junge Welt l »Salafistisches Fürstentum« Bericht des US-Militärgeheimdienst DIA aus dem Jahr 2012

Übersetzung: Karin Leukefeld, Damaskus
https://www.jungewelt.de/2015/05-28/017.php

»Salafistisches Fürstentum«

Bericht des US-Militärgeheimdienst DIA aus dem Jahr 2012: Westliche Unterstützung für Aufständische in Syrien befördert Entstehen eines »Islamischen Staats«

Unter dem Slogan »Niemand steht über dem Gesetz« veröffentlicht die US-Organisation »Judicial Watch« (www.judicialwatch.org/press-room/) regelmäßig geheime US-Regierungsdokumente, deren Herausgabe juristisch erstritten wurde. Am 18. Mai machte sie eine Reihe von Unterlagen publik, die sich mit der Lage in Libyen, dem Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi 2012 und dem Erstarken des »Islamischen Staats im Irak und in der Levante« (ursprünglich »Islamischer Staat im Irak« ISI, dann ISIL, mittlerweile IS) befassen. Daraus geht hervor, dass der US-Militärgeheimdienst Defense Intelligence Agency (DIA) bereits 2012 von Waffenlieferungen aus Libyen nach Syrien wusste und für die Region die mögliche Bildung eines »salafistischen Fürstentums« voraussah. Das, so die DIA-Autoren, sei von den Unterstützern der syrischen Opposition – dem Westen, den Golfstaaten und der Türkei – gewollt, um die syrische Regierung zu isolieren (siehe jW vom 26. Mai 2015). Das freigegebene Dokument ist in weiten Teilen geschwärzt. (jW):

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