Bezeichnung auf hoch geschätzte Altpolitiker recht gut: Es zieht jedem historisch auch nur halbwegs Gebildeten die Schuhe aus, wenn sie selbst in ein Parlamentsorgan Eingang findet. Denn die Politiker, von denen hier insinuiert wird, dass ihre Artikulation politischer Gemeinsamkeiten einen Grund biete, an ihrer Treue zum demokratischen Rechtsstaat zu zweifeln (denn der Terminus “Querfront” bezeichnet historisch ja nun mal den Versuch eines [zunächst missglückten] nationalkonservativen Putschversuchs mit Hilfe eines Teils der Nazis gegen die Weimarer Republik), sind samt & sonders Mitglieder solcher Parteien, die auf Landes- & Bundesebene diverse Male bereits Regierungskoalitionen eingegangen sind. Angesichts dessen dürfte die Existenz eines ‚gemeinsamen politischen Nenners‘ nicht allzu verdächtig sein: Was – bitte – hat dann das politische Erbe des gerade erst verstorbene Egon Bahr (SPD) mit dem Ansinnen Kurt von Schleichers gemein, einen Putsch gegen den demokratischen Rechtsstaat der Weimarer Republik durchführen zu wollen? Natürlich nichts. Was Winfried von Scharnagel mit nationalbolschewistischen Mitgliedern des ADGB (Allgemeinen Deutsche Gewerkschaftsbundes) von 1932? Natürlich ebenso wenig. Was Antje Vollmer, evangelische Pfarrerin, Urgestein der Partei Die Grünen & der westdeutschen Friedensbewegung, mit dem Führer eines Flügels der NSDAP, Gregor Strasser? Natürlich weniger als nichts. Hier wird einfach blind draufgehauen.

Eben deshalb sind die Protagonisten der Konfrontationslogik aber auch zum Scheitern verurteilt und man sollte klar sehen, dass die Steigerung ihrer Aggression ein sicheres Zeichen ihrer Niederlage im Kampf um die öffentliche Meinung ist.

Denn alles, was in der deutschen Zivilgesellschaft der fünf letzten Jahrzehnte intensiv diskutiert wurde, hielt Eingang in den Schulunterricht, den jeder über die finstere Zeit der Nazi-Herrschaft von klein an erlebt. Deshalb entlarvt eine solche auf Eskalation und Hetze ausgerichtete Feindpropaganda jeder Mittelstufenschüler ohne Schwierigkeiten. Denn die strukturellen Grundzüge dieser menschenfeindlichen Rhetorik erlernen Schulklassen in zahlreichen Unterrichtsvorhaben im Deutsch- & Geschichtsunterricht der weiterführenden Schulen, wo goebbelsche Reden, Wahlplakate der NSDAP & die Hetzartikel eines Julius Streichers kleinschrittig analysiert werden. Dass Dämonisierung, eine manichäische Weltsicht, eine starke Gut/Böse-Dichotomie, eine Schwarz-Weiß-Zeichnung der Realität sowie die Pathologisierung wie Dehumanisierung des Gegners strukturelle Merkmale der Nazi-Propaganda waren, lernt jeder Schüler, sobald er imstande ist, den Namen des dafür verantwortlichen Propagandaministers Joseph Goebbels richtig zu schreiben. Je stärker sich die aktuelle Diffamierungswelle dem strukturell annähert, umso mehr wird die Ablehnung der damit verbundenen Konfrontationspolitik gegen Russland in der deutschen Öffentlichkeit verstärkt & zementiert.

Denn es ist, allen Behauptungen zum Trotz, keine generelle Apologie russischer Regierungspolitik, die sich im Zorn der deutschen Leser ausdrückt (für Demokraten ist es ausschließlich die Angelegenheit der Bürgerinnen & Bürger der Russischen Föderation, wer wie Russland regiert!), sondern das Insistieren darauf, die eigene Regierung auf eine kooperative, friedliche & dem gegenseitigen Grundrespekt fußende gemeinsamen Friedenspolitik aller Länder Europas (inklusive Russlands) zu verpflichten & allen politischen Kräften – gerade auch in der EU & der Nato, aber auch in der Ukraine – entschieden die Rote Karte zu zeigen, wenn sie weiter in Richtung Konfrontation marschieren wollen. Dies gilt ganz besonders für die Elite eines weit entfernt auf einem anderen Kontinent liegenden Landes, die sich seit 1990 einbildet, um der Sicherung der eigenen Hegemonie willen andere Teile der Welt in Krieg & Verderben schicken zu dürfen (- in der trügerischen Hoffnung, von den Konsequenzen bliebe dauerhaft das eigene Land verschont!)

