IMI-Analyse – Syrien: Wie Luftabwehr und Völkerrecht ausgehebelt wurden

Planlose Außenpolitik der USA?

Bereit seit Monaten fliegt die US-Luftwaffe Angriffe auf Stellungen des Islamischen Staates in Syrien und ermöglichte es somit v.a. kurdischen Kämpfern am Boden, Städte gegen Angriffe des IS zu verteidigen und Gebiete zu erobern. Seit dem Anschlag auf ein Jugendcamp zum Wiederaufbau Kobanes in Suruç am 20. Juli 2015 beteiligt sich auch die Türkei an Angriffen auf syrisches Territorium, die jedoch überwiegend PKK-nahen Kämpfern gelten. Mittlerweile haben sich die Türkei und die USA auf die Einrichtung einer „Schutzzone“ in Syrien geeinigt, die jedoch in erster Linie verhindern soll, dass sich ein zusammenhängendes Gebiet unter kurdischer Kontrolle an der Grenze zur Türkei bildet. Die USA geben das Ziel vor, dass von dort aus pro-westliche und teilweise von den USA ausgebildete Kämpfer gegen den IS operieren sollen und kündigten an, diese auch gegen Angriffe durch die syrische Luftwaffe zu verteidigen. Doch die Zahl tatsächlicher pro-westlicher Kämpfer in der Region liegt im niedrigen dreistelligen Bereich. Wahrscheinlicher ist, dass sich auch hier islamistische Kämpfer breit machen, die u.a. gegen die Kurden und regimetreue Kräfte vorgehen, die sich zunehmend in Auflösung befinden.

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http://www.imi-online.de/2015/08/06/syrien-wie-luftabwehr-und-voelkerrecht-ausgehebelt-wurden/