Archive for Juni 22nd, 2015

22. Juni 2015

Schleift die Festung Europa – Petition

Schafft ein humanitäres Flüchtlingsrecht
    Schafft ein menschliches Asylrecht
    Schafft die Dublin-II-Verordnung ab
    Begreift: Kein Mensch ist illegal
    Beendet das Sterben

https://www.change.org/p/schleift-die-festung-europa?share_id=VjEAXpXUCg&utm_campaign=friend_inviter_chat&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition&utm_term=permissions_dialog_true
Als wir diesen Aufruf an Politiker im Europaparlament und den Parlamenten der deutschsprachigen EU-Länder starteten, war die Lage schlimm schon, aber nun ist sie schlimmer noch.

Wie schon 2013 steht unsere Forderung: Wir fordern, dass legale Einreisemöglichkeiten geschaffen werden. Wir fordern mehr Seenotrettungsschiffe und die Überwachung der Fluchtrouten durch Hubschrauber und Flugzeuge, damit frühzeitig geholfen werden kann. Wir fordern, dass Flüchtlinge nicht in Libyen und anderen afrikanischen Staaten gefangen gesetzt werden.

Es bleibt die moralische Verpflichtung Europas das Leid der Flüchtlinge zu mindern und ihnen eine Zukunft zu ermöglichen, die ein Leben in menschenwürdigen Umständen und ohne Angst um Unversehrtheit und Leben gewährleistet.

Leander Sukov

Tear down this wall – Schleift die Festung Europa! (Oktober 2013)

An den südlichen Grenzen Europas, aber nicht nur an jenen, sterben Menschen. In diesem und dem vorigen Jahr allein forderte die Festung Europa mindestens 460 Opfer. Die Flüchtlinge fliehen aus Staaten, in denen Willkür, Gewalt und Unterdrückung herrschen, sie fliehen aus Ländern, deren staatliche Integrität zerschlagen wurde, aus Bürgerkriegsgebieten und Diktaturen. Sie fliehen vor Hunger, Not und Armut.

Sie fliehen aus Regionen, in denen der europäische Kolonialismus geherrscht hat, und sie fliehen vor den Nachwirkungen dieses Kolonialismus ebenso wie vor den Resultaten aktueller Interventionspolitik.

Sie fliehen zu uns.

Sie fliehen nicht leichtfertig, sie fliehen nicht aus milden Gründen. Sie sind keine Wirtschaftsflüchtlinge: Sie fliehen den persönlichen, ganz individuellen Untergang.

Sie fliehen, weil es keinen anderen Ausweg für sie gibt.

Europas Nationen, die nun armen wie die reichen, haben Afrika und Asien, Südamerika und Ozeanien ausgebeutet, haben sich über Jahrhunderte an den Produkten und an der Arbeitskraft der oftmals versklavten Einwohner bereichert. Unbarmherzig und unmenschlich wurden Strukturen zerschlagen und Grenzen gezogen, Traditionen beseitigt und die Reichtümer der Regionen geplündert. Unsere koloniale Geschichte, deren Früchte noch immer Teil des europäischen Reichtums sind, verlangen von uns Demut und nicht chauvinistische Abschottung.

Nicht das europäische Grenzregime mit seinen Schnellboten und Drohnen, mit Nachtsichtgeräten, Hubschaubern und Hundestaffeln darf die Antwort auf den Andrang der Flüchtenden sein. Nicht stacheldrahtumzäunte Lager dürfen das europäische Heim der Fliehenden werden. Nicht Arbeitsverbote, verordnete Armut und Abschottung sollen das Leben der Menschen verengen, die auf unsere Hilfe hoffen. Im Gegenteil: wir sollten sie als Freunde und Partner betrachten.

Die Innenminister der europäischen Mitgliedstaaten blockieren seit Jahren ein gemeinsames europäisches Asylrecht, aus Angst vor den nationalistischen und rechtspopulistischen Parteien in ihren Ländern.
Europarecht muss grundsätzlich auf Menschenrechten basieren – nationale Ängste und Befindlichkeiten dürfen nicht benutzt werden, um Europas Konzernen ihre profitable Müllkippe  zu erhalten!

Europa braucht eine humanitäre und humanistische Flüchtlingspolitik.

Zugleich brauchen die Bewohner der Länder, aus denen so viele fliehen, Hilfen, die nicht die einheimische Ökonomie zerschlagen, nicht die dortige Landwirtschaft vernichten und nicht der Herrschaft von Warlords und Clans Vorschub leisten.

Wir, Schriftsteller und Künstler, fordern die Gremien der Europäischen Union auf:

Schafft ein humanitäres Flüchtlingsrecht
Schafft ein menschliches Asylrecht
Schafft die Dublin-II-Verordnung ab
Begreift: Kein Mensch ist illegal
Beendet das Sterben

Erstunterzeichner

Carmen Maja Antoni, Schauspielerin
Jennifer Antoni, Schauspielerin
Rolf Becker, Schauspieler
Jan Degenhardt, Musiker
Kai Degenhardt, Musiker
Diether  Dehm, Textautor, Komponist, MdB
Elisabeth Dishur, Objektkünstlerin
Andre Heller, Künstler
Heidrun  Hegewald, Malerin, Schriftstellerin
Per Ole Heidorn, Musiker
Mena  Koller, Schriftstellerin
Robert Lange, Maler
Manfred Maurenbrecher, Musiker
Robert Menasse, Schriftsteller
Peggy Parnass, Schriftstellerin, Schauspielerin
Prinz Chaos II, Musiker, Schriftsteller
Max Prosa, Musiker
Renate Richter, Schauspielerin
Thomas J. Richter, Maler
Viola  Roggenkamp, Schriftstellerin, Publizistin
Christa Schuenke, Schriftstellerin, Übersetzerin
Gerhard Seyfried, Schriftsteller, Zeichner
Robert Stadlober, Schauspieler, Musiker
Leander Sukov, Schriftsteller
Dieter Süverkrüp, Musiker
Imre Török, Schriftsteller
Hannes Wader, Musiker
Konstantin Wecker, Musiker, Schriftsteller
Manfred Wekwerth, Regisseur

22. Juni 2015

Die Toten Kommen – Zentrum für politische Schönheit nebenbei auf Kriegspfad gegen Syriens Regierung?

kriegskunst

Die ZEIT fragt fast richtig: Was macht ein Eskalationsbeauftragter bei einer Beerdigung?