Denn niemand von uns, der klar bei Verstand ist, kann wollen, dass unsere Kinder so schreckliche Zeiten durchmachen müssen wie unsere Eltern & Großeltern, dass der Hass & die Gewalt, die so viele Seelen vergiftet haben, sich in unseren Umgang miteinander dauerhaft einnistet und dass das kostbare Gut der Versöhnung, die doch so weitgehend in den Jahren nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erreicht schien, derart fahrlässig & leichtsinnig beiseite geworfen wird.

Wir hoffen, dass in Russland gesehen wird, wie breit & umfassend der Protest der deutschen Bevölkerung (& ähnliches gilt für viele andere EU-Länder auch) gegen die medialen Stimmen der Verachtung & Aufrüstung war & ist – & wie wenig von diesem aggressiven Kriegsgeschrei die Menschen innerlich angenommen haben. Die Menschen im Donbass haben bereits einen schrecklichen & blutigen Preis für diesen sinnlosen Willen zur Konfrontation zahlen müssen! Deshalb wird es höchste Zeit, dass die Anhänger der Eskalationspolitik einsehen, dass sie den Kampf um die „hearts and minds“ der Bevölkerung schon lange verloren haben. Zum Schweigen bringen werden sie uns jedenfalls nicht. Der Zustand unseres gemeinsamen Kontinents & die Zukunft unserer Kinder hängen davon ab, dass alle Menschen guten Willens sich von den Scharfmachern nicht abbringen lassen, Frieden & Zusammenarbeit in Europa gegen die Stimmen von Gewalt & Krieg zu erkämpfen.

Mit freundschaftlichen Grüßen

( & im Einklang mit jenen 56-63% der Deutschen, die [je nach Umfrage] sich von unseren Medien in der Causa des Ukraine-Konflikts nicht vertreten fühlen)

Anja Böttcher

6. September 2015

German Left Party: U.S. Main Cause of the Refugee Crisis. Must Be Held Responsible

peacelinkeReason the only thing that matters

In a statement published in the German media this Sunday, the chairs of the German Left Party, Sahra Wagenknecht and Dietmar Bartsch have stated the following:
“Western countries led by the U.S. have destabilized entire regions, by making possible and using terrorist organizations. Murderous gangs, such as the Islamic state (IS) were indirectly supported and supplied by countries allied with Germany – this happened unhindered. It happened through financial support and weapons. Millions of people were thereby exposed to brutal wars, civil wars.”

“The people who turned the Middle East into chaos through wars, terror drones, arms shipments and deliberate destabilization, are the ones responsible for forcing millions of people to leave their homes,” said Sahra Wagenknecht.

Sahra Wagenknecht urged the German government to demand from the US government to cover some of the costs of the refugees crisis. “If the federal government would have only a minimum level of courage left, they would demand that the United States, being the main cause of the refugee tragedy, cover at least a share of the costs of this crisis,” she explained. “In addition, as a consequence, there must finally be an end to German arms exports and to the military adventures of the German army, the Bundeswehr.”

In the position paper, Bartsch and Wagenknecht are also demanding to deal with the causes of the refugee crisis by increasing the level of the German contribution to the World Food Program and increasing development aid to 0.7 percent of GDP. The position paper will be presented publicly on Monday, September 7.

6. September 2015

Der sogenannte „islamische Staat“ (ISIS) und seine Unterstützer

ISIS-made-in-USA1

Der sogenannte „islamische Staat“ (ISIS) kann seine Kampfkraft nicht allein aus dem Irak oder aus Syrien heraus aufrechterhalten, sondern benötigt funktionierende Nachschublinien, die durch benachbarte Länder führen. Dazu gehören Jordanien, Libanon, Israel und vor allem das NATO-Mitglied Türkei.

Syrien wird absichtlich an der Sicherung seiner eigenen Grenzen gehindert durch eine zunehmend offene „Pufferzone“ oder den sogenannten „safe haven – sicheren Hafen“ geschaffen durch die USA und ihre regionalen Verbündeten zum Zwecke des Schutzes eindeutig nicht existenter „moderater Rebellen.“ Was diese „sicheren Häfen“ in der Wirklichkeit ermöglichen sollen, ist die Gewährleistung für ISIS, dass die Nachschublinien intakt bleiben. Aber die Kurden – die einzige wirksame Kraft in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze, die in der Lage ist, die Nachschublinien der ISIS zu bedrohen – die Kurden werden jetzt von türkischen Kampfjets direkt angegriffen.

