Jüdische Gemeinde von Thessaloniki – „Schulden müssen zurückgezahlt werden“ (mit Zins und Zinseszins)

„Schulden müssen zurückgezahlt werden“ (mit Zins und Zinseszins) tönen Scheuble und Merkel doch immer. Geraubtes Leben kann man nicht zurückzahlen, aber doch wenigstens die Fahrkosten in den Tod, die die Menschen zynischerweise selbst bezahlen mussten. Die Gewinne flossen in die deutsche Staatskasse. So ist es nur recht, wenn die jüdische Gemeinde von Thessaloniki das „Fahrgeld“ (es klingt makaber) mit Zins und Zinseszins zurückverlangt. Ich bin dafür. Und du?

http://zug-der-erinnerung.eu/appell/index.php

»… Die deutschen Besatzer verlangten 1943 von der jüdischen Gemeinde der griechischen Stadt Thessaloniki 3 Milliarden Drachmen, um ihre Zwangsarbeiter «freizukaufen». Weil sie die Summe nicht zusammenbekam, trat die Gemeinde sogar einen Friedhof ab, obwohl nach jüdischem Glauben die dauerhafte Totenruhe unantastbar ist. Doch retten konnte sie auch das nicht. Zwei Monate später mussten die fast 50 000 Juden sogar die eigene Deportation selbst bezahlen. Bis heute hat Deutschland der nur noch 2000 Mitglieder zählenden Gemeinde dieses Geld, etwa 20 bis 40 Millionen Euro, nicht zurückerstattet. …«
(NZZ vom 12. April 2015)
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Dieser Text wäre zu unterschreiben:
[http://zug-der-erinnerung.eu/appell/index.php]
Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Zug der Erinnerung“ und der Jüdischen Gemeinde von Thessaloniki fordere ich von der Deutschen Bahn AG und ihrer Eigentümerin, die verzinsten Fahrtkosten für die Massendeportationen aus Griechenland nach Auschwitz und Treblinka in vollem Umfang, ohne Umwege und unverzüglich an die Jüdische Gemeinde von Thessaloniki zurückzuerstatten.

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