Zitat aus dem ZEIT Artikel:
„Ihr Name wird nicht verraten, aber ihre Geschichte erzählt. Geflohen sei sie mit ihrem Mann und den vier Kindern aus Damaskus vor dem Giftgas Assads. So sagt das Stefan Pelzer, der Eskalationsbeauftragte vom Zentrum für politische Schönheit.“

http://www.zeit.de/kultur/2015-06/zentrum-fuer-politische-schoenheit-begraebnis

Um es klarzustellen: Wir unterstützen den Aufruf Schleift die Festung Europa

Aber wir unterstützen keine Aktionen, die einseitig und tendenziös vorgehen und versuchen die Schuld am Elend der Flüchtlinge aus Syrien ohne Einschränkungen auf die syrische Regierung zu schieben.
Denn es ist ja der Westen und seine arabischen Waffenbrüder, der die syrische bewaffnete Opposition seit 2011 unterstützt, ausrüstet, finanziert und sie nach Syrien einschleust.

Dieses in einer solchen Kunst-Aktion zu verschleiern ist verantwortungslos.

Der folgende Text wurde Ende 2014 auf de Webseite des Zentrums für Politische Schönheit verfasst
http://www.politicalbeauty.de/kindertransporte.htmlSyrische Apokalypse

Die bislang größte humanitäre Katastrophe des 21. Jahrhunderts: 13 Millionen Flüchtlinge, 5,5 Millionen Kinder, rund 200.000 Tote (bis Ende 2014). Diktator Assad lässt über 40 Gegenden in Syrien systematisch belagern, aushungern und bombardieren. Die Bevölkerung Syriens wird in Zeitlupe vor unseren Augen getötet. Assads Truppen haben Belagerungsringe um ganze Stadtteile gelegt und schüren sie von jeglicher humanitären Hilfslieferung und medizinischen Versorgung ab. Nachdem er keine Chemiewaffen mehr einsetzen darf, setzt er auf Hunger und Luftwaffe. Die Erschöpfung der Menschen ist total: Gebt uns nur Nahrung, damit wir überleben und wir verzichten auf alles, worauf wir gesetzt haben – Demokratie, Menschenrechte, Freiheit.

Assad lässt „Fassbomben“ über den belagerten Städten abwerfen. Fassbomben sind, wie der Name sagt, alte Ölfässer, gefüllt mit Sprengstoff, Nägeln und Metallteilen, die möglichst viele Menschen töten oder verwunden sollen. So sieht der Zivilisationsbruch in Syrien aus: …… Die nachfolgende Generation wird das sehen und sich fragen: wie konnten unsere Eltern das zulassen? Der deutsche Außenminister wird zu einer Gedenkkonferenz nach Syrien fliegen und flammend beschwören, dass sich das NIE WIEDER ereignen darf. Syrien ist keine gewöhnliche Krise. Syrien ist das größte politische Verbrechen seit Jahrzehnten.

dicht besiedelte Millionenstädte werden willkürlich aus der Luft mit Fassbomben bombardiert.

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auch hier im Interview kurz angesprochen (2015)
https://youtu.be/S0HJ4ECloUE?t=49s

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im Kuratorium Rupert Neudeck

http://www.sonnenseite.com/de/tipps/die-schwarze-macht-der-islamische-staat-und-die-strategen-des-terrors.html
Versuch Assad der Kooperation mit der IS zu bezichtigenRupert Neudeck ist Mitgründer des Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V. und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme e.V.. will Intervention in Syrien

22. Juni 2015

heise.de l Über Feminismus und junge Mädchen in der politischen Propaganda zur Erhöhung der Kriegsbereitschaft

Der Politikwissenschaftler Jörg Becker im Interview – Über Feminismus und junge Mädchen in der politischen Propaganda zur Erhöhung der Kriegsbereitschaft

www.heise.de/tp/artikel/45/45221/1.html

22. Juni 2015

Chomsky über den verbrecherischen Drohnenkrieg – Petition Drohnen / Ramstein / NSA

Tell U.S. and German Governments to End Mass Surveillance and End Killing by Drones
http://act.rootsaction.org/p/dia/action3/common/public/?action_KEY=11295

Noam Chomsky: Schurkenstaat USA betreibt globale Ermordungskampagne mit Kampfdrohnen

Chomsky: Drohnenangriffe sind Terror – Bush/Blair/Obama nach Den Haag

Chomsky: Stoppt den US-Terrorkrieg der Kampfdrohnen / Stoppt die Totalüberwachung

Chomsky: USA einer der führenden terroristischen Staaten

Noam Chomsky – Drohnenangriffe sind Mord (antikrieg.TV)

22. Juni 2015

RT – Operation Barbarossa: What would Europe look like if the Soviets hadn’t defeated Hitler?

Never has a leader so catastrophically misjudged the character of an enemy as Hitler misjudged the Soviet Union and its people prior to launching his invasion of the country on June 22, 1941.

Hitler and other top Nazis were convinced that the Soviet Union would crumble under the weight of the largest military operation ever mounted, codenamed Operation Barbarossa. German and Axis forces comprising 4 million men, 3,600 tanks, over 4,000 aircraft, and 46,000 artillery pieces attacked the Soviet Union along a 2,900-kilometer front from the Baltic in the north to the Black Sea in the south.

more

http://rt.com/op-edge/268717-operation-barbarossa-ww2-ussr-hitler/

22. Juni 2015

Social Media for a World Beyond War

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22. Juni 2015

The Saudi Cables l Over half a million cables and other documents from the Saudi Foreign Ministry

WikiLeaks began publishing The Saudi Cables: more than half a million cables and other documents from the Saudi Foreign Ministry that contain secret communications from various Saudi Embassies around the world. The publication includes „Top Secret“ reports from other Saudi State institutions, including the Ministry of Interior and the Kingdom’s General Intelligence Services. The massive cache of data also contains a large number of email communications between the Ministry of Foreign Affairs and foreign entities. The Saudi Cables are being published in tranches of tens of thousands of documents at a time over the coming weeks. Today WikiLeaks is releasing around 70,000 documents from the trove as the first tranche.

Julian Assange, WikiLeaks publisher, said: „The Saudi Cables lift the lid on a increasingly erratic and secretive dictatorship that has not only celebrated its 100th beheading this year, but which has also become a menace to its neighbours and itself.“  weiterlesen
https://www.wikileaks.org/saudi-cables/press

22. Juni 2015

USA intensivieren Hetzkampagne gegen China – Von Peter Symonds

Die USA und ihre Verbündeten haben ihre Kritik an China wegen seiner Landgewinnungsaktivitäten im Südchinesischen Meer fortgesetzt. Am letzten Wochenende forderte US-Verteidigungsminister Ashton Carter China anlässlich des Shangri-La-Dialogs in Singapur erneut auf, die Aktivitäten einzustellen. Die zunehmenden Spannungen könnten einen Zwischenfall auslösen, dessen Folgen zu einem offenen Konflikt führen.

In einer Rede bei einem Treffen der Initiative für Junge Südostasiatische Spitzenfunktionäre, die von den USA finanziert wird, warf Präsident Barack Obama China vor, es würde seine kleineren Nachbarstaaten unterdrücken und halte sich nicht an internationale Normen und Regeln. Er erklärte, einige von Chinas Ansprüchen seien zwar möglicherweise gerechtfertigt, aber „es sollten nicht versuchen, sie unter Zuhilfenahme der Ellenbogen und auf Kosten anderer durchzusetzen“.

In Wirklichkeit tragen die USA die Hauptverantwortung dafür, dass sich seit langem bestehende Streitigkeiten um Seegebiete zu gefährlichen Konfliktregionen entwickelt haben, aus denen ein Krieg entstehen kann. Unter dem Vorwand, die „Freiheit der Schifffahrt“ zu gewährleisten, stachelt die Obama-Regierung Chinas Nachbarstaaten – vor allem die Philippinen und Vietnam – auf, ihre Ansprüche entschlossener geltend zu machen. Gleichzeitig verstärkt die US-Regierung ihre Truppen in der Region und baut ihre Bündnisse und Partnerschaften in ganz Asien aus, unter anderem mit Japan, Australien und Indien.

Carter forderte in Singapur einen sofortigen Stopp der Landgewinnung im Südchinesischen Meer. Dies war der Auftakt für einen ganzen Chor von Verurteilungen. Der australische Premierminister Tony Abbott erklärte am Donnerstag an Chinas Adresse gerichtet, seine Regierung missbillige „jede einseitige Veränderung des Status quo“.

Abbott sprach von „erpresserischem oder einseitigem Vorgehen“, darunter „umfangreichen Landgewinnungsmaßnahmen“ und erklärte, ihn beunruhige besonders die „Möglichkeit, diese ‚künstlichen Strukturen‘ militärisch zu nutzen“. Der Premierminister wiederholt damit Washingtons Linie und ignoriert die Tatsache, dass andere Staaten, die Gebiete beanspruchen – u.a. die Philippinen, Vietnam und Taiwan – auf einigen ihrer Inseln bereits beträchtliche Infrastruktur aufgebaut haben, teilweise auch militärisch nutzbare Flugfelder.

Letzte Woche erschien im Australian ein Leitartikel, laut dem die Abbott-Regierung – angespornt von den USA – eigene Maßnahmen im Südchinesischen Meer „in Erwägung zieht“. Laut dem Artikel plant sie, als Provokation ein Aufklärungsflugzeug in die zwölf-Meilen-Sicherheitszone eines oder mehrere von China kontrollierten Atolle eindringen zu lassen.

Der japanische Premierminister Shinzo Abe gab bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem philippinischen Präsidenten Benigno Aquino am Freitag eine identische Erklärung ab. „Hinsichtlich des Südchinesischen Meeres haben wir bekräftigt, dass uns die umfangreichen Landgewinnungsaktivitäten dort beunruhigen, und dass wir einseitige Versuche, den Status quo zu ändern, ablehnen“. Aquino hatte sich Anfang letzter Woche noch aggressiver geäußert und China mit Nazi-Deutschland verglichen.

Abgesehen von den Wortgefechten werden auch militärische Vorbereitungen getroffen. Aquino erklärte sich bereit, mit Japan über ein Abkommen zu diskutieren, das japanischen Streitkräften ein Aufenthaltsrecht auf den Philippinen einräumt. Ähnliche Abkommen bestehen bereits mit den USA und Australien. Für die japanischen Streitkräfte wäre dies das erste Stationierungsabkommen in Südostasien seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem Japan einen Großteil der Region besetzt hatte, unter anderem die Philippinen.

Abe und Aquino unterzeichneten am Donnerstag ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft und vereinbarten Verhandlungen über den Verkauf von japanischem Kriegsgerät an die Philippinen, darunter Aufklärungsflugzeuge zur U-Bootabwehr vom Typ P-C3 und Radartechnologie. Japan hat der philippinischen Küstenwache bereits die Lieferung von zehn Patrouillienbooten zugesagt, und die beiden Länder verstärken ihre gemeinsamen Militärübungen und Operationen im Südchinesischen Meer.

Letztes Jahr hatte die Aquino-Regierung mit den USA ein Abkommen über erweiterte militärische Zusammenarbeit geschlossen, das dem amerikanischen Militär fast uneingeschränkten Zugang zu philippinischen Stützpunkten einräumt. Die Philippinen sind momentan mit dem Bau eines großen Marinestützpunkts bei Oyster Bay auf der Insel Palawan direkt am Südchinesischen Meer und den umstrittenen Spratly-Inseln beschäftigt. Laut dem Informationsdienst IHS Jane’s, der weltweit militärische Aktivitäten dokumentiert, ist für die Anlage ein Hubschrauberlandeplatz, ein Ausbildungszentrum für amphibische Kriegsführung im Dschungel, eine Radarstation zur Küstenüberwachung und ein gemeinsames Operationszentrum für die Truppen von Verbündeten und Partner geplant. Die Bauzeit wird auf drei Jahre geschätzt.

Vietnam kündigte letzte Woche nach einem Besuch von US-Verteidigungsminister Carter provokant an, es biete seinen Bürgern eine Kreuzfahrt auf die Spratly-Inseln an, die in Vietnam als Truong Sa-Inseln bekannt sind. „Eine Reise nach Truong Sa […] wird die große Reise Ihres Lebens sein. Sie wird den Nationalstolz und das Bewusstsein der Bürger für die heilige Hoheitsgewalt des Landes über seine Gewässer wiederbeleben“, hieß es im PR-Text. China erklärte daraufhin am Freitag, die Kreuzfahrt zu den umstrittenen Inseln stelle eine „Verletzung der Souveränität Chinas“ dar.

Wie Reuters am Freitag berichtete, verhandelt Vietnam mit europäischen und amerikanischen Rüstungsfirmen über den Kauf von Kampfjets, Aufklärungsflugzeugen und unbewaffneten Drohnen. Dabei geht es eindeutig hauptsächlich um die umstrittenen Gebiete im Südchinesischen Meer. Carl Thayer, ein Analyst der Australian Defence Force Academy, erklärte im Guardian: „Vietnam braucht dringend moderne Seeaufklärungsflugzeuge, um seine riesigen Seegebiete überwachen zu können“.

Die vietnamesischen und philippinischen Waffenkäufe sind Teil eines eskalierenden Wettrüstens in Asien, das von wachsenden geopolitischen Spannungen und vor allem durch den aggressiven, gegen China gerichteten „Pivot to Asia“ der Obama-Regierung geschürt wird. Laut IHS Jane’s werden die jährlichen Verteidigungsausgaben aller Länder Südostasiens bis zum Jahr 2020 von derzeit 42 Milliarden Dollar auf über 52 Milliarden Dollar steigen. Die zehn Staaten des Verbandes Südostasiatischer Nationen (ASEAN) werden in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich 58 Milliarden Dollar für neues Kriegsgerät ausgeben, wobei Anschaffungen für die Seestreitkräfte einen Großteil dieser Summe ausmachen.

Sean O‘ Connor wies in einem Blogeintrag auf der Webseite des amerikanischen Council of Foreign Relations mit dem Titel „Wie sich das drohende asiatisch-pazifische Wettrüsten entschärfen lässt“ darauf hin, in welchem Ausmaß die USA an den Waffenverkäufen beteiligt sind. Beispiele dafür sind Singapurs geplanter Kauf von F16-Kampfflugzeugen, der Verkauf von Raketen an Indonesien und Malaysia und Militärhilfe für die Philippinen, um ihnen den Kauf von Tarnfregatten, U-Bootabwehrhubschraubern und Schnellbooten mit Lenkraketen zu ermöglichen. Taiwan hat vor kurzem angekündigt, es werde seine Marineaufklärungsflugzeuge vom Typ P-3C Orion, die es von den USA erhalten hat, im Südchinesischen Meer einsetzen.

„Die amerikanischen Entscheidungsträger glauben offensichtlich, China lasse sich am besten von seinen Aggressionen im Südchinesischen Meer abbringen, wenn sie Waffen an die amerikanischen Verbündeten in der Region liefern“, erklärte O’Connor. „Allerdings muss Washington erkennen, dass Waffenverkäufe an das Ausland unbeabsichtigte Folgen nach sich ziehen. Wenn immer mehr Streitkräfte und Schiffe in umstrittenem Gebiet stationiert sind, könnte ein kleines Gefecht eine offene Krise auslösen.“

Die Warnung wird zweifellos auf taube Ohren stoßen. Der US-Imperialismus baut im ganzen indo-pazifischen Raum seine Streitkräfte auf und hat bereits mehrere Provokationen inszeniert. Sein Ziel ist es nicht, kleine Nationen vor Schikanen zu schützen oder die „Freiheit der Schifffahrt“ im Südchinesischen Meer zu gewährleisten. Er sucht die Konfrontation mit China, um das Land seinen Interessen in Asien und der Welt unterzuordnen, selbst wenn dies die Gefahr eines offenen Krieg herauf beschwört.

http://www.wsws.org/de/articles/2015/06/09/chin-j09.html

22. Juni 2015

Der Reichtum der Reichen wächst immer schneller – Von Gabriel Black

Haushalte mit einem Privatvermögen von mehr als einer Million US-Dollar werden bis zum Jahre 2019 vermutlich 46 Prozent des gesamten weltweiten Privatvermögens besitzen. Dies geht aus einem neuen Bericht der Boston Consulting Group (BCG) hervor.

Dieser hohe Prozentsatz beinhaltet jedoch nur Bargeld, Ersparnisse, Geldmarktpapiere und registrierte Wertpapiere, die von Investmenthäusern verwaltet werden, was zusammengenommen als „Privatvermögen“ bezeichnet wird. Nicht einbezogen werden dabei Unternehmen, Immobilien und Luxusgüter, die fraglos einen erheblichen Teil des Vermögens von Reichen ausmachen.

Ende 2014 besaßen Millionärshaushalte ca. 41 Prozent des weltweiten Privatvermögens, so die BCG. Das bedeutet, dass 17 Millionen Haushalte zusammengenommen grob geschätzt 67,24 Billionen Dollar an verfügbarem Vermögen besaßen, dies entspricht etwa vier Millionen pro Haushalt.

Insgesamt nahm das weltweite Privatvermögen von 2013 bis 2014 um 17,5 Billionen Dollar zu. Der Bericht weist darauf hin, dass fast Dreiviertel des ganzen Zuwachses aus schon existierendem Vermögen erzeugt wurde. Mit anderen Worten: Der größte Teil des Vermögenszuwachses entstand aus schon vorhandenen Wertpapieren und Anlagen, deren Wert gestiegen ist, und geht nicht auf die Schaffung neuer materieller Dinge zurück.

Dieser Trend ist das Ergebnis des Einschießens billiger Kredite in die Finanzmärkte durch Zentralbanken. Die Politik der „quantitativen Lockerung“ hat zu einem dramatischen Anstieg der Börsenwerte geführt, obwohl das globale Wirtschaftswachstum gleichzeitig deutlich zurückgegangen ist.

Während das Vermögen der Reichen insgesamt in halsbrecherischem Tempo wächst, gibt es jedoch innerhalb dieser Gruppe eine Ausdifferenzierung bei den Vermögenszuwächsen. Am stärksten profitiert eine kleine Gruppe von Superreichen an der Spitze der Pyramide von den Zuwächsen.

2014 wuchs das Vermögen von Personen mit einem privaten Reichtum von über 100 Millionen Dollar in nur einem Jahr um elf Prozent. Zusammen besaßen diese Haushalte 2014 zehn Billionen Dollar, das sind sechs Prozent des weltweiten Privatvermögens. Dem Bericht zufolge „wird erwartet, dass dieses oberste Segment am schnellsten zulegt, und zwar sowohl was die Zahl der Haushalte wie auch was ihren absoluten Reichtum betrifft“. Es heißt, dass hier das Vermögen in den nächsten fünf Jahren um zwölf Prozent gesteigert wird.

