Israel ist in den vergangenen Jahren zu einem der größten Waffenexporteure der Welt aufgestiegen, nach Angaben des israelischen Verteidigungsministeriums zeitweilig zur Nummer drei – nach den USA und Russland. Zuletzt verkaufte Israel Waffen im Wert von mehr als sieben Milliarden US-Dollar, vor allem in die USA, nach Europa, Südostasien und Südamerika – Tendenz steigend.
Das Geschäft mit den Waffen und ihre Verwendung im Krieg sind in Israel eng verbunden: Das erfolgreichste Verkaufsargument der israelischen Rüstungsindustrie ist die Tatsache, dass ihre Waffen- und Kampfsysteme in der Praxis getestet wurden, bei Operationen in den Palästinensergebieten im Westjordanland und im Gazastreifen.
Für die Dokumentation „Kampf-Technik – Israels Geschäft mit dem Krieg“ begleitet der israelische Reporter Yotam Feldman ehemalige Armeeoffiziere, die nach ihrer Militärkarriere lukrative Rüstungsfirmen gegründet haben: Er zeigt, wie sie auf Waffenmessen Israels kriegserprobte Militärtechnologie vermarkten und Kunden aus aller Welt im Städtekampf gegen zivilen und paramilitärischen Widerstand trainieren. Bei seinen Gesprächen mit den Waffenhändlern kommt Feldman zu dem Schluss, dass der Dauerkonflikt mit den Palästinensern für Israel nicht mehr ausschließlich eine Belastung darstelle, sondern zu einem hochprofitablen Geschäft mutiert sei.
In Israel erregte der Film eine Kontroverse, auf dem Internationalen Filmfestival in Tel Aviv wurde er als bestes Regiedebüt ausgezeichnet.
Siehe Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=0cI0YOVvr7c