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Die G77 und die geopolitische Entkolonialisierung – von Rafael Bautista

Die jüngsten Krisen in der Ukraine und Syrien zeigen den Übergang zu einer aufkommenden multipolaren Welt ohne ein einheitlich hegemoniales Zentrum. Das 21. Jahrhundert beginnt mit einer neuen aufstrebend en Welt, die weder kulturell, noch zivilisatorisch die westliche Vorherrschaft bedingt. Die „große neoliberale Erzählung“ vom „Ende der Geschichte“ wurde am 11. September 2001 erschüttert
und ihr letzter Kreuzzug, „Kampf der Kulturen“ benannt, wird in Syrien und der
Ukraine besiegt. Das Phänomen der Kolonialisierung beginnt im neuen Jahrhundert zu zerbröseln.
Selbst die neuen aufstrebenden Mächte, sollten sie die Sicherung von Einflusssphären anstreben, könnten dies nicht mehr im Rahmen der Privilegien, wie dies die Westmächte, als sie Afrika und den Osten a
ufgeteilt haben, handhaben. Das Überleben einer multipolaren Welt hängt davon ab, wie sich die geopolitischen Allianzen äussern und kann sich nur mehr auf gegenseitige Zusammenarbeit und Strategie stützen und nicht mehr auf exklusive Herrschaftsverhältnisse.

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