Familien mit einem Vermögen von zwanzig Millionen bis einhundert Millionen Dollar haben 2014 ebenfalls stark zugelegt. Ihr Vermögen ist in nur zwölf Monaten um 34 Prozent gestiegen. Sie besitzen jetzt insgesamt neun Billionen Dollar. In fünf Jahren werden sie dem Bericht zufolge die Vierzehn-Billionen-Dollar-Marke knacken.

Die Schlusslichter in der „hoch vermögenden“ Bevölkerung sind die Haushalte mit einem privaten Vermögen von einer Million bis zwanzig Millionen Dollar. Es wird erwartet, dass das Privatvermögen dieser Haushalte jedes Jahr um 7,2 Prozent steigt, und zwar von gesamt 49 Billionen auf 70,1 Billionen Dollar. Ihre Wachstumsrate bleibt um mehrere Prozentpunkte hinter der Steigerungsrate der obersten Kategorie zurück.

Die Steigerung des privaten Vermögens der Superreichen steht in scharfem Kontrast zu den Erfahrungen von Milliarden Menschen in aller Welt. Während die Vermögensakkumulation der Ultrareichen sich stark beschleunigt, leidet die große Mehrheit der Menschen immer noch unter den Folgen der letzten Rezession.

Ein Oxfam-Bericht vom Januar zeigt zum Beispiel, dass die unteren 99 Prozent der Weltbevölkerung 2010 noch 56 Prozent des weltweiten Vermögens ihr Eigen nannten, während es 2014 nur noch 52 Prozent waren. Im gleichen Zeitraum stieg der Reichtum des obersten Prozents von 44 Prozent auf 48 Prozent des weltweiten Vermögens.

2014 berichtete die Russell Sage Stiftung, dass das mittlere Haushaltsvermögen in den Vereinigten Staaten von 87.992 Dollar auf 56.335 Dollar gefallen, d.h. um 36 Prozent gesunken ist. Zwar ging in der Rezession auch das Vermögen der Reichen zurück, aber inzwischen haben sie die Verluste längst wettgemacht. Von 2009 bis 2012 gingen 95 Prozent aller Einkommenszuwächse in den USA an das oberste Prozent. Das ist die ungleichste Einkommenzuwachsverteilung in einer Nachrezessionsphase, die jemals verzeichnet wurde.

Die OECD hat festgestellt, dass das Nettovermögen in den Vereinigten Staaten „von 2007 bis 2013 durchschnittlich um 2,3 Prozent sank. Es fiel aber zehnmal so stark, nämlich um 26 Prozent, bei den unteren zwanzig Prozent der Bevölkerung.“ Der Bericht von 2015 schließt mit dem Hinweis, dass „Niedrigverdiener überhaupt keine Einkommenssteigerung verzeichnet haben“.

Ein anderer Bericht von der Immobilienberatung Knight Frank beschäftigt sich mit Personen, die ein Vermögen von mehr als dreißig Millionen Dollar besitzen. Der Bericht stellt fest, dass diese 172.850 ultrareichen Personen ihr addiertes Vermögen 2014 um 700 Milliarden Dollar steigern konnten. Es steht jetzt bei 20,8 Billionen Dollar.

Der Bericht lenkt außerdem die Aufmerksamkeit auf die Distanz zwischen den Reichen und der Realwirtschaft. Er stellt fest, dass die ultrareiche Bevölkerung wuchs, obwohl gleichzeitig das globale Wirtschaftswachstum schwächer ausfiel als erwartet. 2014 musste der IWF seine Wachstumsprognose für die Weltproduktion von 3,7 Prozent auf 3,3 Prozent nach unten korrigieren.

http://www.wsws.org/de/articles/2015/06/20/mill-j20.html

22. Juni 2015

Großmanöver in Polen: Nato bereitet Krieg gegen Russland vor – Von Christoph Dreier

Am Mittwoch führte die Nato im Rahmen des Manövers „Noble Jump“ eine öffentliche Gefechtsübung in Polen durch, an der hochrangige Vertreter des Militärs und der Politik teilnahmen. Der Truppenaufmarsch ist eine unverhohlene Provokation gegen Russland und erhöht die Gefahr eines Kriegs in Europa, der zu einer nuklearen Konfrontation führen könnte.

„Noble Jump“ ist das erste Manöver der sogenannten „Nato-Speerspitze“, einer schnellen Eingreiftruppe, deren Bildung im Herbst 2014 auf dem Nato-Gipfel in Wales beschlossen wurde. Mindestens 5.000 Soldaten aus verschiedenen Nato-Ländern sollen unter niederländischer und deutscher Führung innerhalb weniger Tage einsatzbereit sein.

Zu der Militärübung gehörte deshalb auch die kurzfristige Verschiebung von über 2.000 schwer bewaffneter Soldaten aus neun Nato-Staaten an einen Truppenübungsplatz nahe der westpolnischen Stadt Żagań innerhalb von nur fünf Tagen.

In Żagań wurde dann eine Gefechtsübung durchgeführt, die bis ins Detail der gegenwärtigen Situation in der Ostukraine nachempfunden wurde. Die Nato-Truppen übten das Vorgehen gegen die prorussischen Separatisten, wie sie in der Ostukraine gegen das Kiewer Regime kämpfen.

Für das Großmanöver wurden erhebliche Truppenteile zusammengezogen. Neben 440 Rad- und 65 Kettenfahrzeugen waren Kampfhubschrauber und amerikanische F-16 Kampfjets im Einsatz.

„Noble Jump“ ist Teil einer Serie von Großübungen, die bis Ende Juni in verschiedenen ost- und südeuropäischen Ländern stattfinden. Insgesamt sind daran rund 15.000 Soldaten aus 19 Ländern beteiligt.

Für Herbst sind dann noch weit umfassendere Manöver in Osteuropa geplant. Allein in Polen werden im Laufe des Jahres Übungen mit 10.000 Soldaten aus 18 Ländern stattfinden. Das sind 40 Prozent mehr Einheiten als im letzten Jahr. Die andauernden Manöver nehmen so die Form einer indirekten Stationierung von Nato-Truppen an.

Eine solche Truppenkonzentration ist durch die NATO-Russland-Grundakte von 1994 eigentlich streng reglementiert. Die Quasi-Stationierung durch ständige Manöver stellt daher selbst schon eine enorme Provokation dar. Die eindeutige Ausrichtung der Manöver muss von russischer Seite als unmittelbare Bedrohung gewertet werden und erhöht damit die Kriegsgefahr in Europa.