6. September 2015

Ein Vers des Berliner Rappers Kaveh mit über 70 arabischen und persischen Lehnwörtern

Zwischen 350 und 500 Wörter, die wir heute im Deutschen benutzen stammen aus dem Arabischen und über 200 aus dem Persischen. Hier ein Vers von mir mit über 70 arabischen und persischen Lehnwörtern:

Die MATRATZE auf der du schläfst, die KARAFFE aus der du trinkst und die GITARRE auf der du spielst. Der ALKOHOL, der dich berauscht, der morgendliche KAFFEE, der so gut riecht und die TASSE aus der du schlürfst. Die weiße weiche ZUCKER-WATTE, deine angeblich noch so überlegene RASSE und selbst die Begriffsgeschichte von Worten wie JACKE, TARIF oder GIRAFFE sind alle – auch wenn du es nicht glauben willst – arabischen Ursprungs! Genauso wie die RAZZIA, die Wurzeln der MAFIA und des ADMIRALS und selbst des Waffen-ARSENALS. Vokabeln wie KALIBER, ATLAS oder KABEL kommen aus dem Orient wie der hohe Turm zu BABEL. In Phönizien raubte Zeus damals EUROPA an der Küste. Verkleidet als ein Stier. Getarnt mit MASKE und MÜTZE. Bist du immer noch so skeptisch? Du bist mit deim‘ Latein noch lange nicht am Ende? Ach was, gib endlich auf. Dein deutscher Stolz ist SCHACHMATT. Wenn nicht, wird es Zeit, dass ich dich orientiere: Denn dein JARGON ist so persisch wie das Essen auf dem Tisch: SPINAT mit gebratener AUBERGINE. Selbst deine PFIRSICH-SODA-LIMONADE und MARZIPAN-Schokolade, dein ORANGEN-SIRUP und die Medaille aus BRONZE. Das Wort für ARTISCHOCKE oder LACK-Fleck auf dem TEPPICH sind entweder arabische oder persische Worte. Die PASCHA-SAFARI-KARAWANE, die MUMIE und die SCHAKALE. Die TULPE, der JASMIN, teurer KAVIAR und der KAJAL-Stift. Der ausgestopfte TIGER, die TAPETE an der Wand, das BENZIN im Auto und das MAGAZIN in deinem Schrank. Sie wanderten nach Deutschland wie die Vorfahren von SARRAZIN. Worte wie HAVARIE, NATRIUM oder ASSASSIN. Sogar die ZIFFERN im ALGEBRA-Unterricht, der Computer-ALGORITHMUS und RABATT auf die MASSAGE. Deine tägliche NARKOSE: der HASCHISCH den du KIFFST. Die Zigaretten ausm‘ KIOSK und der SCHAL den du trägst, der PYJAMA mit dem du schläfst, während der Mond dich im ZENIT verzückt. Die dicken SCHECKS von denen du nächtelang träumst und auch der MAGISCHE TALISMAN sind Geschenke aus dem bombardierten PARADIES Afghanistans. Das Imperium SCHIKANIERT das sogenannte Morgenland mit ferngesteuerten Bomben für die großen Millionen. Profit: ihr ELIXIER. Und du – sitzt jetzt betäubt auf deinem SOFA, lässt dich stundenlang berieseln von der giftigen CHEMIE medialer RISIKO-DROGEN. Warum zeigst du zur Abwechslung nicht mal ein wenig Dankbarkeit? Schenke den Menschen der Länder, die deine Sprache bereichern anstatt kultureller Arroganz, Kriege und Drohnen lieber ROSEN für den Frieden der Familien der Toten.

https://www.facebook.com/kavehtracks?fref=nf

Der im Iran geborene Berliner Rapper KAVEH begann 1995 seine ersten Rap-Texte zu schreiben. 
Seine Kindheit verbrachte KAVEH in Frankreich und lebte auch schon in Kanada und Spanien. Die verschiedenen Sprachen lässt er in seine Musik mit einfließen. Daher rappt er abgesehen von Deutsch, auch auf Englisch, Französisch, Persisch und Spanisch.
Seit Beginn seiner Raplaufbahn beschäftigt sich KAVEH mit kontroversen Themen, die vom Alltagsrassismus bis zum lyrischen Widerstand gegen Unterdrückung, Kapitalismus und imperialistischen Kriegen handeln.

%d Bloggern gefällt das: