Reisebericht: Antifaschistische Karawane: mit BANDA-BASOTTI im Donbass

BANDABASSOTTI_NOPASARAN
Der Einladung, mit der italienischen Banda-Bassotti an der antifaschistischen Karawane in  den Donbass teilzunehmen, bin ich gerne, wenn auch etwas unvorbereitet, nachgekommen. Das komplizierte Prozedere zur Erlangung des russischen Visums habe ich im letzten Moment noch geschafft, viele Medikamente inklusive einer schönen, von meinem Arzt zusammengestellten, Ladung an Antibiotika für den Donbass beschafft. So bin ich dann vier Tage zu früh nach Rostow am Don geflogen und hatte viel Zeit, die patriotisch geprägte Atmosphäre einer russischen Grosstadt ein paar Tage vor den Feierlichkeiten zum 9.Mai auf mich einwirken zu lassen.

Am Morgen des 6.Mai bin ich dann mit den 100 Teilnehmern der antifaschistischen Karawane zusammengetroffen, leider gesundheitlich schon angeschlagen, angesichts eines nun kalten und nassen Wetters. Den grossen Koffer mit den Hilfsgütern und den kleinen Koffer mit den persönlichen Sachen schleppte ich über grosse Wasserlachen bis zum Bus, der uns in den Donbass bringen sollte. Ich weiss nicht weshalb, aber irgendwie habe ich es nicht geschafft, auch den kleinen Koffer bis in den Bus zu bringen. Jedenfalls waren beim Zoll in der Ukraine meine persönlichen Sachen nicht mehr auffindbar. Somit habe ich die Reise in das Kriegsgebiet des Donbass unter recht ungünstigen Bedingungen angetreten, und ich frage mich, ob ich als Rentner noch genügend fit bin für solche Expeditionen (der älteste Teilnehmer war 10 Jahre älter als ich).
Bericht eines Teilnehmers.