Zahlreiche Politiker und Militärs nutzten die als multimediales Spektakel inszenierte Großübung in Żagań, um den Aggressionskurs gegen Russland zu verschärfen und die Nato aufzurüsten. Neben Generalsekretär Jens Stoltenberg saßen die Verteidigungsminister Polens, Deutschlands, der Niederlanden und Norwegens auf der Zuschauertribüne.

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) unterstützte ausdrücklich die Pläne der Vereinigten Staaten, schweres Kriegsgerät wie Panzer und Haubitzen für bis zu 5.000 Soldaten in den baltischen Ländern in unmittelbarer Nähe zu Russland zu stationieren.

Bei der Stationierung handele es sich um „eine angemessene defensive Maßnahme“, sagte die Verteidigungsministerin. Weil die USA „geografisch sehr weit entfernt“ seien, müssten sie „Truppen und Gerät nach Europa bringen“, um sich an der schnellen Eingreiftruppe der Nato beteiligen zu können. Am kommenden Mittwoch treffen sich in Brüssel die Nato-Verteidigungsminister und beraten unter anderem über diese Pläne.

Zudem versicherte von der Leyen den baltischen Staaten gemäß Artikel 5 des Nordatlantikvertrags absoluten Beistand im Falle eines Konflikts mit Russland. „An der Solidarität im atlantischen Bündnis gibt es keinen Zweifel“, erklärte sie am Dienstag in Tallinn nach einem Gespräch mit dem estnischen Verteidigungsminister Sven Mikser. „Das heißt für uns eben auch, dass der Artikel 5 unverbrüchlich gilt,“ ergänzte sie.

Damit stellte von der Leyen den ebenso korrupten wie russlandfeindlichen Regimes dieser Länder nicht nur einen Blankoscheck für alle möglichen Formen der Provokation aus. Sie verpflichtete sich im Zweifelsfall für die kleinen baltischen Staaten in einen Krieg mit Russland zu ziehen.

Der deutsche Nato-General Hans-Lothar Domröse, der die Nato-Truppen in Osteuropa befehligt wird in einem Interview mit der Tageszeitung Welt noch konkreter. Er fordert „eine Ausrüstungsoffensive für die baltischen Staaten und die Ostalliierten“. Die finanzkräftigen Nato-Staaten sollten ihren ärmeren Nachbarn „Hubschrauber, Haubitzen, Schützenpanzer Flugabwehrraketensysteme und schweres Pioniergerät“ zu besonders günstigen Preisen überlassen, damit diese „auf eine Bedrohung aus Russland schnell reagieren“ können.

Schließlich zeigt der General auf, wie weit die Vorbereitungen eines Kriegs mit Russland schon fortgeschritten sind. „Wir werden in einer ersten Welle in sechs osteuropäischen und baltischen Staaten permanente Stäbe aufbauen, jeweils 40 Mann stark mit Offizieren aus bis zu 20 Nationen“, erklärt Domröse.

„Diese vorgelagerten Stäbe sorgen im Ernstfall dafür, dass Verstärkungskräfte, wie die neue Schnelle Eingreiftruppe der Nato, reibungslos ins Land kommen können. In einer zweiten Welle wird die Nato vermutlich in weiteren Ländern, wie Ungarn, der Slowakei und Griechenland, weitere Stäbe einrichten, um Abschreckung und Verteidigungsbereitschaft zu beweisen“, so Domröse. In den neuen Stützpunkten will die Nato Waffen, Munition und leichte Gefechtsstände stationieren.

Ihre aggressiven Statements gegen Russland machten Domröse und von der Leyen an einem Ort, der dunkle Erinnerungen an die historischen Verbrechen des deutschen Imperialismus wachruft. Der Truppenübungsplatz bei Żagań wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in dem damals deutschen Gebiet fertiggestellt und vor den beiden Weltkriegen von der deutschen Armee genutzt. Unter anderem bereitete sich der Wehrmachtgeneral Erwin Rommel hier auf den Afrikafeldzug vor.

Im Mai 1942 entstanden in einem Wald in der Nähe der Stadt ein Stammlager der Luftwaffe und ein Kriegsgefangenenlager des Heeres. Im April 1944 wurden auf den sogenannten „Sagan-Befehl“ Hitlers, 50 nach einem Fluchtversuch wieder gefasste Kriegsgefangene von einem Gestapokommando kaltblütig erschossen.

In zwei Weltkriegen versuchte der deutsche Imperialismus mit beispielloser Brutalität Russland niederzuwerfen und Osteuropa zu unterjochen. 70 Jahre nach der Niederlage der Nazi-Diktatur bereiten sich in Żagań erneut deutsche Truppen auf einen Krieg gegen Russland vor.

Die Bundesrepublik beteiligt sich nicht nur an den Manövern, sondern spielt eine zentrale Rolle. Sie leitet zusammen mit den Niederlanden die „Nato-Speerspitze“ und steuerte 350 Soldaten und etwa 100 Fahrzeuge zu den Übungen bei. Sie nutzt den Konfrontationskurs mit Russland, um massiv aufzurüsten.

„Ich begrüße es, dass Deutschland in der Nato immer mehr eine Führungsrolle übernimmt und seine Rolle als Führungsnation mehr und mehr ernst nimmt“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Rande des Manövers. „Der deutsche Beitrag ist für die Schnelligkeit, mit der die Eingreiftruppe aufgestellt wurde, entscheidend gewesen.“ Auch lobte Stoltenberg, „dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben nicht weiter kürzt, sondern ab 2016 anhebt“.

Bereits im März hatte die Bundesregierung angekündigt, den Wehretat in den nächsten vier Jahren um acht Milliarden Euro zu erhöhen. Seither hat sie bereits Rüstungsaufträge für mehr als 15 Milliarden Euro verabschiedet.

Der Inspekteur des deutschen Heeres, Generalleutnant Bruno Kasdorf, erklärte in der Welt, dass die Bundeswehr noch viel weiter aufgerüstet werden müsse, wenn sie die eingegangenen Verpflichtungen in der „Nato-Speerspitze“ erfüllen wolle. Benötigt würden „Kampfpanzer, Schützenpanzer, Transportpanzer, Artillerie, Pionierbrücken, geschützte Geländewagen, Munition und persönliche Ausrüstung der Soldaten“, so Kasdorf. Allein für das Heer veranschlagt er hierfür zusätzliche Kosten von mindestens 20 Milliarden Euro.

http://www.wsws.org/de/articles/2015/06/20/nato-j20.html

22. Juni 2015

Japanese protests denounce new military legislation – By Ben McGrath

Protests were held Sunday at different locations in the Japanese capital of Tokyo to denounce the government’s new military legislation, currently being debated in the legislature. If passed, the bills would greatly expand the role and reach of the Japanese Self-Defense Forces (SDF). They were submitted to parliament in May after receiving the backing of the ruling Liberal Democratic Party (LDP) and its coalition partner Komeito.

Around 25,000 protesters surrounded the Japanese Diet, or parliament, to voice their opposition to Prime Minister Shinzo Abe’s remilitarization agenda. Demonstrators carried signs reading, “Don’t Destroy Article 9.” This article of the Japanese constitution is known as the pacifist clause, renouncing war.

Young people conducted separate protests. In Tokyo’s Shibuya district, youth and students denounced the legislation and war. Haruka Suzuki, a high school student, told the media: “We (students) have no right to vote in elections, but we are strongly against war.”

Others also drew attention to the fact that constitutional scholars, including one hand-picked by the ruling party, recently declared the military legislation unconstitutional. Nobuyoshi Hatae, a university student, said: “People in younger generations are feeling a sense of crisis now that constitutional scholars said no to the bills.”

Another protest was held Monday, in which 300 people gathered near the Diet, carrying similar banners as those on Sunday.

On June 4, the three law scholars selected by different parties each testified at the Diet that Abe’s legislation was unconstitutional. “Paragraph 2 of Article 9 does not grant any legal standing for military activities abroad,” Setsu Kobayashi, a professor emeritus of constitutional law at Keio University, said. “Going to war abroad to help a friendly nation is a violation of Article 9.”

Kobayashi, chosen by the main opposition Democratic Party of Japan (DPJ), is a longtime supporter of amending the constitution in favor of remilitarization, but opposes Abe’s support for the US, backing a more independent stance from Washington. Much in the same way as the DPJ does, he proposes more of a fig leaf of constitutionality to legitimize his views, which are unpopular with the Japanese public as a whole.

The two other scholars, Yasuo Hasebe and Eiji Sasada, both constitutional law professors at Waseda University, were chosen by the ruling LDP and the Japan Innovation Party, another right-wing party, respectively. Hasebe testified in support of the legality of the anti-democratic state secrecy law in 2013, which went into effect last December, another component of Japan’s remilitarization.

The government, however, simply brushed aside their current legal concerns. “Pointing out that the legislation is unconstitutional is off the mark,” Chief Cabinet Secretary Yoshihide Suga said.

Almost two-thirds of the population opposes the military legislation, while 80 percent believe the government has not explained the bills satisfactorily. Abe’s approval rating has fallen to 41.1 percent, the lowest since he became prime minister in 2012.

However, many of the protests are organized by groups with ties to the various opposition parties in Japan. The DPJ, the Japanese Communist Party (JCP) and the Social Democratic Party have all ostensibly come out against the military bills.

In reality, these parties, in one way or another, have backed Japan’s remilitarization. “Politicians must not enact laws beyond the limits of the constitution,” the DPJ’s acting head Akira Nagatsuma said. The DPJ also spoke out in a similar manner against the state secrecy law. After its passage, however, the opposition party merely called for additional oversight, thereby legitimizing the anti-democratic law.

The JCP’s chairman Kazuo Shii said on Sunday: “We want to abolish the war legislation that is the worst in our postwar history.” Despite this rhetoric, the JCP has wholeheartedly supported Japanese claims to the Senkaku/Diaoyu Islands in the East China Sea, which are at the heart of the current tensions between Tokyo and Beijing. This issue has been whipped up by Japan and the US to paint China as an aggressor, in part to justify the military legislation and the US-Japanese build-up against Beijing.

Contrary to the government’s claims, the bills are not defensive in nature, nor would they “ensure peace.” The legislation would allow the Japanese SDF, the de facto military, to take part in wars of aggression, by codifying the cabinet’s reinterpretation of the constitution last summer to allow “collective self-defense.” So long as military measures are taken in step with an ally, namely the United States, Japan is legally able to go to war, according to Tokyo.

One of Abe’s bills would revise 10 existing laws, while a second bill corresponds to new “Defense Guidelines” between the US and Japan. The revised guidelines were drawn up last October, and Abe approved them during his visit to the US in April. The guidelines were initially implemented in 1978, aimed at the Soviet Union. They were revised once in 1997 and are now being further adapted to take aim at China as Washington aggressively confronts Beijing throughout the region in its “pivot to Asia.”

The new legislation would allow the government to dispatch the SDF anywhere in the world without a special law from the Diet, which is currently needed. Only Diet approval, a concession to the LDP’s coalition partner Komeito, would be required at the start of a new mission. The revisions would enable Japan to provide logistical support to the US military, as well as engage in other joint operations.

With the current Diet session set to conclude on June 24, the Abe government, the LDP, and Komeito are preparing to extend it until September in order to pass the military bills this summer.

http://www.wsws.org/en/articles/2015/06/20/japa-j20.html

22. Juni 2015

Syrien: EU beteiligt an Völkermord

Im Juli übernimmt Luxemburg turnusgemäss die Ratspräsidentschaft der EU. Aus diesem Anlass erinnert die KP Luxemburgs an die Beteiligung der EU an der US-ameikanischen Embargopolitik gegenüber Syrien:
Den Völkermord in Syrien stoppen!

Von Oliver Wagner

Der Tod von einer halben Million irakischer Kinder, die wegen des auf Druck Washingtons verhängten UNO-Embargos in den 90er Jahren starben, sei »diesen Preis wert«, hatte die Außenministerin von USA-Präsident Clinton, »Madame Secretary« Madeleine Albright, damals gemeint.

Nun führen die USA mit ihren Verbündeten seit mehr als vier Jahren einen verdeckten Krieg gegen Syrien: Sie beliefern islamistische Gruppen mit modernsten Waffen und lassen sie von Militärberatern in Lagern in der Türkei und Jordanien für den blutigen Einsatz in Syrien ausbilden. Das wahhabitische Regime in Saudi-Arabien und die Golfmonarchien stellen ähnlich wie in den 70er und 80er Jahren in Afghanistan Milliarden von Dollar für die Rekrutierung und Bewaffnung von IS und Al-Nusra zur Verfügung.

An diesem schmutzigen Krieg beteiligt sich die EU, deren Ratspräsidentschaft Luxemburg in zwei Wochen übernehmen wird. Seit 2011 haben Washington und Brüssel ein Wirtschaftsembargo gegen Syrien verhängt. Erklärtes Ziel dieses Embargos ist es, die Wirtschaft des Landes zum Erliegen zu bringen und die syrische Bevölkerung zum Aufstand gegen die eigene Regierung zu treiben.

Zusammen mit den USA und den Herrschern Saudi-Arabiens und der Golfmonarchien hat die EU die syrischen Auslandsguthaben »eingefroren« und die Importe aus Syrien, besonders von Rohöl, verboten. Jeder Geldverkehr wurde unterbunden, um dem Land seine Einnahmen zum Einkauf der Güter zu entziehen, die es für seine Bevölkerung und Wirtschaft dringend benötigt.

Selbst Überweisungen syrischer Gastarbeiter an ihre Verwandten sind nicht mehr möglich. Exporte nach Syrien, insbesondere von Treibstoff, Heizöl sowie von Technologie und Ausrüstung zur Förderung und Raffination von Erdöl bzw. Verflüssigung von Erdgas und für Kraftwerke zur Stromgewinnung, wurden untersagt. Ohne Treibstoff und Strom aber kommen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, Handwerk und Industrie zum Erliegen.

Das BIP Syriens ist bereits um 60 Prozent eingebrochen, die Arbeitslosenquote von weniger als 15 auf 58 Prozent hochgeschnellt. 64,7 Prozent der Syrer leben in extremer Armut und können sich selbst die notwendigsten Lebensmittel nicht mehr kaufen. In dieser verzweifelten Situation gedeihen Gewalt, Fanatismus, Kriminalität, können Terrororganisationen wie IS und Al-Nusra leicht rekrutieren.

Ein Volk gezielt aushungern ist ein Verbrechen: Das Embargo gegen das Entwicklungsland Syrien ist eine unmenschliche Form der Kriegsführung. Sie richtet sich gegen die Zivilbevölkerung. Sollen die mehr als eine Million Menschen – darunter die genannten 500.000 Kinder –, die in den 90er Jahren infolge des Embargos im Irak sterben mußten, jetzt übertroffen werden?

Das Embargo wirkt wie ein Brandbeschleuniger. Es heizt die blutigen Kämpfe in Syrien an. 220.000 Tote, fast eine Million Verletzte und Verstümmelte, über zehn Millionen Menschen auf der Flucht – reicht das immer noch nicht?

Die Dreierkoalition sollte die Ratspräsidentschaft nutzen, zumindest in der EU ein Umdenken zu bewirken. Das Embargo gegen Syrien muß aufgehoben werden, damit sich die Wirtschaft des Landes wieder erholen und eine weitere Verelendung dieses Volkes verhindert werden kann. Es ist höchste Zeit, daß die EU in diesem Konflikt eine Rolle als Vermittler übernimmt und ihren Beitrag zur Wiederherstellung des Friedens in Syrien und der Region leistet. Das Embargo aufrechtzuerhalten heißt, sich an einem Völkermord mitschuldig zu machen!

18. Juni 2015

Quelle: KPL

22. Juni 2015

[Lebenshaus-Alb] Papst Franziskus: Macht Euch der Erde untertan!

Dieser Papst ist weltweit populär, weil er Klartext redet und immer konkret wird. In der ersten Öko-Enzyklika in der 2.000-jährigen Geschichte des Papsttums fordert er Schluss mit Kohle, Gas und Öl und einen raschen Umstieg auf erneuerbare Energien. Die Privatisierung des Wassers sei eine „Menschenrechtsverletzung“. Von Franz Alt.
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009240.html
22. Juni 2015

2014: Weltweite Kriegskosten 14 Billionen US-Dollar

Laut einem Bericht des Institute für Economics and Peace, ergeben diese 14 Billionen US-Dollar die weltweiten Kriegskosten für das Jahr 2014. Als die gefährlichsten Orte der Welt wurden dabei Afghanistan, der Irak und Syrien genannt. Die Ausgaben ergeben unfassbare 13 % des weltweiten Bruttoinlandsprodukts!

Man kann es auch anders ausdrücken: Diese 14 Billionen US-Dollar ergeben das Bruttoinlandsprodukt von Brasilien, Deutschland, Frankreich, Kanada, Spanien und dem Vereinigten Königreich… Statt um 14 Billionen US-Dollar ein bisserl Krieg zu spielen, hätte man jeden Österreicher (vom Baby bis zum Greis) im Jahr 2014 exakt 1.750.000 Euro schenken können…

Da ist natürlich zu hinterfragen wie sehr sich die Waffenindustrie dafür einsetzen wird, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen eingedämmt werden. Wie schaut es eigentlich in so einem Betrieb aus? Bricht da unbändiger Siegesjubel aus, wenn im Vergleich zum Vorjahr um 10 % mehr Waffen verkauft wurden? Freut man sich bereits über den nächsten Konflikt, reibt sich die Hände und sieht schon den Geldspeicher angefüllt werden, weil bestimmt noch mehr Waffen verkauft werden…

Faktum ist ja, dass sich 2014 im Bereich der OECD Länder die Lage eher entspannt hat. Im Nahen Osten hat sich die Situation ja dramatisch verschlechtert. Im Vergleich zu 2013 sind auch weltweit weitaus mehr Menschen im Krieg gestorben. 2013 waren es 49.000 und im Jahr 2014 bereits 180.000. Die meisten Toten waren übrigens in Nordafrika und im Nahen Osten zu beklagen. Egal, das nimmt man zum Wohle des Wirtschaftswachstums halt in Kauf…

http://www.telesurtv.net/english/news/Global-Cost-of-War-Was-14-Trillion-Last-Year–20150619-0038.html

http://www.gegenfrage.com/weltweite-kriegskosten-letztes-jahr-14-billionen-dollar/

22. Juni 2015

[TeleSurTv.net] WikiLeaks Publishes Leaked Saudi Arabia Cables

WikiLeaks published more than 60,000 leaked cables from Saudi Arabia and says it will publish more than half a million in upcoming weeks.
more http://www.telesurtv.net/english/news/WikiLeaks-Publishes-Leaked-Saudi-Arabia-Cables-20150619-0034.html
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